Die Energiewende als Gesellschaftsaufgabe: Projekt BEWEGT will Forschung sichtbarer machen
Jetzt live: Auf der Plattform <www.energiewende-gesellschaft
sich Forschungsprojekte, Expert:innen, Publikationen und mehr aus der
gesellschaftsbezogenen Energiewendeforschung. Ziel der Webseite ist, die
Sichtbarkeit der Energiewendeforschung in Politik, Wirtschaft, Medien und
Gesellschaft zu erhöhen. Die Institute Fraunhofer ISI und IÖW vernetzen in
der wissenschaftlichen Begleitforschung BEWEGT zahlreiche
Forschungsvorhaben aus dem Förderschwerpunkt „Energiewende und
Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Berlin/Karlsruhe, 28. Januar 2026 – Das Energiesystem klimaneutral
umzubauen, ist mehr als ein technisches Projekt – es ist eine
gesellschaftliche Aufgabe. Daher untersuchen zahlreiche Forschungsprojekte
neben technologischen Innovationen auch Aspekte wie Teilhabe,
Bezahlbarkeit, Resilienz und demokratische Ausgestaltung. Das neue
Forschungsvorhaben „BEWEGT – Die Energiewende-Gesellschaft“ vom
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und dem
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) vernetzt und begleitet
zahlreiche Forschungsprojekte im Förderschwerpunkt „Energiewende und
Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE).
Auf dem neuen Webportal www.energiewende-gesellschaft.
nun die vielfältige Forschung und die Köpfe hinter den Projekten.
Neues Webportal mit Projekten, Publikationen und Expert:innen-Suche
Auf dem Webportal können Interessierte aus Politik, Wirtschaft, Kommunen,
Gesellschaft und Medien passgenau Projekte, Publikationen,
Ansprechpersonen und Veranstaltungen zu wichtigen gesellschaftsbezogenen
Aspekten der Energiewende finden. Neben offenen Stichwortsuchen kann auf
dem Portal auch nach zwölf Themen von A wie Akzeptanz bis W wie Wärmewende
recherchiert werden. Das stetig wachsende Portal enthält bereits die
folgenden Angebote:
35 Forschungsprojekte stellen sich vor
Darunter ist etwa das Projekt „Scheitern als Chance“, bei dem es um die
Frage geht, warum Energiewendeprojekte scheitern und was man daraus lernen
kann. Vier Steckbriefe präsentieren die Fallstudien. Weitere Projekte
zeigen in ihren Publikationen Möglichkeiten zur Umsetzung der kommunalen
Wärmeplanung auf oder nehmen regionale Themen in den Blick, wie etwa eine
Untersuchung zu nicht-technischen Herausforderungen in der Transformation
der thüringischen Industrie.
100 Köpfe für die Energiewende
Für Fragen zu gesellschaftsbezogenen Aspekten der Energiewende ermöglicht
die Expert:innen-Suche eine schnelle Kontaktaufnahme zu rund 100
interdisziplinären Fachleuten, deren Expertise so vielfältig ist wie die
Energiewende selbst. Sie können auf der Seite thematisch und nach
Forschungseinrichtungen für Interviews oder als fachliche Ansprechpersonen
recherchiert werden.
Online-Tools, Erklär-Videos und Dashboards zur Energiewende
Neben einer Vielzahl an Publikationen finden sich im neuen Webportal auch
weitere Medien, wie etwa ein Erklärfilm aus dem Projekt „InWaMod“, der
aufzeigt, wie das Mieter-Vermieter-Dilemma in der Wärmewende durch ein
Teilwarmmietenmodell aufgelöst werden kann. Auch Online-Tools und
Dashboards zum Thema Energiewende und Gesellschaft sind dabei, etwa ein
Tool zur Überprüfung der Stromverbräuche im eigenen Haushalt aus dem
Projekt „ProSuffizienz“. Eine interaktive Karte (Dashboard Regionale
Energiewende) aus dem Projekt „Info-EW“ bietet zentrale Kennzahlen, Trends
und Hintergründe der Energiewende auf Landkreisebene und zeigt mögliche
Effekte von drei Szenarien im Vergleich.
Karoline Rogge: „Große Bandbreite an gesellschaftsbezogenen Themen in der
Energiewendeforschung“
„Wie wir Energie erzeugen, verteilen, speichern und verbrauchen oder
einsparen – all dies verändert sich grundlegend. Jeder Haushalt, jedes
Unternehmen, jede Kommune ist Teil dieses Wandels“, so Professorin
Karoline Rogge. Die Innovations- und Transformationsforscherin vom
Fraunhofer ISI leitet das Vorhaben BEWEGT, gemeinsam mit Professor Bernd
Hirschl vom IÖW.
Karoline Rogge, die am Fraunhofer ISI stellvertretende Leiterin der
Abteilung „Politik und Gesellschaft“ ist, fügt hinzu: „Die Energiewende
als Gesellschaftsprojekt zu begreifen, heißt Innovation auch jenseits von
Technologie neu zu denken. So ein breiterer sozio-technischer Ansatz
findet sich bei zahlreichen Projekten im Förderschwerpunkt ‚Energiewende
und Gesellschaft‘. Auf dem noch wachsenden Webportal <www.energiewende-
gesellschaft.de> wird schon jetzt sichtbar, wie groß die Bandbreite der
Themen in dem Forschungsbereich ist. Sie reicht von Themen wie sozialer
Gerechtigkeit über Demokratie und Partizipation bis hin zu Verhalten und
Suffizienz.“
Bernd Hirschl: „Umsetzung der Energiewende als gesamtgesellschaftliches
Projekt vorantreiben“
Bernd Hirschl, Gründer des Bereichs „Nachhaltige Energiewirtschaft und
Klimaschutz“ am IÖW, ergänzt: „Wir machen mit BEWEGT sichtbar, wie viele
Forschende daran arbeiten, gesellschaftliche Erkenntnisse, Bedürfnisse und
Wünsche stärker in die Energiewendeforschung einzubringen und in Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Wir wollen die Forschenden
in einen produktiven Austausch miteinander bringen und die Umsetzung der
Energiewende als gesamtgesellschaftliches Projekt mit innovativen Ideen
und deren Erprobung vorantreiben.“
Der Newsletter „Wer BEWEGT die Energiewende?“ informiert ab sofort die
Forschungscommunity, Medienvertreter:innen und interessierte Akteure aus
Praxis und Politik über Neuigkeiten aus dem Forschungsbereich
„Energiewende und Gesellschaft“. Ab Februar 2026 erscheint er dreimal im
Jahr. Auch auf der Plattform LinkedIn informiert BEWEGT über Neuigkeiten
und trägt zur besseren Vernetzung bei.
Das Projekt, das im Energieforschungsprogramm des BMWE gefördert wird,
läuft bis Mitte 2029. Ziel von BEWEGT ist es, Forschende aus ganz
Deutschland zu vernetzen, übergreifende wissenschaftliche Erkenntnisse
zusammenzufassen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Anschaulich
aufbereitet sollen diese Empfehlungen dazu beitragen, die Sichtbarkeit und
Wirkung der Forschung zu „Energiewende und Gesellschaft“ in Politik,
Wirtschaft, Medien und Gesellschaft zu stärken.
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Weitere Informationen:
Website: http://www.energiewende-gesell
Expert:innen-Übersicht – Die Köpfe hinter den Forschungsprojekten:
https://www.energiewende-gesel
Newsletter „Wer BEWEGT die Energiewende?“: https://www.energiewende-
gesellschaft.de/newsletter
BEWEGT bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/compa
energiewende-gesellschaft/
Pressekontakt:
Richard Harnisch (Leitung), Antonia Sladek, Lara Schultz
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Tel.: +49 30 884 594 16
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Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ist ein führendes
wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten
Nachhaltigkeitsforschung. Rund 60 Mitarbeiter*innen erarbeiten Strategien
und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine
Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen
erhält. Das Institut arbeitet gemeinnützig und ohne öffentliche
Grundförderung. Das IÖW ist Mitglied im „Ecological Research Network“
(Ecornet), dem Netzwerk der außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und
Nachhaltigkeitsforschungsinsti
https://www.ioew.de/
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen
die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die
gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen.
Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft,
Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für
wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der
fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und
systemischen Forschungsansatz.
http://www.isi.fraunhofer.de/
