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„Professorin des Jahres“: Zweiter Platz für JPR-Professorin Katharina Heimeier

Journalismus-Professorin Katharina Heimeier gehört zu den Professor:innen des Jahres 2025. In einem bundesweiten Wettbewerb belegte sie den zweiten Platz in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften.  Quelle: JPR  Copyright: WH
Journalismus-Professorin Katharina Heimeier gehört zu den Professor:innen des Jahres 2025. In einem bundesweiten Wettbewerb belegte sie den zweiten Platz in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Quelle: JPR Copyright: WH
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Journalismus-Professorin Katharina Heimeier gehört zu den Professor:innen
des Jahres 2025. Im bundesweiten Wettbewerb „Professor des Jahres 2025“
belegt sie den zweiten Platz in der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und
Kulturwissenschaften. Katharina Heimeier (43) arbeitet als Professorin für
Praxis und Theorie des Qualitätsjournalismus an der Westfälischen
Hochschule in Gelsenkirchen. Vergeben wird der Preis seit 2006 von der
Unicum Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Energie.

Große Konkurrenz

Für die Auszeichnung „Professor des Jahres“ waren mehr als 600
Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen nominiert. Eine
fünfköpfige Jury unter Leitung des ehemaligen Vizepräsidenten der
Hochschulrektorenkonferenz und Rektor der Universität Duisburg-Essen,
Prof. Dr. Ulrich Radtke, wählte die diesjährigen Preisträgerinnen und
Preisträger aus.

Mit dem Preis werden Hochschullehrer:innen ausgezeichnet, die sich in
besonderer Weise für die berufsvorbereitende Ausbildung ihrer Studierenden
engagieren und als Wegbereiter für Karrieren sowie Brückenbauer von der
Hochschule in die Arbeitswelt auftreten.

Heimeier bereitet Studierende auf digitale Arbeitswelt vor

Katharina Heimeier lehrt seit 2021 am Institut für Journalismus und PR der
Westfälischen Hochschule, Standort Gelsenkirchen. Zu ihren Schwerpunkten
gehören Medienethik, journalistische Sprache und Texten, die Lehrredaktion
Print, Nachrichten- und Medienjournalismus sowie Podcasting. Vorher
arbeitete Heimeier mehr als 20 Jahre als freie Journalistin, unter anderem
für den Landesdienst Nordrhein-Westfalen der Deutschen Presse-Agentur
(dpa), die dpa Kindernachrichten, die landespolitische Redaktion des WDR
und die tageszeitung - taz. Während ihres Journalistik-Studiums an der TU
Dortmund volontierte sie beim Bonner General-Anzeiger.

„Gelsenkirchen gehört nicht zu den Medienhauptstädten Deutschlands, umso
mehr freue ich mich, dass unsere Arbeit hier gesehen wird“, sagt Katharina
Heimeier. „Wir bereiten junge Journalistinnen und Journalisten auf eine
Medienwelt vor, die sich in einem großen Umbruch befindet. Die Verbreitung
von Desinformationen, der Einfluss großer Plattformen, die Rolle von KI –
mit all diesen Veränderungen werden unsere Studierenden beim Start ins
Berufsleben konfrontiert. Wir geben unseren Studierenden das Handwerkszeug
mit, sich in diesem Umfeld zu behaupten. Das geht nur, wenn wir unsere
Studierenden so praxisnah wie möglich ausbilden. Der Journalismus braucht
Menschen, die gut recherchieren können, Nachrichten verständlich
aufbereiten und ihre eigene Rolle reflektieren.“

Praxisnaher Master-Studiengang „Digitaler Qualitätsjournalismus“

Aktuell absolvieren in der Lehreinheit Journalismus und Public Relations
460 Studentinnen und Studenten ein Bachelor- sowie fast 100 ein
Masterstudium. Katharina Heimeier lehrt im Bachelor sowie im Master
Digitaler Qualitätsjournalismus, den sie als Studiengangsbeauftragte
betreut. In dem praxisnahen Master-Studiengang koordiniert sie ein
Mentoring-Programm, bei dem die Studierenden in Kleingruppen von
Mentorinnen und Mentoren begleitet werden. Die Studierenden sollen so
Einblicke in große Medienhäuser bekommen und ein eigenes Netzwerk
aufbauen. Zu den aktuellen Mentor:innen gehören Julia Saldenholz (NDR),
Jens Radü (Der Spiegel) und Jan Liebold (RTL).

Im Bachelor-Studiengang betreut Katharina Heimeier verschiedene Praxis-
Projekte. Dazu gehörte zum Beispiel eine Talkshow in Kooperation mit
NRWision, dem Lern- und Lehrsender für NRW. Mit der Lehrredaktion Print
veröffentlicht sie jedes Jahr eine Ausgabe des Magazins :tagger. Im
Podcast Sendekritik spricht Katharina Heimeier mit Studierenden und Gästen
aus der Praxis über Journalismus – zum Beispiel über
Kriegsberichterstattung, guten Lokaljournalismus oder die Frage, wie
Medienhäuser junge Menschen erreichen können. Der Podcast richtet sich an
Studierende und alle, die mehr über Journalismus erfahren wollen.