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Eröffnung der Personalschleuse für die Reinraum-Ausbildung am Umwelt‑Campus Birkenfeld

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Am Freitag, den 06.02.2026, wurde am Umwelt‑Campus Birkenfeld der
Hochschule Trier die neue Reinraum-Personalschleuse für studentische
Ausbildungszwecke eröffnet. Mit der Eröffnung der Personalschleuse entsteht eine
Ausbildungsinfrastruktur, die konsequent an den regulatorischen
Anforderungen der pharmazeutischen Industrie ausgerichtet ist und einen
zentralen Baustein für eine praxisnahe, GMP‑konforme Ausbildung darstellt.


GMP steht für „Good Manufacturing Practice“ und bezeichnet ein
Qualitätssicherungssystem für Produktion, Kontrolle und Lagerung in der
Pharmaindustrie. Es sichert durch verbindliche Richtlinien eine
gleichbleibende, hohe Produktqualität, um Risiken für Patienten
auszuschließen.

Im pharmazeutischen Umfeld gilt das Personal als eine der kritischsten
potenziellen Kontaminationsquellen. Der Personalschleuse kommt demnach
eine Schlüsselrolle zu, da sie nicht bloßer Zugang, sondern ein
qualitätskritischer Prozessschritt ist, der maßgeblich zur Minimierung
biologischer und partikulärer Belastungen beiträgt und damit
Produktqualität sowie Patientensicherheit beeinflusst. Die
Reinraum‑Personalschleuse ermöglicht Studierenden sowie Mitarbeitenden von
Unternehmen das praxisnahe Training wesentlicher GMP‑relevanter Prozesse
wie z. B. die Reinraumqualifizierung gemäß Richtlinien und der Bewertung
des Einflusses von Personalbewegungen, das Monitoring von Schwebstoffen im
Ruhezustand und im Betriebszustand, die mikrobiologische Überwachung von
Keimbelastungen sowie das GMP‑konforme Ein‑ und Ausschleusen von Personal
unter Berücksichtigung von Bekleidungskonzepten, Dokumentationspflichten
und Schulungsanforderungen.

Durch diese praxisorientierte Ausbildung erfolgt eine gezielte
Vorbereitung auf reale pharmazeutische Arbeitsumgebungen, wovon
Studierende und Kooperationsunternehmen profitieren. Mit der
Inbetriebnahme der Personalschleuse wird gezielt in die Ausbildung
qualifizierter Absolventinnen und Absolventen investiert, wodurch diese
schnell produktiv in pharmazeutische Prozesse integriert werden können.

Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis, Studiengangsleiter des Master-Studiengangs
„Reinraumtechnologie bei der Arzneimittelherstellung“, bedankte sich bei
allen Mitwirkenden und den Unternehmen, die als Sponsoren den Bau der
Personalschleuse erst ermöglicht haben. Ein Projekt dieser Qualität wäre
ohne Unterstützung starker industrieller Partner und ohne das engagierte
Mitwirken technischer Fachkräfte nicht realisierbar gewesen. Als
symbolischer Abschluss erfolgte die Übergabe des Schlüssels der
Personalschleuse an die späteren Nutzer Prof. Dr. Roman Kirsch
(Fachgebiete Pharmazeutische Technologie und Mechanische
Verfahrenstechnik) und Prof. Dr. Denis Theobald (Qualitätssicherung in der
Pharmatechnik).