Bundeskanzler beruft Expert:innenrat „Gesundheit und Resilienz" - Prof. Susanne Moebus ist Co-Vorsitzende
Das neue Gremium hat das Ziel, wissenschaftlich orientiert das
Gesundheitswesen und die Gesellschaft bestmöglich vor künftigen
Gesundheitskrisen zu schützen. Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßte am
18.03.2024 die Mitglieder des Expert:innenrats zur konstituierenden
Sitzung. Prof. Dr. Susanne Moebus von der Essener Universitätsmedizin hat
den Co-Vorsitz des neuen Expert:innenrats „Gesundheit und Resilienz“
übernommen.
Die Leiterin des Instituts für Urban Public Health an der
Universitätsmedizin Essen, Prof. Dr. Susanne Moebus, sieht in der Berufung
als Co-Vorsitzende in den Expert:innenrat eine große Chance für die
weitere Entwicklung der öffentlichen Gesundheit: „Als
Gesundheitswissenschaftlerin und Epidemiologin liegt mein Fokus auf der
Entwicklung einer öffentlichen Gesundheitstrategie und damit der
Etablierung eines modernen Public Health Systems für Deutschland. Mich
interessiert u.a., wie wir die bestehenden Instrumente aus Public Health
und der Gesundheitsförderung quasi als
Co-Benefits für die anstehenden Herausforderungen wie Klimawandel und
soziale Ungleichheit nutzen und kommunizieren können. Wir brauchen
dringend ein modernes Gesundheitssystem, das sich durch
Widerstandsfähigkeit, Gerechtigkeit und hohe Flexibilität auszeichnet. In
unserem Institut für Urban Public Health an der Essener
Universitätsmedizin forschen wir hier zu Themen des Klimawandels und der
Gesundheit, aber auch zu neuen, flexibleren Methoden der
Gesundheitsberichterstattung durch Abwassermonitoring. Das umfasst auch
eine bessere akustische Qualität in sich immer mehr verdichtenden Städten.
Ich freue mich sehr auf die intensive und interdisziplinäre Zusammenarbeit
mit renommierten Kolleginnen und Kollegen.“
Der neue Expert:innenrat folgt auf den Corona-Expert:innenrat, der mit
fundierten Empfehlungen zur Bewältigung der Krise erheblich beigetragen
hat. Die Teilnehmer:innen werden Schwerpunktthemen ihrer Arbeit festlegen,
in regelmäßigen Stellungnahmen dazu informieren und bei akuten
Fragestellungen zur öffentlichen Gesundheit die Bundesregierung „ad hoc“
beraten. Dem Gremium gehören Wissenschaftler:innen unterschiedlicher
Fachrichtungen an, u.a. aus Public Health, Epidemiologie, Ethik, Medizin,
Pflegewissenschaft, Psychologie, Sozialwissenschaften und Virologie. Die
Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und unabhängig. Den Vorsitz übernimmt
Prof. Dr. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité.
