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Psychologisches Wissen für alle

Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis.  Bettina Leuchtenberg  ZPID
Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis. Bettina Leuchtenberg ZPID
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Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis.  Bettina Leuchtenberg  ZPID
Das KLARpsy-Team (v.l.n.r.): Pawel Nuwaltzew, Marc René Jonas, Dr. Marlene Stoll, Tina Trillitzsch, Dr. Martin Kerwer, Gesa Benz und Dr. Anita Chasiotis. Bettina Leuchtenberg ZPID

Psychologisches Wissen: Verständlich, verlässlich, für alle! Das ist das
Motto von KLARpsy. In einem Symposium des Leibniz-Instituts für
Psychologie (ZPID) am 18. Oktober 2023 an der Universität Trier wurde das
Angebot der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hinter KLARpsy verbergen sich frei und online zugängliche Informationen zu
psychologischen Themen. Die Texte entstehen am Leibniz-Institut für
Psychologie (ZPID). Dr. Anita Chasiotis, die das Angebot seit 2021
mitentwickelt hat, ist es nicht nur wichtig, dass die Texte gut
verständlich sind. "Wir legen auch großen Wert darauf, dass wir
verlässliche Informationen zur Verfügung stellen. Alle Inhalte werden von
uns als in der Wissenschaft tätige Psychologinnen und Psychologen
geschrieben. Dazu haben wir unter anderem auf der Grundlage eigener
Studien Richtlinien verfasst, nach denen wir veröffentlichen."

Auch der Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-
Pfalz, Clemens Hoch unterstreicht die hohe Relevanz von
Wissenschaftskommunikation: „Die Kommunikation wissenschaftlicher
Erkenntnisse ist fast genauso wichtig, wie die Erkenntnisse selbst. Dabei
muss sich die Kommunikation an der Hauptzielgruppe, der
Forschungscommunity orientieren, aber auch die breite Öffentlichkeit, also
die Betroffenen und ihre Angehörigen dürfen nicht außer Acht gelassen
werden. Denn viele Forschungsergebnisse aus der Psychologie sind für Laien
oft von großem Wert. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass eine
allgemeinverständliche Wissenschaftskommunikation dazu beiträgt, einer
stärker gewordenen Wissenschaftsskepsis entgegenzuwirken.

Forschungsergebnisse in KLARpsy-Texten und Wörterbuch KLARsaurus

Auf dem Webportal www.klapsy.de sind unter den KLARpsy-Texten
Zusammenfassungen psychologischer Forschungen zu finden. Diese helfen
dabei, psychologische Erkenntnisse zu verstehen. "Die Ergebnisse von
Forschung unterscheiden sich manchmal und wirken widersprüchlich. Das kann
unter anderem daran liegen, dass einzelne Forschende verschieden an
dieselbe Forschungsfrage herangehen. Uns ist es deshalb wichtig, genau
dies transparent und verständlich darzustellen”, berichtet Dr. Martin
Kerwer aus dem KLARpsy-Team. “Sich einen Überblick zu verschaffen, kann
deshalb schwierig sein. Uns ist es deshalb wichtig, hier Orientierung zu
bieten und den Forschungsstand transparent und verständlich darzustellen."
Abrufbare Themen sind aktuell beispielsweise "Sind Menschen mit
Krankheitsangst aufmerksamer gegenüber gesundheitlich bedrohlichen
Informationen?" oder auch "Was macht Kinder mit Gewalterfahrungen
widerstandsfähig?" Das Themenspektrum reicht dabei von "Aktuellem
Weltgeschehen" über "Gesundheit" oder "Partnerschaft, Sexualität und
Geschlechterrollen" bis hin zu "Psychische Probleme und Psychotherapie".

Mitmachen erwünscht

Wer ein spezielles Thema auf der Seite vermisst, ist dazu eingeladen,
seinen Themenwunsch über ein Formular an das KLARpsy-Team mitzuteilen, so
dass hierzu ein KLARpsy-Text erstellt werden kann.

Ebenso zum Mitmachen ist das Wörterbuch KLARsaurus, das dazu einlädt,
psychologische Begriffe kennenzulernen und deren Bedeutung
allgemeinverständlich nachlesen zu können. "Nicht immer sind unsere
Fachbegriffe in der Psychologie für alle verständlich oder in deren
Bedeutung eindeutig. Hier bieten wir mit unserem KLARsaurus ein
interaktives Angebot im deutschsprachigen Raum an, bei dem auch Laiinnen
und Laien verlässliche Definitionen finden können", erklärt Dr. Marlene
Stoll, die das Wörterbuch betreut. Sie betont: "Zum KLARsaurus können alle
einen Beitrag leisten, egal ob sie vom Fach sind oder nicht: Jede
Unterstützung hilft und macht psychologische Forschungsergebnisse für uns
alle verständlicher und zugänglicher!"

Auch wer hier einen Begriff vermisst, kann diesen über ein Formular
mitteilen, damit er im Lexikon aufgenommen wird. Interessierte können sich
auch zum Testlesen oder zum Mitwirken an den Texten registrieren. Alle
Texte werden vom Forschungsteam KLARpsy am ZPID verfasst bzw. überprüft
und dann der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Als Wissen für alle.

Ausführliche Informationen zum Angebot, Animationsfilme zum Verständnis
von Metaanalysen, die KLARpsy-Texte und der KLARsaurus sowie die Formulare
zum Mitmachen finden sich unter: www.klarpsy.de. In den Sozialen Medien
ist das Angebot unter klarpsy bei Instagram, Facebook und Pinterest zu
finden.