Rentenkommission des DGB: Experte der Uni Duisburg-Essen leitet Themenlabor
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Einrichtung einer eigenen
Rentenkommission beschlossen – vier thematische Labore werden mit
entsprechenden Expert:innen besetzt. Prof. Dr. Martin Brussig aus dem
Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen wird das
Labor „Sozial abgesicherte Übergänge“ leiten.
Im Mittelpunkt stehe eine starke gesetzliche Rentenversicherung, die für
alle eine solide Basis der Alterssicherung bieten solle, meldet der
Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Ergänzend sollen kollektive Formen der
betrieblichen Altersversorgung sowie Elemente des sozialen Ausgleichs
weiterentwickelt werden: Insbesondere Aspekte wie geschlechtsspezifische
Nachteile im Erwerbsleben, Sorgearbeit sowie gesundheitlich bedingte
Einschränkungen bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben
wird die Kommission näher beleuchten.
Zur inhaltlichen Vertiefung wird die Kommission vier thematische Labore
einsetzen: Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und
Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird den Bereich
leiten, der sich mit sozial abgesicherten Übergängen von der Arbeit in die
Rente beschäftigt.
Der Arbeitswissenschaftler beobachtet in seinem Forschungsprojekt
„Altersübergangs-Monitor“ bereits seit über 20 Jahren den Übergang
zwischen der Erwerbs- und der Ruhestandsphase. Soeben ist sein neuer
Altersübergangs-Report zum Thema „Erwerbstätigkeit im Rentenbezug“
erschienen. „Die Verlängerung der Erwerbsphasen wirft das Problem
abgesicherter Übergänge mit neuer Schärfe auf, denn nicht alle werden die
steigenden Altersgrenzen aus einer Beschäftigung heraus erreichen. Hier
braucht es neue Ideen, um Übergänge in die Rente abzusichern, daher freue
ich mich auf die Arbeit mit den anderen Expert:innen dieser
Arbeitsgruppe“, so Brussig.
Die konstituierende Sitzung der DGB-Rentenkommission ist für Ende Februar
/ Anfang März 2026 geplant. Eine Zwischenbewertung der Arbeiten erfolgt im
späten Frühjahr, die Abschlussklausur im Sommer 2026. Anschließend ist
eine zeitnahe Veröffentlichung des Abschlussberichts geplant.
