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Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin: Internistenkongress diskutiert die Medizin von morgen

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Neue Therapien, digitale Technologien, begrenzte Ressourcen und veränderte
Versorgungsanforderungen stellen die Innere Medizin vor grundlegende
Entscheidungen. Welche medizinischen Innovationen werden sich durchsetzen?
Wo stößt die Versorgung an ihre Grenzen – und was muss sich ändern, damit
die Medizin auch künftig wirksam und bezahlbar bleibt? Mit diesen Fragen
setzt sich der 132. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für
Innere Medizin e. V. auseinander. Er findet vom 18. bis 21. April 2026 im
RheinMain CongressCenter Wiesbaden sowie online statt.



Unter dem Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin – die Zukunft
gestalten“ bringt der Kongress Akteurinnen und Akteure aus Klinik, Praxis
und Forschung zusammen, um Entwicklungen zu diskutieren, die die
medizinische Versorgung in den kommenden Jahren prägen werden.
Kongresspräsidentin und DGIM-Vorsitzende Univ.-Professorin Dr. Dr. med.
Dagmar Führer-Sakel setzt dabei auch einen Schwerpunkt auf europäische
Perspektiven. Erwartet werden rund 9.000 Teilnehmende.

„Wir erleben derzeit keinen schrittweisen Fortschritt, sondern einen
echten Paradigmenwechsel“, sagt Kongresspräsidentin und DGIM-Vorsitzende
Univ.-Prof. Dr. Dr. Dagmar Führer-Sakel. „Die Innere Medizin muss sich
stärker fragen, welche Innovationen unseren Patientinnen und Patienten
tatsächlich nutzen – und wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse schneller,
differenzierter und gerechter in die Versorgung bringen.“ Diese Leitfragen
prägen auch das wissenschaftliche Programm des diesjährigen
Internistenkongresses. Im Fokus stehen Themen, die sowohl den
medizinischen Alltag als auch die Organisation der Versorgung verändern.
Dazu zählen moderne Präventionskonzepte, neue medikamentöse Therapien, die
digitale Transformation und der Einsatz Künstlicher Intelligenz im
klinischen Alltag. Hinzu kommen neue Ansätze für ambulante
Versorgungsmodelle, geschlechtersensible Medizin sowie interprofessionelle
Zusammenarbeit. Auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses,
europäische Perspektiven der Versorgung und eine nachhaltige
Wissenschaftskultur spielen eine zentrale Rolle. Um den interdisziplinären
Austausch zu fördern, ermöglicht die DGIM Pflegewissenschaftlerinnen und
Pflegewissenschaftlern in diesem Jahr erstmals, kostenfrei am Kongress
teilzunehmen.

Adipositas im Fokus: DGIM-Plenarsitzung zu Forschung und Zukunft der
Therapie
Zu den Höhepunkten des wissenschaftlichen Programms zählt die DGIM-
Plenarsitzung am Sonntag, dem 19. April 2026. Sie führt aktuelle
Fortschritte aus der Grundlagen- und klinischen Forschung zusammen und
ordnet deren Bedeutung für die medizinische Versorgung ein. Die Sitzung
greift zentrale Entwicklungen der Stoffwechselforschung auf, die für weit
verbreitete Erkrankungen und künftige Therapieansätze von hoher Relevanz
sind. Den Auftakt übernimmt Univ.-Prof. Dr. med. Michael Stumvoll,
Sprecher des neuen DFG-Exzellenzclusters „Leipzig Center of Metabolism“
(LeiCeM), Klinikdirektor und Ordinarius für Innere Medizin, Endokrinologie
und Diabetologie am Universitätsklinikum Leipzig. Er wird anhand von
LeiCeM aktuelle Forschungsergebnisse zur Pathophysiologie metabolischer
Erkrankungen sowie deren klinische Bedeutung vorstellen. Weitere
Referenten sind Prof. Dr. Giles Yeo vom Wellcome MRC Institute of
Metabolic Science in Cambridge (Großbritannien), der über die genetischen
Grundlagen der Stoffwechselregulation im Gehirn sprechen wird, sowie Prof.
Dr. rer. nat. Timo Müller, Direktor des Helmholtz Instituts für
Diabetesforschung in München/Neuherberg, dessen Arbeitsgruppe die
Entwicklung aktueller und neuer inkretinbasierter Therapien entscheidend
mitprägt. Die Plenarsitzung bietet damit einen exzellenten Einblick in
eines der aktuellsten und wichtigsten Forschungsthemen im Bereich der
Volkskrankheiten, stellt innovative Ansätze für Prävention und Therapie
vor und gibt einen Ausblick auf forschungspolitisch relevante
Entwicklungen.

Der Kongress findet erneut als Hybridkongress statt. Neben der Teilnahme
vor Ort in Wiesbaden können zahlreiche Sitzungen online verfolgt werden.
Digitale Angebote wie die DGIM-App und das DGIM-Kongress-TV begleiten den
Kongress journalistisch und bieten Einblicke in Programmschwerpunkte und
aktuelle Diskussionen.

Patiententag und Science Slam: Innere Medizin für alle
Im Rahmen des Internistenkongresses findet auch der öffentliche
Patiententag statt, der in Kooperation mit der Stadt Wiesbaden organisiert
wird. Den Festvortrag zur feierlichen Eröffnung des Patiententags im
Rathaus am Freitag, den 17. April 2026, hält Prof. Dr. Eckhard
Altenmüller, Neurowissenschaftler und Musiker und Begründer der
Musikermedizin in Deutschland. In seinem Vortrag beleuchtet er die
Bedeutung von Musik und Hormonen für Lernprozesse und zeigt daraus
hervorgehende innovative therapeutische Ansätze auf. Am Samstag, dem 18.
April 2026, richtet sich die DGIM mit verständlichen Vorträgen und vielen
Informationsständen im Rathaus gezielt an Patientinnen und Patienten sowie
interessierte Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt stehen aktuelle
medizinische Entwicklungen, Prävention und Fragen der Versorgung. Der
Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Der Patiententag
unterstreicht den Anspruch der DGIM, medizinisches Wissen verständlich zu
vermitteln und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu stärken.

Über den Patiententag hinaus setzt der DGIM-Kongress 2026 weitere neue
Akzente. Den öffentlichen Auftakt bildet der DGIM Science Slam am Freitag,
dem 17. April 2026, um 19 Uhr im „Wohnzimmer“ in Wiesbaden. Dort wird
Forschung aus der Inneren Medizin auf verständliche und kreative Weise
präsentiert.  Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms werden zudem
erstmals europäische Case Reports von Ärztinnen und Ärzten unter 40 Jahren
präsentiert, die besondere klinische Fälle beleuchten. Die drei besten
werden prämiert.

Weitere Informationen, das vollständige Kongressprogramm und die
Registrierung finden Sie unter: https://kongress.dgim.de/