Maschinenbau-Student mit Schwerpunkt Wasserstofftechnik gehört zu den 33 besten Hochschulabsolventen Bayerns
Beim Kulturpreis Bayern treffen Kunst und Wissenschaft aufeinander: In
diesem Jahr wird in der Sparte der besten Hochschulabsolventen für die
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) Nils Lutz für seine
Masterarbeit im Bereich Wasserstofftechnik geehrt. Der Kulturpreis Bayern
wird gemeinsam vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und
Kunst und der Bayernwerk AG verliehen. Die Preisverleihung findet am
Donnerstag, 16. November, statt und wird ab 19 Uhr live im Franken
Fernsehen sowie online übertragen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Auszeichnung liegt auf der Wissenschaft. In
der gleichnamigen Sparte geht der Kulturpreis Bayern an 33 Absolventinnen
und Absolventen bayerischer Hochschulen und Universitäten. Sie wurden von
den Hochschulen ausgewählt, an der sie ihre Abschlussarbeit eingereicht
hatten. Staatsminister Markus Blume betont: „33 neue Sterne am bayerischen
Forschungshimmel: Die Preisträger beleben mit ihrem Ideenreichtum unseren
Wissenschaftsstandort. Allen Absolventinnen und Absolventen wünsche ich
das Beste für ihren Lebensweg. Machen Sie weiter so – Sie sind die Zukunft
unseres Landes!“
Simulation ermöglicht Effizienzsteigerung
Der in Dettelbach lebende Nils Lutz wird für seine Masterarbeit im
Studiengang Produkt- und Systementwicklung (Fakultät Maschinenbau) geehrt.
In seiner Arbeit geht es um den Alterungsprozess von Elektrolysezellen,
welche zur Herstellung von grünem Wasserstoff genutzt werden und daher
einen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft leisten. Die Membran der
Zellen, die bei der Elektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff verwendet
werden, benötigt spezielle Eigenschaften, um die bestmögliche Leistung zu
erzielen. In seiner Masterarbeit erforschte Nils Lutz die Alterung der
protonenleitenden Membranen aus Polymermaterialien. Durch die Alterung
verschlechtern sich die Eigenschaften der Membranen und es verringert sich
der Wirkungsgrad der Elektrolyse. Nils Lutz beschrieb die
Alterungsphänomene durch thermodynamisch-chemische Berechnungsgleichungen
und erstellte mit Hilfe dieser Gleichungen ein Simulationsprogramm zur
Vorhersage des Alterungsprozesses von Membranen und zur Berechnung des
Verhaltens der Elektrolysezellen. Das Verständnis und die Vorhersagbarkeit
des Alterungsprozesses ist entscheidend, um auch zukünftig durch dünnere
Membranen weitere Effizienzsteigerungen zu erreichen und gleichzeitig eine
sichere Trennung der entstehenden Gase zu gewährleisten.
„Ich war überrascht, mit dem Preis ausgezeichnet zu werden, und habe mich
gleichzeitig sehr gefreut“, sagt Nils Lutz. „Ich bin sehr dankbar für die
Menschen um mich herum, die durch ihre Unterstützung einen großen Anteil
am Gelingen der Arbeit und meinem Studium haben.“ Seit dem Abschluss
seines Masterstudiums arbeitet Lutz weiterhin in der Wasserstoff-Branche:
„Ich möchte privat und beruflich meinen Beitrag zu einer nachhaltigen
Lebensweise leisten. Beruflich bekomme ich die Chance, in der Entwicklung
in der Wasserstoff-Branche zu arbeiten und in einem schnell wachsenden
Feld viel Neues zu lernen.“
Auszeichnung motiviert THWS-Wasserstoffteam
Prof. Dr. Johannes Paulus, Dekan der Fakultät Maschinenbau, gratuliert:
„Als betreuender Professor der Masterarbeit freue ich mich auch persönlich
besonders über die Auszeichnung für Herrn Lutz. Ich konnte den Weg und die
Entwicklung von Herrn Lutz über sein gesamtes Studium hinweg sehr gut
verfolgen. Er hat sich durch seine erstklassigen Leistungen hervorgetan
und parallel als wissenschaftliche Hilfskraft aktiv bei unseren
Forschungen mitgewirkt. Es war für mich eine besondere Freude und Ehre,
Herrn Lutz ausbilden zu dürfen. Die Auszeichnung für Herrn Lutz motiviert
unser ganzes Wasserstoffteam“, ergänzt Prof. Dr. Paulus. „Auf dem Gebiet
Wasserstofftechnik forscht die Fakultät Maschinenbau seit vielen Jahren.
Wir entwickeln, bauen und betreiben eigene Versuchseinrichtungen und
unterstützen die regionale und überregionale Industrie. Seit
Wintersemester 2021 bietet die Fakultät Maschinenbau einen deutschlandweit
einzigartigen Bachelorstudiengang Wasserstofftechnik an.“
Weitere Informationen:
Die Preisverleihung ist am 16. November ab 19 Uhr im Franken Fernsehen zu
sehen, im Live-Stream des Bayernwerks sowie auf den Social-Media-Kanälen
des Bayernwerks.
