Hochschule für Musik und Theater München beruft Dr. Janine Droese zur Professorin für Musikwissenschaft
Die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) beruft Dr. Janine
Droese zur Professorin für Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Ältere
Musikgeschichte. Die Musikwissenschaftlerin ist u.a. Expertin für sakrale
Musik in Mittelalter und Renaissance und wird ihre Tätigkeit an der HMTM
zum 1. Dezember 2025 aufnehmen.
Dr. Janine Droese zu ihrer Professur:
»Ich freue mich darauf, meine Begeisterung für die Auseinandersetzung mit
musikhistorischen Fragestellungen zu teilen und dadurch zu einer
qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Ausbildung der Studierenden der
pädagogischen und künstlerischen Studiengänge der HMTM beizutragen. Dabei
möchte ich besonders die Stärken einer Musikhochschule nutzen – durch
einen ständigen Austausch mit der künstlerischen und künstlerisch-
pädagogischen Praxis, die Entwicklung von kollaborativen Lehrformaten mit
der künstlerischen Lehre und durch die Stärkung einer interdisziplinären
Forschung an der HMTM. Auch die Förderung und der Vernetzung des
wissenschaftlichen Nachwuchses ist mir ein besonderes Anliegen.«
Dr. Janine Droese studierte Musikwissenschaft mit den Nebenfächern
Kulturmanagement und Erziehungswissenschaft an der Hochschule für Musik
Franz Liszt Weimar und der Universität Jena. Von 2007 bis 2009 bezog sie
ein Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung an der Universität
Hamburg, zudem 2005 und 2009/2010 Stipendien des DAAD für
Forschungsaufenthalte an der Paul Sacher Stiftung in Basel und am Centre
d’Études Supérieures de la Renaissance Tours.
Von 2010 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im
Editionsprojekt »OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in
Einzelausgaben« an den Universitäten Bayreuth und Frankfurt am Main und
dort als Supervising Editor unter anderem verantwortlich für die Edition
von Justine Favarts und Adolphe Blaises »Annette et Lubin«. 2019 wurde sie
mit einer Arbeit zu Vorstellungen der Engelsmusik und ihrer Bedeutung für
Musik und Musikanschauung des 13.–16. Jahrhunderts an der Universität
Hamburg promoviert.
Im gleichen Jahr wechselte sie an den Exzellenzcluster »Understanding
Written Artefacts« der Universität Hamburg, wo sie sich als
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Creating Music Albums as
Originals Made of Originals«, dessen Leitung sie 2022 übernahm, mit
Musikalben des 19. Jahrhunderts beschäftigt. Darüber hinaus ist sie
Sprecherin des Forschungsbereichs C »Creating Originals« des
Exzellenzclusters. Als Mitglied in der Forschungsgruppe 5138 »Geistliche
Intermedialität in der Frühen Neuzeit« der Universität Hamburg
verantwortet sie gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Huck und Prof. Dr. Johann
Anselm Steiger das Teilprojekt 1 »musica angelica et consociatio hominum
cum angelis. Die Musik der Engel im Kirchenraum«, das die performative und
ikonographische Gestaltung der Musik der Engel im Kirchenraum beschreibt
und die Wechselwirkungen zwischen den entsprechenden Bild- und
Inschriftenprogrammen in Kirchenräumen und der in ihnen erklingenden Musik
untersucht.
Ausgewählte Publikationen:
Janine Droese: Die Musik der Engel in ihrer Bedeutung für Musik und
Musikanschauung des 13. bis 16. Jahrhunderts, Hildesheim u. a. 2021
(Musica mensurabilis 10).
Janine Droese und Ricarda Höffler: „‚Laudent Deum cithara‘. Zu den
Motettenbildern Johann Sadelers I. und ihrer Rezeption in Königlich und
Herzoglich Preußen im 17. Jahrhundert. Mit einer deutschen Übersetzung der
Memoria Stobaeana Valentin Thilos d. J. von Jost Eickmeyer“, in:
Geistliche Intermedialität und Interkonfessionalität in Danzig, Königlich
Preußen und Herzoglich Preußen (16. bis 18. Jahrhundert). Zehn
Fallstudien, hg. von Johann Anselm Steiger und Ricarda Höffler, Regensburg
2024 (Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit 11), S. 20–91 (mit
Ricarda Höffler).
Janine Droese: „Albums as Monuments: On the Production and Use of Public
Albums in Nineteenth-century Germany“, in: Manuscript Albums and Their
Cultural Contexts. Collectors, Objects, and Practices, hg. von Janine
Droese und Janina Karolewski, Berlin und Boston 2024 (Studies in
Manuscript Cultures 34), S. 189–247,
https://doi.org/10.1515/978311
Weitere Publikationen: https://orcid.org/0009-0003-40
