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Junge Männer für das Pflege-Studium begeistern – Projekt PEPe an der ehs gestartet

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Die Arbeit in der Pflege wird nach wie vor mit Weiblichkeit und Frau-Sein
assoziiert. Um auch junge Männer für dieses Tätigkeitsfeld zu begeistern,
startete im Dezember das Projekt „Pflegediensthelferkurse als Einstieg in
das Pflegestudium“, kurz PEPe, an der Evangelischen Hochschule Dresden
(ehs). PEPe führt gezielt für junge Männer Workshops und
Pflegediensthelferkurse durch.

Junge Männer, die sich für den Beruf des Pflegefachmannes interessieren
bzw. ihn ergreifen möchten, sind häufig von Geschlechterstereotypen und
homophoben Vorurteilen betroffen. Gleichzeitig bietet der Beruf zahlreiche
positive Anreize, die ihn auch für junge Männer attraktiv machen. So
verbindet die Arbeit in der Pflege wissenschaftliche, soziale, technische,
kommunikative und digitale Aspekte. Sie bietet eine Vielzahl von
Qualifikations- und Karriereoptionen sowie Tätigkeitsfeldern. Vielen
Menschen erfüllt die Arbeit auch das Bedürfnis nach einer sinnhaften
Tätigkeit und Zukunftssicherheit.
Mit dem Projekt sollen Barrieren, die einen Einstieg männlicher
Jugendlicher in das Pflegestudium erschweren, abgebaut werden. Dazu werden
an der ehs 2024 und 2025 mehrere vierstündige Workshops und dreiwöchige
Pflegediensthelferkurse durchgeführt. Die Professorin für
Pflege/Pflegewissenschaft Dr. Anja Katharina Peters, die das Projekt ins
Leben gerufen hat, sagt dazu:
„Wir möchten junge Männer an das Berufsfeld heranführen und ihnen
ermöglichen, mit männlichen Berufsvorbildern in Kontakt zu kommen.
Gleichzeitig wollen wir im Projekt genderneutrale Lehrmaterialien
erarbeiten, die dann in ein geschlechtersensibles Lehrkonzept für die
Pflege einfließen. Wir können uns nicht länger erlauben, das Potential von
am Pflegeberuf interessierten jungen Männern brach liegen zu lassen“.
Als Anreiz zur Teilnahme am Programm dient die Möglichkeit, den Erste-
Hilfe-Kurs zu absolvieren und ein Zertifikat als Pflegediensthelfer zu
erlangen.
Das Projekt hat eine Laufzeit bis Herbst 2025.