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Stellungnahme: Bodenschutz muss gemeinsame Aufgabe von Politik, Verwaltung und Praxis sein

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Ende letzten Jahres erschien die Stellungnahme des Wissenschaftlichen
Beirats für Biodiversität und Genetische Ressourcen des Bundesministeriums
für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Beiratsmitglied und
federführender Autor ist Prof. Dr. Christoph-Martin Geilfus, Professor für
Bodenkunde und Pflanzenernährung an der Hochschule Geisenheim.
Stellvertretend für den Beirat übergab er die Stellungnahme in Berlin
persönlich an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.

Die wesentlichen Aussagen der Stellungnahme sind:

•       Der Erhalt gesunder Böden liegt im ureigenen Interesse vieler
Betriebe, denn er sichert stabile Erträge, Produktionssicherheit,
Wirtschaftlichkeit und stärkt die gesellschaftliche Akzeptanz. Sowohl
betriebs- als auch volkswirtschaftlich ist vorsorgender Bodenschutz somit
sinnvoll.
•       Neben der Begrenzung von Stickstoffüberschüssen gehören der
verantwortliche Umgang mit Phosphor, die Förderung der Bodenbiodiversität
und die Stärkung zentraler Bodenfunktionen wie Infiltration und
Aggregatstabilität dazu.
•       Politik und Praxis sollten vorhandene Daten und einfache,
verlässliche Instrumente nutzen, damit diese Ziele messbar erreicht
werden. Gleichzeitig ist es zentral, die Perspektive der
landwirtschaftlichen Praxis differenziert zu erfassen.