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"Unissued Diplomas“ – Ausstellung in der Staats- und Universitätsbibliothek über getötete ukrainische Studierende

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Vom 10. Februar bis zum 15. März zeigt die Staats- und
Universitätsbibliothek (SuUB) in der Zentrale am Universitätsboulevard die
Ausstellung „Unissued Diplomas“. Sie ist während der Öffnungszeiten der
SuUB zu sehen. Der Eintritt ist frei.

“Unissued Diplomas” ist ein internationales Ausstellungsprojekt, das dem
Gedenken an ukrainische Studierende gewidmet ist, deren Leben infolge der
umfassenden russischen Invasion in der Ukraine tragisch beendet wurden.
Das Projekt dokumentiert und visualisiert die individuellen
Lebensgeschichten dieser jungen Menschen, deren Zukunftspläne – wie
Reisen, Berufseinstiege und Familiengründungen – durch den Krieg abrupt
und gewaltsam zerstört wurden. Ziel ist es, die internationale
Öffentlichkeit kontinuierlich an den hohen Preis zu erinnern, den die
Menschen in der Ukraine im täglichen Kampf um Freiheit zahlen.

Ausstellung war bereits in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten zu
sehen

Konkret manifestiert sich dies in symbolischen „nicht ausgegebenen
Diplomen“, die stellvertretend für 40 verstorbene Studierende stehen.
Diese Diplome repräsentieren sowohl zivile Studierende als auch jene, die
ihr Studium unterbrachen, um aktiv an der Verteidigung ihres Landes
teilzunehmen. Während einige Biografien umfassend rekonstruiert werden
konnten, bleiben andere unvollständig, da keine Überlebenden existieren,
die deren Geschichten weitergeben könnten.

Seit der Gründung des Projekts im Jahr 2023 in der Ukraine hat sich
„Unissued Diplomas“ global verbreitet und bis 2025 über 300 Ausstellungen
in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten realisiert. Das Projekt wird
von einem internationalen Team von über hundert jungen Ukrainerinnen und
Ukrainer getragen, die sich der Bewahrung des Andenkens an die gefallenen
und getöteten ukrainischen Studierenden widmen.

Vortrag von Susanne Schattenberg am 24. Februar

Im Rahmen der Ausstellung findet am 24. Februar, dem Jahrestag des
russischen Überfalls auf die Ukraine, um 14 Uhr ein Vortrag in der SuUB
statt. Professorin Susanne Schattenberg, Direktorin der Forschungsstelle
Osteuropa, spricht im Schulungsraum 1 der Zentrale am
Universitätsboulevard zum Thema „Der tägliche Krieg nebenan. Die Ukraine
im fünften Kriegsjahr“. Der Eintritt ist frei.