Neues Projekt: Quantenphysik für alle!
GALaQSci macht die Welt der Quanten spielerisch zugänglich und nutzt dafür
Augmented Reality und Künstliche Intelligenz.
Das Potenzial von Quantentechnologien für Industrie und Gesellschaft wird
immer größer. Gleichzeitig sind die zugrundeliegenden Quantenphänomene und
-konzepte sehr abstrakt und im Vergleich zu Alltagsphänomen nicht intuitiv
begreifbar. Das neue Projekt „Gamifiziertes und KI-kooperatives Lernen an
Quantentechnologien (GALaQSci)“ hat sich zum Ziel gesetzt, dieses komplexe
Feld für alle zugänglich zu machen. Das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung mit 1,7 Millionen Euro geförderte Projekt ist eine
Kooperation der Fakultät für Physik der LMU, der Technischen Universität
München und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik.
„Wir wollen ein adaptiv-hybrides Smartphone-Spiel entwickeln, um die
grundlegenden Gesetze der Quantenphysik und ihre technologischen
Anwendungen Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie der
interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen“, erklärt
Projektkoordinator Dr. Stefan Küchemann von der Physik-Fakultät der LMU.
Das Spiel soll Themen wie den Bau eines Quantensensors, die
Datenverschlüsselung mit Quantenkryptographie und die Datenverarbeitung
durch einen Quantencomputer abdecken.
KI-Spielpartner in erweiterten Realitäten
„Was GALaQSci auszeichnet, ist seine innovative Nutzung von künstlicher
Intelligenz“, so Professor Jochen Kuhn, Leiter des Lehrstuhls für Didaktik
der Physik an der LMU. Das Spiel ermögliche die Zusammenarbeit mit einem
virtuellen, auf KI basierenden Spielcharakter und biete so ein
einzigartiges, interaktives Lernerlebnis. „Dieser neuartige Ansatz
erreicht nicht nur ein breites Publikum über eine Smartphone-App, sondern
bietet auch einen individualisierten Zugang für Bildungseinrichtungen und
Wissenschaftszentren.“
Zusätzlich soll das Spiel durch eine Augmented Reality (AR)-Variante
erweitert werden. So erreiche es die angesprochenen Zielgruppen sowohl in
plattformunabhängiger Form einer Smartphone-App als auch als haptisch und
körperlich erfahrbare AR-Variante mit virtuell angereicherten Real-
Experimenten. „Dadurch erhält eine breite Öffentlichkeit einen
spielerischen Zugang mit geringer Eintrittsbarriere zu
Quantentechnologien, wodurch das Bewusstsein über Quantenphänomene
gesteigert und so eine optimale Basis für ein Konzeptverständnis geboten
wird“, meint Küchemann.
