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DPG-Frühjahrstagung 2026 in Dresden: Physik im Dialog – mit Quanten, Bildung und Künstlicher Intelligenz im Fokus

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Vom 8. bis 13. März 2026 findet die größte DPG-Frühjahrstagung,
organisiert von der Sektion Kondensierte Materie, an der Technischen
Universität Dresden statt. Rund 5.300 Teilnehmende aus der ganzen Welt
tauschen sich zu Themen aus der Festkörperphysik bis hin zur Biophysik
sowie zur Umwelt-, Material- und Quantenphysik, Künstlicher Intelligenz
und Didaktik der Physik aus. Zu den öffentlichen Veranstaltungen ist der
Eintritt frei.



Die Frühjahrstagung in Dresden ist eine von drei großen internationalen
Tagungen der DPG in diesem Jahr und bietet Forschenden, Lehrenden und
Nachwuchswissenschaftler:innen ein breites Forum für Austausch und
interdisziplinäre Diskussionen. Mit über 4.700 Beiträgen und über 5.300
Teilnehmenden ist sie die größte Physiktagung Europas. Als Gastland gibt
Frankreich den Teilnehmenden Einblicke in seine Forschungslandschaft.

Gastgeber ist die Technische Universität Dresden (TUD), die als „TUD | The
Collaborative University" für enge interdisziplinäre und internationale
Zusammenarbeit steht. Die Physik in Dresden zählt zu den
forschungsstärksten in Deutschland und vereint exzellente Forschung in
Festkörper-, Quanten-, Kern-, Teilchen- und Angewandter Physik. Die
Fakultät Physik ist gemeinsam mit der Universität Würzburg Trägerin des
Exzellenzclusters ctd.qmat sowie an den Clustern PoL und REC² beteiligt
und eng im Forschungsverbund DRESDEN-concept vernetzt.

Zukunftsfragen im Blick

Auf der Tagung werden zentrale Zukunftsfragen mithilfe der Physik
adressiert – von nachhaltiger Energie- und Materialforschung über KI-
gestützte Materialentwicklung und Datenanalyse bis hin zur Untersuchung
komplexer urbaner und sozialer Systeme sowie von Kipppunkten in Klima und
Gesellschaft. Darüber hinaus beleuchten Beiträge und Sessions, wie Lehr-
und Lernprozesse und innovative Unterrichtskonzepte die Handlungsfähigkeit
von Lernenden stärken und wissenschaftliche Erkenntnisse in
gesellschaftliche Transformation münden können. Wie in den Vorjahren haben
Lehrkräfte die Möglichkeit, kostenfrei an der Veranstaltung teilzunehmen.

Plattform für Nachwuchs und Vernetzung

Ein Markenzeichen der DPG-Frühjahrstagungen ist die umfassende Einbindung
von Nachwuchswissenschaftler:innen. Studierende und Promovierende haben
die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse vor einem internationalen
Fachpublikum zu präsentieren und wertvolle Kontakte zu Kolleg:innen und
etablierten Wissenschaftler:innen zu knüpfen. Direkte Einblicke in die
Industrie bietet die Buch- und Industrieausstellung sowie der Industrietag
des Arbeitskreises Industrie und Wirtschaft.

Wissenschaft trifft Gesellschaft | Öffentliche Veranstaltungen (Eintritt
frei)

Ein besonderes Highlight der Tagungen sind die öffentlichen
Veranstaltungen und Vorträge, die sich an ein breiteres Publikum richten
und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Dazu
gehören der beliebte „Einstein Slam“ sowie weitere Vorträge, die die
Faszination physikalischer Forschung erlebbar machen:

Montag, 9. März 2026, 20:00 – 21:00 Uhr, HSZ/AUDI
‣ Einstein Slam „Physics in 10 minutes“
Wissenschaftler:innen bringen ihre Forschung auf die Bühne. In
unterhaltenden Slams präsentieren Verena Brehm (TU Eindhoven), Eloise
Lardet (Imperial College London), Kuan Meng (Universität Stuttgart) und
Manuel Zahn (Universität Augsburg), woran sie täglich forschen –
verständlich und kurz. Zuhörende können sich auf Slams zu Magnetismus,
kollektivem Verhalten aktiver Materie, Atomproben-Tomographie,
Rasterkraftmikroskopie oder zur Biomechanik beweglicher Gelenke in
Pflanzen freuen.

Dienstag, 10. März 2026, 16:00 –18:00 Uhr, HSZ/AUDI
‣ Festsitzung mit Preisverleihungen und Festvortrag „Quantum computers as
large research instruments - what can we expect and how do we develop
them?“
Frank Wilhelm-Mauch (Forschungszentrum Jülich) ordnet den aktuellen Stand
des Quantencomputings ein, trennt realistische Perspektiven von
überzogenen Versprechen und zeigt, warum Quantencomputer derzeit vor allem
als offene Forschungsinstrumente verstanden werden sollten.

Mittwoch, 11. März 2026, 19:00 – 20:00 Uhr, HSZ/AUDI
‣ Abendvortrag „Gravitationswellenastronomie – quo vadis?“
Michèle Heurs (Leibniz Universität Hannover) nimmt die Zuhörer mit auf
eine Reise ins Universum. Sie erklärt die physikalischen Grundlagen der
interferometrischen Gravitationswellendetektion und zeigt die
technologischen Grenzen des Messbaren auf. Wie lassen sich
Quantenrauschen, seismische Störungen und thermische Effekte überwinden
und welche Rolle spielt „gequetschtes“ Licht?

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis
in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als
50.000 Mitgliedern auch mitgliederstärkste physikalische Fachgesellschaft
der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen
Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und
Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen
Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen.
Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen
Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am
Rhein. In Berlin unterhält die DPG ihre Hauptstadtrepräsentanz zur
Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Gesellschaft.
Website: www.dpg-physik.de

Die Technische Universität Dresden (TUD) zählt als Exzellenzuniversität zu
den leistungsstärksten Forschungseinrichtungen Deutschlands. Mit 29.000
Studierenden und 8.500 Mitarbeitenden, 122 Studiengängen und 17 Fakultäten
gehört sie zu den größten technisch ausgerichteten Universitäten des
Landes. Als TUD | The Collaborative University lebt sie Zusammenarbeit
über die Grenzen von Disziplinen, Organisationen und Ländern hinweg – im
engen Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die TUD
steht für ein Selbstverständnis, das wissenschaftliche Exzellenz mit
Innovationskraft und regionale Verantwortung mit globaler Orientierung
verbindet – collaborative. inventive. transformative. engaged. Website:
www.tud.de