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Forschen für eine nachhaltige Zukunft: 5 Jahre BayWISS-Verbundkolleg „Life Sciences und Grüne Technologien“

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Gesellschaftlicher Wandel erfordert ein umfassendes Umdenken. Seit fünf
Jahren beschäftigen sich Promovierende im BayWISS-Verbundkolleg „Life
Sciences und Grüne Technologien“ mit innovativen Lösungsansätzen in den
Lebenswissenschaften. Beim 5. Netzwerktreffen am 10. November am Campus
Weihenstephan präsentierten Forschende ihre Projekte und bewerteten das
Potenzial von Künstlicher Intelligenz.

Die jährlichen Netzwerktreffen des BayWISS-Verbundkollegs widmen sich
aktuellen Themen der Lebenswissenschaften, dabei immer im Fokus: die
Förderung von Lösungsansätzen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung
im Einklang mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.
Promovierende und Forschende der beteiligten Hochschulen und Universitäten
präsentieren dabei ihre aktuellen Projekte, geben Einblicke in die
Entwicklung neuer Forschungsvorhaben oder in spannende Zukunftsthemen.
„Die Netzwerktreffen bieten eine wertvolle Plattform für den Austausch
zwischen etablierten und jungen Forschenden“, sagt Prof. Dr. Christoph
Moning, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer an der Hochschule
Weihenstephan-Triesdorf (HSWT).

Die Verbundkollegprecher:innen Prof. Dr. Jörg Ewald (HSWT) und Prof. Dr.
Corina Vloth-Schuster (Universität Bayreuth) blickten in ihrer Begrüßung
auf die Meilensteine des BayWISS-Verbundkollegs seit der Gründung 2018
zurück. 25 Promovierende und 43 Professor:innen wurden seitdem
aufgenommen. Zu den drei Trägerhoschulen – die HSWT als Sitzhochschule, TH
Deggendorf und Universität Bayreuth – sind sechs weitere
Mitgliedshochschulen beigetreten. Dazu gehören die TU München, Ludwig-
Maximilians-Universität München, Universität Passau, HAW Landshut,
Hochschule Ansbach und Hochschule Neu-Ulm.

KI in den Lebenswissenschaften

Das 5. Netzwerktreffen beleuchtete, wie die aus der Forschung entstehenden
Innovationen und nachhaltigen Entwicklungen in Bereichen wie Energie und
Landnutzung, oder Digitalisierung und Technologisierung von der Anwendung
von Künstlicher Intelligenz profitieren und welchen Herausforderungen die
Forschenden gegenüberstehen.

Vier Doktorand:innen der HSWT stellten in Zusammenhang mit diesem
Themenkomplex ihre Forschungsprojekte vor. Matías Olivera thematisiert in
seinem Projekt die Identifizierung der Ursache für Schäden bei der
Produktion von Topfkräutern und die Entwicklung von Vermeidungsstrategien
und Gegenmaßnahmen. Leonie Hahn forscht an der Entwicklung eines
Frühwarnsystems für den Bewässerungsbedarf von Forstkulturen. In seiner
Arbeit beschäftigt sich Christoph Bader mit der Frage nach der Akzeptanz
eines On-Farm-Energiemanagementsystems im automatisierten Milchviehstall.
Die Gewinnerin des BayWISS-Preis 2022, Sabine Wittmann, setzt sich in
ihrem Projekt mit der Optimierung der pflanzlichen Rohstoffproduktion in
Indoor Farming Systemen auseinander.

Viele weitere Forschungsthemen konnten im anschließenden Programmpunkt
Science Café mit einer Postersession und Networking begutachtet werden. In
verschiedenen Workshops ging es um die Unterstützung von KI-Modellen bei
der wissenschaftlichen Arbeit. Prof. Dr. Marin Zec, Professor für
angewandte Informatik an der Hochschule München, erörterte und diskutierte
in einer Keynote die wachsende Rolle und die Grenzen der Künstlichen
Intelligenz bei der Wissensarbeit.

Innovative Kooperationskultur im Fachforum Verbundpromotion

Das Fachforum Verbundpromotion des Bayerischen Wissenschaftsforums
(BayWISS) https://www.baywiss.de/verbundpromotion setzt sich aktuell aus
elf Verbundkollegs zusammen. BayWISS-Verbundkollegs sind themenspezifische
Plattformen und Netzwerke für junge und erfahrene Forschende und stärken
die Kultur des wissenschaftlichen Austauschs zwischen bayerischen HAWs und
Universitäten. Unterstützt werden im BayWISS-Verbundkolleg „Life Sciences
und Grüne Technologien“ Promotionsprojekte aus den Lebens- und
Umweltwissenschaften, die thematisch in den Bereichen nachhaltige Land-
und Forstwirtschaft, Klimawandel, Umwelt und Biodiversität,
Ernährungssicherheit und Management der natürlichen Ressourcen angesiedelt
sind.

Verfasserin: Amanda Murtezaj, Pressereferentin HSWT