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Symposium: Öffentliche Kommunikation in polarisierten Gesellschaften Podiumsgespräch zum Thema Wissenschaftskommunikation findet am 5. Dezember statt

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Mit der Rolle öffentlicher Kommunikation und ihren vielfältigen sozio-
politischen Bezügen in den iberoamerikanischen Gesellschaften beschäftigt
sich ein internationales Symposium an der Universität Heidelberg, das das
Heidelberg Center for Ibero-American Studies (HCIAS) vom 4. bis 6.
Dezember 2023 veranstaltet. Aus interdisziplinärer Perspektive erörtern
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welches analytische Potential
Kommunikation mit Blick auf Querschnittsthemen wie Demokratisierung und
demokratischer Rückschritt, gesellschaftliche Gegensätze und politisches
Vertrauen birgt. Im Rahmen der Veranstaltung findet am 5. Dezember ein
Podiumsgespräch zum Thema Wissenschaftskommunikation statt. Zu dieser
englischsprachigen Veranstaltung ist auch die interessierte Öffentlichkeit
eingeladen.

Öffentliche Kommunikation variiert nach den sozialen Kontexten, in denen
sie genutzt wird – von der Politik oder dem Gesundheitswesen über Fragen
des Umweltschutzes und der Sicherheit bis hin zu Wirtschaft und
Wissenschaft. In Zeiten des Wandels und der Krise muss sie in diesen
zentralen gesellschaftlichen Bereichen effektiv und zuverlässig sein, wie
die Veranstalter des HCIAS-Symposiums betonen. Doch gerade die neuen
digitalen Kommunikationsräume bieten auch eine Plattform für Polarisierung
sowie den Vormarsch von Populismus und Radikalisierung. Mit der Frage, wie
sich öffentliche Kommunikation in polarisierten Gesellschaften
widerspiegelt und welche Aussagen sich aus aktuellen
Kommunikationsphänomen über gesellschaftliche Zustände ableiten lassen,
befasst sich das „1st HCIAS Symposium on Ibero-American Studies:
Communication in Polarized Societies“.

Die Veranstaltung fokussiert sich insbesondere auf die Länder Ibero-
Amerikas, die mit ihren vielfältigen regionalen und weltweiten
Verflechtungen hochdynamische soziokulturelle Transformationsprozesse
durchlaufen, wie der Direktor des HCIAS, Prof. Dr. Francisco Moreno-
Fernández, hervorhebt. Einen Schwerpunkt bilden in diesem Zusammenhang die
Area Studies und die Frage nach ihrem Potential, aktuelle
Kommunikationsphänomene auf der Grundlage eines profunden regionalen
Wissens zu analysieren und zu interpretieren. Neben den Fachvorträgen soll
das HCIAS-Symposium vor allem auch als Austauschplattform für den
wissenschaftlichen Nachwuchs dienen. Erwartet werden rund 60 Forscherinnen
und Forscher aus Deutschland, Europa, Lateinamerika und den USA.

Die Rolle der Wissenschaftskommunikation in polarisierten Gesellschaften
ist Thema des Podiumsgesprächs, das im Rahmen des HCIAS-Symposiums am 5.
Dezember stattfindet. Dabei geht es um Wissenschaft und Wissen als
gemeinsames Gut in demokratischen Gesellschaften sowie die
Herausforderungen, denen sich öffentliche Kommunikation angesichts von
Wissenschaftsskepsis und Misstrauen in den digitalen Kommunikationsräumen
zu stellen hat. Teilnehmer der Diskussionsrunde sind Prof. Dr. David
Kaldewey, Direktor der Abteilung Wissenschaftsforschung am Forum
Internationale Wissenschaft der Universität Bonn und Geschäftsführender
Direktor des Forums, sowie Dr. Elena Lázaro Real, Koordinatorin der
Scientific Culture Unit an der Universität Córdoba (Spanien). Für die
Praxis der Kommunikation sprechen Jon Chase, Wissenschaftskommunikator an
der Universität Leiden (Niederlande), und Wissenschaftsjournalist Martin
Enserink, Inhaber der aktuellen Nature Marsilius Gastprofessur für
Wissenschaftskommunikation an der Universität Heidelberg. Das
Podiumsgespräch findet im Marsilius-Kolleg, Im Neuenheimer Feld 130.1,
statt und beginnt um 18.30 Uhr.