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Forschungsprojekt zu wirksamem Schutz vor Starkregen (Weltwassertag 22. März)

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Mit dem Ziel einer umfassenden Analyse des Risikos von Starkregen sowie
von wirksamen Präventionsmaßnahmen ist ein neues Forschungsprojekt der
Hochschule Coburg gestartet.

Überfluteter Keller, nasser Dachboden, feuchte Wände: Die Folgen von
starken Regenfällen können vielfältig sein. Doch welche Maßnahmen am Haus
sind sinnvoll, um den Schaden zu begrenzen oder sogar zu verhindern?
Welche helfen am besten und sind trotzdem günstig? Und was hat die
Wohngebäudeversicherung damit zu tun? Diese Fragen klären Forschende der
Hochschule Coburg in einem Projekt, das der Deutsche Verein für
Versicherungswissenschaft (DVfVW) mit etwa 40.000 Euro über eine Laufzeit
von einem Jahr fördert.

Der Umgang mit Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert ist eine große
Herausforderung. Gesellschaft und Politik diskutieren Lösungswege.
Beispielsweise steht die Pflichtversicherung für sogenannte
Elementarschäden an Häusern, also Schäden durch Wetterextreme wie Stark-
regen auf der politischen Agenda. Zu Starkregen können Karten mit
gefährdeten Gebieten beispielsweise auch in der Coburger Innenstadt
öffentlich abgerufen werden. „Angesichts der Diskussionen über eine
Versicherungspflicht gegen Naturkatastrophen ist Prävention auch wieder
stärker in den Blick geraten, sodass wir mit dem Forschungsprojekt auch zu
einer Versachlichung der doch teilweise ideologischen Debatte beitragen
können“, sagt Prof. Dr. Mirko Kraft, Professor für
Versicherungsbetriebslehre an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der
Hochschule Coburg.

Kraft leitet das Forschungsprojekt, in dem es darum geht, verschiedene
Baumaßnahmen ganz konkret auf Kosten und Nutzen zu untersuchen und die
vertragliche Gestaltung der Versicherungen in den Fokus zu nehmen. Das
bezieht sich beispielsweise auf Rabatte bei den Versicherungsprämien. Ziel
des Projekts ist eine umfassende Analyse des Risikos von Starkregen und
dessen Prävention. Dabei wird auf praxisnahe Umsetzung und theoretisch
fundierte Erkenntnisse gesetzt sowie wie durch beispielhafte Kommunen in
Bayern, Regionalität gefördert.

Prof. Dr. Mirko Kraft vertritt den Bereich Versicherungswissenschaften.
Prof. Dr. Andreas Weiß von der Fakultät Design bringt zusätzlich die
Expertise aus den Bereichen Wasserbau und Siedlungswirtschaft ein. Die
beiden Coburger Wissenschaftler kooperieren in dem Projekt mit Prof. Dr.
Christoph Schwarzbach Professor für Gesundheits- & Versicherungsökonomie
an der Europäischen Fernhochschule Hamburg. Außerdem unterstützen an der
Hochschule Coburg noch zwei wissenschaftliche Mitarbeitende, Larissa
Fischer und Jannik Wolf, das Forschungsprojekt.