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Uniklinikum erhält Zertifizierung als Exzellenzzentrum für Minimal- Invasive Chirurgie

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Schonende „Schlüssellochchirurgie“ für Patientinnen und Patienten aus
Dresden, Ostsachsen und darüber hinaus. Robotische Systeme treiben
medizinischen Fortschritt in Versorgung, Forschung und Lehre voran.
Zertifizierung bestätigt Anspruch eines nationalen und internationalen
Spitzenklinikums.

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat
die Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden als Exzellenzzentrum für
Minimal-Invasive und Robotische Chirurgie (MIC) zertifiziert. Die
Auszeichnung erfolgte Ende 2025. Damit gehört das Uniklinikum Dresden zu
nur fünf Exzellenzzentren dieser Art in Deutschland – und ist das einzige
zertifizierte Zentrum in Sachsen. Die DGAV würdigt mit der Zertifizierung
Einrichtungen, die höchste Qualitätsstandards, umfassende klinische
Erfahrung sowie exzellente Leistungen in Patientenversorgung, Forschung
und Lehre im Bereich der minimal-invasiven und robotischen Chirurgie
nachweisen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies moderne,
besonders schonende Operationsverfahren, die mit kleineren Schnitten,
weniger Schmerzen und kürzeren Krankenhausaufenthalten einhergehen. Zum
Einsatz kommen am Uniklinikum Dresden die OP-Robotiksysteme Da Vinci und
HUGO.

„Die Zertifizierung als Exzellenzzentrum bestätigt unser konsequentes
Engagement für modernste Chirurgie zum Wohle unserer Patientinnen und
Patienten. Gleichzeitig unterstreicht sie unseren Anspruch, junge
Ärztinnen und Ärzte auf höchstem Niveau auszubilden“, sagt Prof. Uwe
Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden.
„Besonders erfreulich ist, dass unsere Leistungen in der Lehre und
Weiterbildung als besonders hervorgehoben wurden.“

Hochspezialisierte Versorgung für die Region und darüber hinaus
Jährlich werden an der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und
Gefäßchirurgie mehr als 3.000 Patientinnen und Patienten behandelt –
überwiegend mit komplexen und onkologischen Erkrankungen. Von ca. 900
minimal-invasiv operierten Eingriffen pro Jahr erfolgen 300 Eingriffe
bereits robotisch assistiert. Die Robotertechnik ermöglicht es, selbst
hochkomplexe Operationen präzise und minimal-invasiv durchzuführen und
eröffnet damit neue therapeutische Möglichkeiten. Die Steuerung erfolgt
über eine Konsole mit dreidimensionaler Darstellung des Operationsfeldes.
Kleine Zugangswege ermöglichen eine schnelle und komplikationsarme
Heilung, insbesondere bei älteren oder vorerkrankten Patientinnen und
Patienten.

„Seit mehr als zehn Jahren entwickeln wir die minimal-invasive und
robotische Chirurgie in Dresden kontinuierlich weiter. Heute verfügen wir
über einen der breitesten Erfahrungsschätze in Deutschland“, sagt Prof.
Marius Distler, Inhaber der Professur für Minimal-Invasive und Robotische
Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und Initiator der
Zertifizierung. „Die Zertifizierung als Exzellenzzentrum bestätigt unsere
Entwicklung und ist zugleich Ansporn, innovative Verfahren der minimal-
invasiven und robotischen Chirurgie konsequent weiter auszubauen und in
die Patientenversorgung zu integrieren.“

Moderne OP-Infrastruktur und kontinuierliche Weiterentwicklung
Täglich wird in bis zu neun Operationssälen operiert, darunter mehrere
speziell für minimal-invasive und robotische Verfahren ausgestattete Säle.
Neben der modernen technischen Ausstattung würdigte das Audit insbesondere
die klaren Qualitätsstandards, strukturierten Behandlungsprozesse sowie
die konsequente Weiterentwicklung des Fachgebiets. „Robotische Chirurgie
ist ein dynamisches Feld mit hoher Innovationsgeschwindigkeit“, erklärt
Klinikdirektor Prof. Jürgen Weitz. „Unser Anspruch ist es, neue
technologische Entwicklungen verantwortungsvoll zu prüfen, strukturiert
einzuführen und dauerhaft eine kontinuierlich hohe Versorgungsqualität für
komplexe onkologische Erkrankungen bereitzustellen.“

Professur stärkt Zukunftsfeld Robotische Chirurgie
Mit dem zunehmenden Einsatz robotischer OP-Techniken reagiert auch die
universitäre Lehre: Im Mai 2024 wurde die neu geschaffene Professur für
Minimal-Invasive und Robotische Chirurgie an der Medizinischen Fakultät
der TU Dresden mit Prof. Distler besetzt. Die Professur ist der Klinik und
Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie zugeordnet. Die
minimal-invasive und robotische Chirurgie erfordert neben operativer
Expertise ein tiefes technisches Verständnis sowie strukturierte
Trainingskonzepte. Die Professur wird diese Kompetenzen systematisch
vermitteln und die nächste chirurgische Generation gezielt auf diese
hochkomplexen und technologiegestützten Eingriffe vorbereiten.

Zertifizierung mit Signalwirkung
Die DGAV-Zertifizierung gilt für drei Jahre, eine Rezertifizierung ist
vorgesehen. Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens wurden insbesondere
die hohe Qualität der minimal-invasiven und robotischen Verfahren, die
ausgewiesene onkologische Expertise sowie die konsequente
Weiterentwicklung der Klinik hervorgehoben. Diese wird auch weiterhin
durch die Integration neuer Robotergenerationen und die Bündelung
hochspezialisierter chirurgischer Leistungen in einer zentralen Struktur
vorangetrieben. Mit der Auszeichnung unterstreicht das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden seinen Anspruch als
national und international sichtbares Spitzenklinikum sowie als zentraler
Versorgungsstandort für Dresden, Ostsachsen und darüber hinaus.