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Die Zukunft der Ernährung: Welche Rolle spielen gentechnisch veränderte Pflanzen?

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Gemeinsame Pressemitteilung
Talkreihe „Enter Science“ thematisiert „grüne Gentechnik“ / Expert*innen
und Publikum diskutieren am 20. März in der Bundeskunsthalle

Seit über einer Generation wird darüber gestritten, ob Pflanzen
gentechnisch verändert werden dürfen. Auch herrscht in Politik und
Gesellschaft Uneinigkeit darüber, ob von Lebensmitteln, bei deren
Erzeugung auch gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt werden,
gesundheitliche Gefahren ausgehen. Die neuen Methoden der Genomeditierung
erlauben eine präzise Veränderung innerhalb des Genoms der Pflanze. Aus
Sicht der Wissenschaft sind solche Veränderungen, die auch durch
klassische Züchtung hätten entstehen können, unbedenklich. Zudem bieten
genomische Techniken die Möglichkeit, etwa dürretolerante Kulturpflanzen
zu züchten oder solche, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen oder
frei von Allergenen sind. Die neuen Techniken bieten damit die Chance, den
weltweit steigenden Bedarf an Lebensmitteln durch eine effizientere
Produktion nachhaltig zu sichern.

In Deutschland steht das Label „Ohne Gentechnik“ oft in einer Reihe mit
Gütesiegeln, die ein Produkt als qualitätvoll und gesund auszeichnen,
obwohl es keinerlei Aussagen über den ernährungsphysiologischen Wert eines
Produkts zulässt. So wird Sicherheit in Bezug auf vermeintliche
Gesundheitsrisiken suggeriert und es steigt die Gefahr, dass Gentechnik
per se als gefährlich und gesundheitsschädlich wahrgenommen wird. Warum
ist das so? Wie kann man das Vertrauen in Produkte mit „grüner Gentechnik“
und deren gesundheitliche Unbedenklichkeit stärken? Was kann die Akzeptanz
in der Bevölkerung erhöhen? Und können wir uns den Verzicht auf eine
effizientere Landwirtschaft angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung
und durch den Klimawandel bedingte Ernteeinbrüche noch leisten?

Auf diese Fragen suchen Podiumsgäst*innen und Publikum am 20. März in der
Bundeskunsthalle gemeinsam nach Antworten. Die Soziologin Professorin Dr.
Jana Rückert-John (Hochschule Fulda), Expertin für die Soziologie des
Essens, der Agrarökonom Professor Dr. Matin Qaim (Rheinische Friedrich-
Wilhelms-Universität Bonn) und der Präsident des Vereins Bioland e.V., Jan
Plagge, beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Das
Publikum vor Ort ist eingeladen, Fragen zu stellen und sich zu den
Expert*innen an den Tisch zu setzen, um mit ihnen zu diskutieren.
Moderiert wird die Diskussion von Christina Sartori und Tobias Altehenger.

Für Auszubildende, Schüler*innen und Studierende ist der Eintritt
kostenfrei.

Die Veranstaltung wird auch online per Livestream übertragen.

Die Veranstaltungsreihe „Enter Science“ wird gemeinsam von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Bundeskunsthalle ausgerichtet. Sie
widmet sich den großen Themen der Gegenwart und bringt Expert*innen mit
dem Publikum ins Gespräch, wobei das Publikum zu einer aktiven Teilnahme
an der Diskussion eingeladen ist.

Weiterführende Informationen

Zum YouTube-Kanal der DFG, auf dem der „Enter Science“-Livestream zu sehen
sein wird:
www.youtube.com/user/DFGScienceTV

Die Veranstaltung findet am 20. März 2024 im Forum der Bundeskunsthalle
(Museumsmeile Bonn, Helmut-Kohl-Allee 4, 53113 Bonn) statt; Einlass ab
18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr; Eintritt: 10 € / ermäßigt 5 €
Tickets unter: www.bundeskunsthalle.de/enter-science
Für Auszubildende, Schüler*innen und Studierende ist der Eintritt
kostenfrei nach schriftlicher Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Informationen zur Reihe „Enter Science“ unter:
www.dfg.de/enter_science

Zum Instagram-Kanal von „Enter Science“:
www.instagram.com/enter_science