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Digital Future Challenge 2024: Die Gewinner stehen fest

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Kindgerecht und datenbasiert: EduPin gewinnt Studierenden-Wettbewerb mit
digitalem Ansteck-Pin für die anonyme Aufzeichnung der Bewegungsdaten von
Kindern.
Digitalminister Dr. Volker Wissing hebt Innovationskraft junger Generation
hervor.
Digital Future Challenge sucht nach ethisch verantwortungsvollen Lösungen
für Künstliche Intelligenz und stellt Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro
bereit.

Das Team von EduPin (Technische Universität München) hat die Digital
Future Challenge DFC#4 mit einem digitalen Ansteck-Pin für Kinder
gewonnen, der automatisiert Hilfestellung im Verkehr gibt und die
Bewegungsdaten der Kids anonym aufzeichnet und für die Verkehrsplanung zur
Verfügung stellen kann. Besonders überzeugend fand die Jury, dass
hierdurch eine datenbasierte und kindgerechte Verkehrsplanung in Kommunen
möglich wird, die zu höherer Verkehrssicherheit führt. Der von der
Initiative D21 und der Deloitte-Stiftung ausgerichtete Studierenden-
Wettbewerb suchte nach Best-Practice-Lösungen für einen
verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ökologische und
soziale Aspekte und eine Governance-Perspektive standen dabei im Fokus.
Die KI-Lösung von EduPin hat diese Anforderungen vorbildlich umgesetzt.
Alexander Wiener von EduPin erklärt: „Wo wir mit dem Gerät selber landen,
ist noch ziemlich offen. Wir haben uns bereits mit Partnern über
Weiterentwicklungsmöglichkeiten ausgetauscht. Auch PD hat uns mitgeteilt,
dass sie im Austausch mit Leitern von mehreren Kommunen stehen, die den
EduPin ausprobieren möchten. Die erste Version des EduPins könnten wir in
den nächsten sechs Monaten fertig entwickelt haben.“

An der vierten Edition nahmen über 50 Studierendenteams aus der ganzen
Bundesrepublik teil, diese hatten bis Ende November 2023 ihre Ideen
eingereicht. Eine Jury wählte fünf Finalistenteams aus, die ihre Projekte
stetig weiterentwickelten und beim Finale am 8. Februar 2024
präsentierten:
•       AI Allies (Ludwig-Maximilian-Universität München) mit einer
inklusiven Gestaltung von Chatbots für den Kund*innenservice
•       BeyondTheBarrier (HTW Berlin) mit einer KI für biasfreie
Interaktionen, die Kundenbedürfnisse der Conversational AI’s
zusammenführt, die beispielsweise Chatbots zugrunde liegen
•       EduPin (TU München) mit einem digitalen Ansteck-Pin für Kinder,
der Bewegungsdaten anonym aufzeichnet und Kommunen bei der datenbasierten,
kindgerechten Verkehrsplanung hilft
•       GridHarmony (TU Hamburg) mit einer App, die KI-gestützt Vorschläge
für faire Stromverteilung macht und dabei nachhaltige Entscheidungen durch
ein Stromguthaben belohnt
•       PowerBalance (TU München) mit einer Energieplattform, die
Haushalte unterstützt, ihren Verbrauch anzupassen, Kosten zu sparen und
als Gemeinschaft die Energiewende voranzubringen.

Bei der Umsetzung arbeiteten die Studierendenteams eng mit Unternehmen und
Organisationen zusammen, die mit konkreten „Use Cases“ nach passenden KI-
Lösungen suchten. Die studentischen Teams setzten sich intensiv mit Fragen
der Ökobilanz, vorurteilsfreien Interaktion und nachhaltigen Steuerung
auseinander und brachten gelungene Beispiele für einen
verantwortungsbewussten Umgang mit KI hervor.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert die Digital Future
Challenge, Bundesminister Dr. Volker Wissing übernahm die Schirmherrschaft
des Wettbewerbs und kommentierte zum Finale: „Künstliche Intelligenz ist
ein echter Gamechanger. Sie wird unsere Effizienz, die Art, wie wir
arbeiten und denken massiv verändern. Es ist daher wichtig, dass wir uns
alle mit dieser Technologie auseinandersetzen und herausfinden, wo KI
unser Leben besser machen kann. Das große Interesse an der diesjährigen
Digital Future Challenge zeigt: Junge Menschen wollen hier aktiv
mitgestalten und dazu beitragen, dass KI zum Guten eingesetzt wird. Diese
Innovationskraft müssen wir entfesseln, indem wir Freiräume für
Innovationen schaffen, Technologieoffenheit fördern und bürokratische
Hürden für junge Gründerinnen und Entwickler abbauen.“

Marc Reinhardt, Präsident der Initiative D21, kommentiert: „In Zeiten, in
denen generative KI oft als riskant diskutiert wird, zeigen viele
Studierendenprojekte ermutigend, dass dies nicht unausweichlich, sondern
gestaltbar ist. KI kann verantwortungsvoll genutzt werden und darüber
hinaus sogar in vielen Anwendungsfällen Nachhaltigkeit und positive
soziale Auswirkungen fördern. Ich bin zuversichtlich, dass die junge
Generation als Entscheidungsträger*innen von morgen mit Hilfe von KI
wichtige Impulse für die öko-digitale Transformation und die Nutzung von
KI setzen wird.“

Der alljährliche Studierendenwettbewerb Digital Future Challenge macht es
sich zur Aufgabe, Verantwortungsbewusstsein im Sinne von Corporate Digital
Responsibility unter jungen Menschen zu wecken. In der vierten Edition im
Wintersemester 2023/24 stand der verantwortungsvolle Umgang mit
Künstlicher Intelligenz im Fokus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
hatten die Aufgabe, den ökonomischen Nutzen von KI mit ethischen
Wertvorstellungen wie Nachhaltigkeit, Ökologie und sozialen Impact zu
vereinbaren. Hierbei kooperierten die Studierenden mit Organisationen wie
adesso, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Telekom, Honda Research Institute
Europe, IBM, ING, PD, ReFrastructure und Telefónica O2. Preisgelder in
Höhe von 10.000 Euro standen zur Verfügung.

Über die Jury
Der Jury gehörten an: Eva Achterhold (LMU München), Ben Brake
(Bundesministerium für Digitales und Verkehr), Maria Hinz (Barmer), Yara
Hoffmann (Journalistin), Simone Kaiser (CeRRI, Fraunhofer IAO), Prof. Dr.
Cordula Meckenstock & Tobias Fausch (BayWa), Dr. Andreas Nauerz (Bosch
Digital), Prof. Dr. Frank Passing (International University), Heidi
Schultz (SAP), Dr. Christina Strobel (Algo Trust).