THWS-Studierende tüfteln auf Gran Canaria
Nachhaltigkeits-Makeathon zieht Teilnehmende aus 47 Ländern an
600 kreative Köpfe aus 47 Ländern tüfteln vier Tage lang an komplexen
Ingenieursaufgaben: Das ist die Grundidee des „Smart Green Island
Makeathon“, bei dem Teilnehmende aus Hochschulen und der Industrie in
interdisziplinären Teams zusammenkommen und für knifflige Probleme
nachhaltige Lösungen erarbeiten. Die Veranstaltung des Unternehmens ITQ
fand im Februar bereits zum siebten Mal statt, in diesem Jahr auf Gran
Canaria. Mit dabei waren acht Studierende der Technischen Hochschule
Würzburg-Schweinfurt (THWS), begleitet von Prof. Dr.-Ing. Jörg Missbach.
Wie bereits im vergangenen Jahr kamen die Studierenden aus der Fakultät
Maschinenbau: Drei Studierende aus dem Studiengang Wasserstofftechnik,
vier aus dem Bachelor Maschinenbau und ein Studierender der Mechatronik
nahmen in verschiedenen Teams teil. Insgesamt wurden 33 unterschiedliche
Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit realisiert – die Studierenden
hatten die Möglichkeit, ihre Kreativität mit den im Studium erlernten
technischen Fähigkeiten zu kombinieren. Die Projekte sowie die benötigten
Materialien stellten die Sponsoren, Hochschulen und Universitäten zur
Verfügung. Neben grundlegender Ausstattung wie Kabel oder Schrauben
konnten die Teilnehmenden auch modernste Technik, darunter beispielsweise
Roboterarme und 3D-Drucker, nutzen.
Das von der THWS angebotene Projekt bestand in der Entwicklung eines
mobilen Wasserstoffdetektors. Die Studierenden Khader Karkar, Emma Keidel,
Boas Lex und Jan Schmidt gründeten hierzu das Team „Hydrogen Sniffers“.
Die Studierenden Fabian Englert, Marie Gebert und Julius Lahaye machten
bei einem Projekt der Hochschule Rhein-Waal mit, bei dem es um die
Konzipierung eines auf einer Brennstoffzelle basierenden Range-Extenders
für einen elektrisch betriebenen Traktor ging. Der Studierende Johannes
Bauer widmete sich einer Challenge des Unternehmens B&R, bei der mithilfe
eines Elektrolyseurs zunächst aus Wasser Wasserstoff und im Folgenden
mittels einer Brennstoffzelle Strom zum Laden von Batterien gewonnen
wurde.
Effektiv im Team arbeiten
Insgesamt wurde der Makeathon von allen als eine bereichernde Erfahrung
wahrgenommen. Jan Schmidt beschreibt seine Eindrücke: „Der Makeathon hat
mir gezeigt, was junge angehende Ingenieure innerhalb von nur vier Tagen
auf die Beine stellen können. Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell
die vor Ort gebildeten Teams aus unterschiedlichsten Hochschulen und
Nationen schon nach kürzester Zeit zu Ergebnissen gekommen sind. Das zeigt
mir, dass Herausforderungen, wie wir sie beim Makeathon gemeistert haben,
am effektivsten in einem Team, in dem alle am selben Strang ziehen, zu
meistern sind.“ Emma Keidel empfand es zusätzlich als eine gute
Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden aus der ganzen Welt zu
vernetzen. Dies brachte nicht zuletzt den Vorteil, Englischkenntnisse
anwenden und verbessern zu können.
Auch Prof. Dr.-Ing. Jörg Missbach zeigte sich zufrieden: „Es war wunderbar
zu sehen, wie sich Studierende aus den unterschiedlichsten Nationen
gemeinsam in interdisziplinären Teams einer Aufgabe widmeten, ihr eigenes
Projektmanagement erstellten, ihr Projekt in nur vier Tagen zum Ziel
führten und anschließend vor 600 Teilnehmern präsentierten.“
