„Von Alaska bis Feuerland“: mit dem „Wissen entgrenzen“-Podcast auf den Spuren der Mobilität in Amerika
In der aktuellen Episode des Podcasts „Wissen entgrenzen“ begeben sich die
Historiker Andreas Greiner und Mario Peters vom Deutschen Historischen
Institut (DHI) Washington auf eine Reise durch die Geschichte der
Mobilität und Verkehrsinfrastrukturen Amerikas im späten 19. und frühen
20. Jahrhundert.
Von den Nadelwäldern Alaskas, über die Wüste Kaliforniens durch die
tropischen Regenwälder Lateinamerikas bis zur südlichsten Spitze
Argentiniens: Bereits im 19. Jahrhundert träumten gewiefte Geschäftsleute,
ehrgeizige Politiker und findige Ingenieure von einer durchgehenden
Verkehrsachse, um den nord- und südamerikanischen Kontinent miteinander zu
verbinden. Mario Peters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Washington,
forscht zu zwei wegweisenden Infrastrukturprojekten der damaligen Zeit:
der Idee einer interamerikanischen Eisenbahn am Ende des 19. Jahrhunderts
und dem Konzept einer interkontinentalen Autobahn in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts. Beide Projekte hatten nicht nur das Ziel, das Reisen auf
dem amerikanischen Kontinent zu erleichtern, sondern waren auch von
wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen getrieben, wie Mario Peters
im Podcast erläutert.
Andreas Greiner, ebenfalls Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI
Washington, forscht zur Entstehung des modernen Luftverkehrs in der
Zwischenkriegszeit. Die Podcastfolge beleuchtet die Rolle der zivilen
Luftfahrt ab den späten 1920er Jahren und wie die USA die Entwicklung
dieses Verkehrsmittels unterstützten, um ihren geopolitischen Einfluss zu
stärken und einen schnelleren Post- und Warenverkehr zu ermöglichen.
Darüber hinaus diskutieren die Forscher, wie diese historischen
Entwicklungen mit aktuellen Fragestellungen im Bereich der Migration
verbunden sind und zeigen auf, wie die Mobilitätsgeschichte von damals bis
in die Gegenwart nachwirkt.
Jetzt auf Soundcloud und Spotify: „Wissen entgrenzen #16: Mobilität in den
Amerikas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert“. „Wissen entgrenzen“
ist ein Podcast-Projekt der Max Weber Stiftung in Zusammenarbeit mit ihren
Auslandsinstituten. Moderation Janine Funke, Redaktion Lena Rüßing.
https://soundcloud.com/maxwebe
spaten-19-und-fruhen-20-jahrhu
Deutsches Historisches Institut Washington
Das Deutsche Historische Institut (DHI) Washington mit seinem Pazifikbüro
an der University of California, Berkeley, ist ein Zentrum für
transatlantische, transregionale und transozeanische historische
Forschung. Durch seine Förderprogramme, Veranstaltungen und Publikationen
dient das DHI Washington als Brückenbauer über Länder- und
Disziplingrenzen hinweg. Deutsche/Europäische und Jüdische Geschichte,
amerikanische und transatlantische Geschichte sowie globale und
transregionale Geschichte markieren die strukturgebenden Arbeitsbereiche
des Instituts, Migration und Mobilität, Wissensgeschichte und Digital
History seine profilgebenden Forschungsschwerpunkte.
Max Weber Stiftung
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im
Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros.
Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im
Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die
MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und
sozialwissenschaftliche Forschung.
Weiterlesen im MWS-Themenportal
Mario Peters: ‚In sieben Tagen von Rio nach New York!‘ Panamerikanismus,
Mobilität und Wissen:
https://www.maxweberstiftung.d
von-rio-nach-new-york-panameri
Andreas Greiner: Politik über den Wolken. Die Entstehung des modernen
Luftverkehrs in der Zwischenkriegszeit:
https://www.maxweberstiftung.d
wolken-die-entstehung-des-mode
zwischenkriegszeit.html
