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STRING: Grenzüberschreitende Kooperation stärkt Wachstum in Nordeuropa

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Die STRING-Region entlang der südwestlichen Ostsee ist wirtschaftlich und
demografisch deutlich erfolgreicher als ihre nationalen
Vergleichsregionen. Das zeigt eine neue Studie des Kiel Instituts für
Weltwirtschaft. Um dieses Wachstum zu sichern, empfiehlt die Studie der
Politik vor allem den Abbau grenzüberschreitender Verwaltungshemmnisse,
eine stärkere institutionelle Koordinierung und den Ausbau der
Infrastruktur rund um die Feste Fehmarnbeltquerung.

Davon profitieren
Metropolen wie Hamburg, Kopenhagen und Oslo ebenso wie ländliche Räume in
Schleswig-Holstein, Süddänemark und im südlichen Schweden.

„Das Wachstum der Ballungszentren treibt die Entwicklung der STRING-
Region“, sagt Robert Gold, Mitautor der Studie. „Dünner besiedelte
Mitgliedsregionen profitieren von der Vernetzung mit diesen Zentren.“

Jetzt lesen: „Development Perspectives of STRING – How to Form a Thriving,
Sustainable and Resilient Megaregion“
(https://www.kielinstitut.de/de/publikationen/die-
entwicklungsperspektiven-von-string-wie-schafft-man-eine-prosperierende-
nachhaltige-und-widerstandsfaehige-megaregion-19479/)

STRING steht für „South-western Baltic Sea Transregional Area –
Implementing New Geography“ und umfasst Städte und Regionen von Oslo über
Göteborg, Malmö und Kopenhagen bis nach Hamburg, Schleswig-Holstein mit
der Landeshauptstadt Kiel und Süddänemark. Ziel der Kooperation ist ein
grenzüberschreitend integrierter Wirtschaftsraum.

Gesteigerte Attraktivität für hochqualifizierte Arbeitskräfte

Die Analyse der ökomischen Entwicklung von STRING zeigt, dass urbane
Zentren wie Hamburg, Kopenhagen und Oslo überdurchschnittlich bei
Wirtschaftsleistung, Beschäftigung und Produktivität wachsen. Diese
Dynamik reicht weit ins Umland. Schleswig-Holstein profitiert von der
Anbindung an Hamburg und die schnell wachsenden Zentren in Skandinavien.
Entlang des Fehmarnbelt-Korridors zwischen Kopenhagen und der deutschen
Grenze verbessern sich die Chancen auf Beschäftigung und auf
Unternehmensansiedlungen. Auch in Südschweden rund um Malmö sowie im
Umfeld Göteborgs wächst die Bevölkerung.

Während ländliche Regionen sonst häufig mit Abwanderung und Alterung
konfrontiert sind, verzeichneten alle Mitgliedsregionen
Bevölkerungszuwächse und konnten den Anteil hochqualifizierter
Arbeitskräfte steigern.

Politik muss Verwaltungshürden abbauen

Allerdings heben die Autoren hervor, dass in STRING nationale
Zuständigkeiten und unterschiedliche Regelwerke die Integration spürbar
bremsen. Trotz der positiven Entwicklung ist STRING noch keine sogenannte
Mega-Region mit eng verflochtenen Arbeitsmärkten und intensiven Wissens-
und Güterströmen wie die San Francisco Bay Area im Westen der Vereinigten
Staaten oder die niederländische Randstad (Amsterdam-Rotterdam-Den Haag-
Utrecht).

Die Autoren sehen die STRING-Organisation als einen geeigneten
institutionellen Rahmen für den Abbau administrativer Hindernisse im
Norden Europas an. Sie empfehlen daher zum einen, STRING als gemeinsame
politische Interessensvertretung auszubauen, um Interessen des Nordens
gegenüber nationalen Regierungen und der EU schlagkräftiger zu vertreten.
Zum anderen sollen die Mitglieder frei entscheiden können, inwieweit sie
sich an vertiefenden Kooperationsprojekten beteiligen.

Fehmarnbelt-Querung als Integrationsimpuls

Eine Schlüsselrolle bei den Gemeinschaftsprojekten spielt die Verbesserung
der verkehrlichen Anbindungen innerhalb der STRING-Region sowie mit den
anderen großen Wirtschaftszentren in Europa. Die Feste Fehmarnbeltquerung
kann dafür einen großen Beitrag leisten, wenn es gelingt, die
Konnektivität innerhalb des gesamten nordeuropäischen Wirtschaftsraumes zu
verbessern.

„Ob STRING den nächsten Entwicklungsschritt zu einer voll integrierten
Megaregion schafft, hängt davon ab, ob die STRING-Kooperation den Regionen
im Norden Europas handfeste ökonomische Vorteile der Zusammenarbeit bieten
kann“, so Gold. „Neben den wirtschaftlichen Vorteilen trägt die
grenzüberschreitende Kooperation zwischen verlässlichen Partnern aber auch
zur Steigerung der Resilienz Nordeuropas bei.“

Jetzt Studie lesen: „Development Perspectives of STRING – How to Form a
Thriving, Sustainable and Resilient Megaregion“
(https://www.kielinstitut.de/de/publikationen/die-
entwicklungsperspektiven-von-string-wie-schafft-man-eine-prosperierende-
nachhaltige-und-widerstandsfaehige-megaregion-19479/)