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KIT: InformatiKOM feierlich eröffnet: Neue Gebäude vereinen Informatik und Wissenschaftskommunikation

Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)  Amadeus Bramsiepe, KIT
Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT) Amadeus Bramsiepe, KIT
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Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)  Amadeus Bramsiepe, KIT
Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT) Amadeus Bramsiepe, KIT

Mit dem InformatiKOM am Adenauerring hat die Klaus Tschira Stiftung (KTS)
in dreijähriger Bauzeit zwei neue Gebäude für das Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) errichtet, die am9. November 2023 feierlich
eröffnet wurden. Auf mehr als 10 000 Quadratmetern vereinen sie fortan
Institute der Informatik mit Einrichtungen der Wissenschaftskommunikation
und der Angewandten Kulturwissenschaft unter einem Dach. Dabei stehen der
Austausch und die Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit im
Vordergrund.

„Wir sind überzeugt davon, dass Bildung und Forschung in der und aus der
Informatik zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft sind“, sagt
Professor Rafael Lang, Geschäftsführer für Forschung der Klaus Tschira
Stiftung. „Die Verflechtung von Forschung und Wissenschaftskommunikation
war für uns die größte Motivation, das InformatiKOM zu ermöglichen. Wir
schaffen hier erstklassige Lern- und Forschungsbedingungen.“

„Das InformatiKOM am KIT steht sowohl baulich als auch inhaltlich für
hochrelevante Aufgaben der Wissenschaft: Der Neubau fördert den
interdisziplinären Dialog und den Transfer in die Gesellschaft. Unter
einem Dach verbindet das InformatiKOM Informatik-Institute mit
Einrichtungen der Wissenschaftskommunikation und der Angewandten
Kulturwissenschaft – mit dem Ziel, disziplinübergreifende Erkenntnisse in
die Stadtgesellschaft zu tragen“, sagt Petra Olschowski, Ministerin für
Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Die Verbindung von
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation ist auch ein zentrales
Anliegen der Klaus Tschira Stiftung, durch deren großzügigen Einsatz das
InformatiKOM realisiert werden konnte. Als Ort für Forschung und Dialog
wünsche ich dem InformatiKOM und allen, die hier Zukunft gestalten, viel
Erfolg und viele Ideen.“

„Mit dem InformatiKOM erreichen wir einen weiteren Meilenstein nicht nur
im interdisziplinären Lehren und Forschen am KIT, sondern ganz besonders
auch beim für uns so wichtigen Dialog mit der Gesellschaft“, sagt
Professor Oliver Kraft, in Vertretung des Präsidenten des KIT. „Mit den
Einrichtungen, die hier unter einem Dach vereint sind, und den offenen
Räumen können Bürgerinnen und Bürger noch besser an Wissenschaft teilhaben
und wichtige Impulse setzen. Wir danken der Klaus Tschira Stiftung für ihr
großartiges Engagement.“

„Für unsere Grundstücke und Gebäude ist uns das Thema Nachhaltigkeit ein
besonderes Anliegen. Ich freue mich, dass mit dem Nachhaltigkeitssiegel
BNB das InformatiKOM einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Durch das
geschickte Einfügen der Neubauten wird die bestehende städtebauliche
Situation geordnet und aufgewertet. Das kraftvolle Gebäudeensemble weist
den Weg zum Campus. So wird die gewünschte Vernetzung mit der Stadt
gestaltet, die wir auch an anderen Orten anstreben“, sagt Ursula Orth,
Leitende Baudirektorin des Amts Karlsruhe des Landesbetriebs Vermögen und
Bau Baden-Württemberg.

„Das InformatiKOM führt die Idee des dialogischen Ansatzes zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft in eine völlig neue Dimension, indem es alle
Bürgerinnen und Bürger miteinbezieht. Das entspricht genau den Zielen, die
auch die Stadt Karlsruhe mit ihrem Wissenschaftsbüro verfolgt, nämlich:
dass die Wissenschaft ihre bedeutenden Fragestellungen und
Forschungsergebnisse intensiv mit der Gesellschaft diskutieren kann“, so
der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

10 000 Quadratmeter für Austausch und Begegnung

Das InformatiKOM bildet den zentralen Zugang zur Erweiterung des Campus
Süd des KIT in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang des Campus Süd, zur
KIT-Bibliothek und zum Audimax. Mit den beiden Gebäudeteilen hat die Klaus
Tschira Stiftung dem KIT insgesamt etwa 10 000 Quadratmeter Instituts- und
Lernflächen bereitgestellt. Nutzer des größeren Gebäudes InformatiKOM 1
sind neben Instituten der Informatik das Robot Design Atelier, der
Studiengang Wissenschaft-Medien-Kommunikation, das Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) sowie das Nationale Institut
für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Im kleineren Nebengebäude
InformatiKOM 2 ist das Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive
Technologien, kurz ACCESS@KIT, untergebracht.

Die beiden Gebäudeteile hat das Darmstädter Architekturbüro Bernhardt +
Partner Architekten so konzipiert, dass sie eine Begegnung zwischen der
Informatik und der Wissenschaftskommunikation sowie den Austausch mit der
Öffentlichkeit fördern. So ist das zentral im Gebäude liegende,
zweigeschossige Labor der Mess- und Regelungstechnik so gestaltet, dass
Besucherinnen und Besucher im Erdgeschoss durch eine Verglasung Einblicke
in die wissenschaftliche Arbeit der Robotik erhalten. Drei breite Foyer-
Treppen verbinden die offenen Raumbereiche vom Erdgeschoss bis zum dritten
Obergeschoss und dienen zusätzlich als Sitzflächen. Die untere Foyer-
Treppe soll außerdem als Tribüne für öffentliche Vorträge und
Veranstaltungen genutzt werden. Freien Raum für Begegnung schafft auch das
offene Atrium mit einem durchsichtigen Luftkissendach, das alle Etagen und
Lernbereiche miteinander verbindet. Die beiden InformatiKOM-Gebäude sind
eine Schenkung der Klaus Tschira Stiftung an das Land Baden-Württemberg,
das sie wiederum zur Nutzung dem KIT überlässt. (ase)


Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik
und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie
wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015)
mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind:
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite
Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen
und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php