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Zi-Call for Papers (bis 30. Mai 2024): Regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung vor dem Tod

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Fast 7 Millionen Menschen benötigen in OECD-Ländern eine veränderte
medizinische Versorgung vor dem Tod // Bis 2050 Anstieg auf über 10
Millionen erwartet

Nach dem aktuellen OECD-Bericht „Time for Better Care at the End of Life“
sind viele Menschen in der finalen Lebensphase sowohl mit einer
medizinische Über- wie Unterversorgung konfrontiert. Gemessen am Wunsch
der meisten Patientinnen und Patienten, möglichst zuhause zu sterben,
findet insbesondere für betagte Menschen zu häufig eine
ressourcenintensive stationäre Versorgung statt. Gleichzeitig wird im
Bereich der palliativen Versorgungsangebote für terminal erkrankte
Patientinnen und Patienten oftmals eine Unterversorgung festgestellt. Die
Zahl der Betroffenen in der Europäischen Union dürfte nach OECD-
Schätzungen von rund 7 Millionen jährlich vor Beginn der Corona-Pandemie
auf rund 10 Millionen jährlich im Jahr 2050 ansteigen. Ein wertvoller
Ansatz, um Lücken in der personenzentrierten Unterstützung für Menschen zu
bestimmen, die sich dem Lebensende nähern, ist die Messung regionaler
Versorgungsunterschiede.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) lädt Forscher,
Praktiker, politische Entscheidungsträger und andere Interessengruppen
daher ein, ihre Beiträge zu unserem Call for Papers zum Thema regionale
und anbieterbezogene Unterschiede in der medizinischen Versorgung vor dem
Tod einzureichen. Diese interdisziplinäre Untersuchung zielt darauf ab,
verschiedene Aspekte zur Bereitstellung, Zugänglichkeit und Qualität der
Pflege in verschiedenen geografischen Regionen zu untersuchen.

Wir ermutigen Forscher, bevölkerungsbasierte Daten zu nutzen, um
Aufschluss über den Bedarf und die Bereitstellung von Palliativ- und
Sterbebegleitung zu geben. Die Untersuchung regionaler Bevölkerungsgruppen
und ihrer demografischen, sozioökonomischen und ethnischen Merkmale sowie
der verfügbaren Gesundheitsdienste wird zu einem umfassenden Verständnis
regionaler Unterschiede in der Sterbebegleitung beitragen.

Die Einreichungen sollten Originalforschung, theoretische
Rahmenbedingungen, Fallstudien, politische Analysen oder systematische
Übersichten enthalten, die zum Verständnis der Sterbebegleitung beitragen.
Wir begrüßen auch interdisziplinäre Perspektiven, die Erkenntnisse aus dem
Gesundheitswesen, den Sozialwissenschaften, der Ethik, dem Recht, der
Wirtschaft und anderen relevanten Disziplinen einbeziehen (>
https://link.springer.com/journal/43999/updates/25480820).

Akzeptierte Beiträge werden in einer speziellen Sammlung unserer
Zeitschrift „Research in Health Services and Regions“ veröffentlicht, die
sich der Wissenserweiterung und der Förderung evidenzbasierter Praktiken
in der medizinischen Versorgung vor dem Tod widmet. Dieser Call for Papers
bietet Forschern und Praktikern eine Plattform, um ihr Fachwissen zu
teilen, Ideen auszutauschen und zur Entwicklung von Richtlinien und
Interventionen beizutragen, die eine mitfühlende, gerechte und qualitativ
hochwertige Sterbebegleitung in verschiedenen Regionen gewährleisten.
Einsendeschluss ist der 30. Mai 2024.

Die Einreichung kann über den Editorial Manager erfolgen:
https://www.editorialmanager.com/rhsr/default1.aspx

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Chefredakteurin
Camila Gonzatto da Silva unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Die Informationen auf English sind hier zu finden:
https://link.springer.com/collections/dacehabiha