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H Dortmund baut Forschungsbrücke nach Pakistan

Prof. Dr. Casten Wolff  Matthias Kleinen  FH Dortmund
Prof. Dr. Casten Wolff Matthias Kleinen FH Dortmund
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Prof. Dr. Casten Wolff  Matthias Kleinen  FH Dortmund
Prof. Dr. Casten Wolff Matthias Kleinen FH Dortmund

Die Fachhochschule Dortmund baut ihre Internationalisierungsaktivitäten
aus. Mit dem SusProLab – Kurzform für „Sustainable Project Management Lab“
– wird eine internationale Forscher*innengruppe zu nachhaltigem
Projektmanagement unter Beteiligung der COMSATS Universität in Islamabad
(Pakistan) und der FH Dortmund initiiert.

Das Ziel des SusProLab: Entwicklungsprojekte in Pakistan zu nachhaltigem
Erfolg führen. Denn bislang bleiben viele Projekte in dem Land hinter den
Erwartungen zurück. „Eine höhere Erfolgsquote und verbesserte
Nachhaltigkeit und Langzeitwirkung der Projekte ist substanziell für die
Entwicklung des Landes“, betont Prof. Dr. Carsten Wolff, Informatik-
Professor am Institut für die Digitalisierung von Arbeits- und
Lebenswelten (IDiAL) der FH Dortmund. Dabei gehe es nicht nur um
ökologische Nachhaltigkeit, sondern auch um wirtschaftlich und
gesellschaftlich nachhaltige Aspekte. Der Deutsche Akademische
Austauschdienst (DAAD) unterstützt das Projekt mit fast 80.000 Euro für
zwei Jahre.

Professor Carsten Wolff ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit trotz
der 5.529 Kilometer Luftlinien-Distanz schnell und reibungslos
funktionieren wird, denn die Projektpartner kennen sich bereits. Prof. Dr.
Rao Aamir Ali Khan, Assistenzprofessor für Management Studies an der
COMSATS in Islamabad, hat an der FH Dortmund seinen Abschluss im „European
Master in Project Management“ (EuroMPM) gemacht. An der Universität Kassel
promovierte er danach zusammen mit Prof. Dr. Jan Christoph Albrecht, der
2021 als Professor für Projektmanagement an die FH Dortmund berufen wurde.
Und eine Studentin, die Prof. Khan in Pakistan erfolgreich zum
Masterabschluss geführt hat, promoviert inzwischen an der FH Dortmund in
Kooperation mit der Universität des Baskenlandes in Bilbao. „Forschungs-
und Lehrkooperation zwischen der COMSATS und der FH Dortmund bestehen
bereits“, sagt Carsten Wolff. „Diese wollen wir deutlich ausbauen.“

Konkret will sich die Forscher*innengruppe Projekte zur Installation
sogenannter Mini Hydro Power Plants (MHPP) anschauen. Diese Mini-
Wasserkraftwerke eignen sich für die dezentrale Stromversorgung im
ländlichen Raum. Jedoch werden viele der von internationalen Geldgebern
geförderten MHPPs nicht fertiggestellt oder sind nach kurzer Zeit nicht
mehr funktionsfähig. Hier setzt die Arbeit des SusProLab ein. Die
Forscher*innen wollen Lösungen entwickeln, die ein Fortbestehen der
Projekte sicherstellen. Wo gibt es rechtliche Hürden? Wie kann die
Gemeinschaft im Ort nachhaltig eingebunden werden? Dazu werden Forschende
und Studierende aus Pakistan und Deutschland zusammenarbeiten. Carsten
Wolff geht davon aus, dass in dem Projekt zudem mehrere Master- und
Doktorarbeiten zwischen Studierenden aus Pakistan, der FH Dortmund und den
EuroPIM-Universitäten entstehen können und so die Basis für ein
langfristiges Lehr- und Forschungsengagement gelegt wird.