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Kinder spielerisch für Gesundheitsthemen begeistern - Springer Medizin Charity Award für „Komm mit in das gesunde Boot“

Freute sich über den 1. Preis des Springer Medizin Charity Awards 2025 für „Komm mit in das gesunde Boot“: Projektleiterin Professorin Susanne Kobel mit den Preisträgerinnen, Preisträgern und Mitwirkenden der Springer Medizin Gala 2025 in Berlin  Quelle: Marc-Steffen Unger  Copyright: Springer Medizin
Freute sich über den 1. Preis des Springer Medizin Charity Awards 2025 für „Komm mit in das gesunde Boot“: Projektleiterin Professorin Susanne Kobel mit den Preisträgerinnen, Preisträgern und Mitwirkenden der Springer Medizin Gala 2025 in Berlin Quelle: Marc-Steffen Unger Copyright: Springer Medizin
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Gesunde Ernährung, eine aktive Freizeitgestaltung mit mehr Bewegung und
Achtsamkeit: Das will die Initiative „Komm mit in das gesunde Boot“. Das
Ulmer Gesundheitsförderprogramm, das für Krippen, Kindergärten und
Grundschulen entwickelt wurde, hat den 1. Preis des Springer Medizin
Charity Awards erhalten. Übergeben wurde die Auszeichnung an die
Projektleiterin Professorin Susanne Kobel bei der großen Springer Medizin
Gala 2025 am Dienstag, 28. Oktober, in Berlin.



„Mit unserer Initiative ‚Komm mit in das gesunde Boot‘ wollen wir Kinder
für Bewegung, Ernährung und Wohlbefinden begeistern“, sagte Kobel. „Wir
freuen uns sehr über diese großartige Auszeichnung. Der renommierte Preis
wird unser Projekt noch bekannter machen!“, so die Preisträgerin von der
Universität Ulm. Mit dem Charity Award zeichnet der Wissenschaftsverlag
Springer Medizin Stiftungen, Organisationen und Einrichtungen aus, die
sich in besonderer Weise der Gesundheitsversorgung in Deutschland
verpflichtet fühlen. Dotiert ist der 1. Preis mit 30 000 Euro und einem
zusätzlichen Medienpaket im Wert von 50 000 Euro. Vorgestellt wurden die
Preisträger-Initiativen von Professorin Monika Kellerer, der Jury-
Präsidentin für den Charity Award. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
war mit einer Videobotschaft zugeschaltet. Den 2. Preis bekam die
Initiative „First Aid For All“, den 3. Preis erhielt die Stiftung
Lebensspur e.V.

Das Siegerprojekt, das „Gesunde Boot“, gehört zu den größten
strukturierten Gesundheitsprogrammen in Europa und ist das größte in
Deutschland. Es wurde 2007 gemeinsam von der Baden-Württemberg Stiftung
und der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin des Uniklinikums Ulm ins
Leben gerufen und von der Baden-Württemberg Stiftung bis September 2025
finanziert. Allein in diesem Bundesland haben mittlerweile mehr als 12 500
Lehr- und pädagogische Kräfte an rund 3500 Einrichtungen teilgenommen. Das
Landesprogramm, das ursprünglich am Universitätsklinikum Ulm entwickelt
wurde und vor kurzem an die Universität Ulm übergegangen ist, soll auf
Bundesebene ausgeweitet werden. Dafür sorgt nun die Techniker-
Krankenkasse, die seit Oktober die Finanzierung übernommen hat. „Wir
freuen uns auch sehr darüber, dass dieses erfolgreiche und nachweislich
wirkungsvolle Programm nun langfristig und auf Bundesebene fortgeführt
werden kann“, betont Projektleiterin Professorin Susanne Kobel. Die
promovierte Sportwissenschaftlerin, die sich an der Universität Ulm in der
experimentellen Sportmedizin habilitierte, hat das Programm – das in der
Sektion für Sport- und Rehabilitationsmedizin unter der Leitung von
Professor Jürgen Steinacker entwickelt und wissenschaftlich evaluiert
wurde – seit Projektbeginn begleitet.

Zwei Piratenkinder zeigen: Ein gesundes Leben macht Spaß!
Von Anfang an zur Mannschaft des „Gesunden Boots“ gehören auch zwei kleine
gemalte Piratenkinder: Finn und Fine. In ihren Abenteuergeschichten geht
es um Gesundheitsthemen wie Bewegung, Ernährung und Achtsamkeit, die
spielerisch im Alltag integriert werden. „Finn und Fine möchten Kindern
zeigen, wieviel Spaß ein gesundes Leben macht“, erklärt Kobel. Das Projekt
unterstützt pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte mit Weiterbildungen und
einem umfangreichen Angebot an Lern- und Lehrmaterialien dabei, den
Kindern eine gesunde Lebensweise zu vermitteln. Das Besondere: Auch die
Eltern werden ins Boot geholt; beispielsweise mit speziellen Broschüren,
Themen-Elternabenden oder Familienhausaufgaben. Ursprünglich konzipiert
wurde das Präventionsprogramm für Grundschulen, später wurde es
stufenweise auf Kindergärten, Krippen und die Erwachsenengesundheit
übertragen, letzteres mit dem Ziel, die Stressresilienz und Gesundheit auf
Erzieher- und Lehrerseite zu verbessern.

Das Programm wird regelmäßig wissenschaftlich evaluiert. So zeigen
Wirksamkeitsuntersuchungen an Grundschulen und Kindergärten, dass das
„Gesunde Boot“ nachweislich das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der
Kinder verbessert und dass in den teilnehmenden Gruppen auch das Gewicht
der Kinder weniger stark gestiegen ist. Das Erfolgsrezept liegt nicht
zuletzt in der Alltagstauglichkeit der Maßnahmen, von denen viele
spielerisch und motivierend sind. Die Mannschaft, die das „Gesunde Boot“,
auf Kurs gebracht hat, ist interdisziplinär. Im Team arbeiten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Medizin, der
Sportwissenschaft, der Pädagogik und Psychologie sowie den
Gesundheitswissenschaften.

Springer Medizin Gala 2025
Das Verlagshaus Springer Medizin ist ein Teil der wissenschaftlichen
Verlagsgruppe Springer Nature. Bei der feierlichen Springer Medizin Gala
in Berlin werden jährlich hochdotierte Preise vergeben. Darunter waren in
diesem Jahr der Galenus-von-Pergamon-Preis sowie der Springer Medizin
Charity Award. Den 1. Preis des Charity Awards erhielt das Ulmer
Gesundheitsförderprogramm für Kinder „Komm mit in das gesunde Boot“, den
2. Preis bekam die Initiative „First Aid For All“ und den 3. Preis die
Stiftung Lebensspur e.V.

Weitere Informationen:
apl. Prof. Dr. Susanne Kobel, ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften
und Lernen, Projektleiterin „Komm mit in das gesunde Boot“, Universität
Ulm, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Projektseite: www.gesundes-boot.de