Erste eigenständige Promotion an der Hochschule Esslingen
Christian Nick schließt seine Promotion mit „summa cum laude“ erfolgreich
ab!
Große Erleichterung und Freude bei Christian Nick: Nach der erfolgreichen
Verteidigung seiner Dissertation erhielt er die Bestnote 1,0 und schloss
seine Promotion mit „summa cum laude“ ab.
Für die Hochschule Esslingen ist die Promotion von Christian Nick an der
Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege von besonderer Bedeutung: Es
handelt sich um die erste eigenständige Promotion an der Hochschule über
den Promotionsverband. Promotionen an Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften (HAW) wurden bislang in der Regel in Kooperation mit
Universitäten durchgeführt.
Bedeutender Schritt für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
Rektor Prof. Christof Wolfmaier betont die zunehmende Bedeutung
eigenständiger Promotionsmöglichkeiten an HAWs: „Kooperative Promotionen
waren in der Vergangenheit die einzige Möglichkeit, exzellente HAW-
Absolvierende zur Promotion zu führen. Umso stolzer sind wir auf die
außerordentliche Leistung von Herrn Nick, der als erster Promovend der
Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Esslingen dieses Ziel erreicht
hat.
Für die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ist die Einführung des
Promotionsrechts über den Promotionsverband ein großer Erfolg, denn auch
sie können eigenständig wissenschaftlichen Nachwuchs auf höchstem Niveau
ausbilden. Insbesondere die traditionelle Verankerung der
Anwendungsorientierung an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
bietet Chancen, sich auch mit Promotionsarbeiten in ihrem Hochschulprofil
von den Universitäten zu emanzipieren.“ Der Rektor bringt ferner seine
Freude zum Ausdruck, dass der Promotionsverband allen Fachgebieten an der
Hochschule Esslingen den Weg zur Promotion geöffnet hat.
Die Promotion von Christian Nick zeigt, dass Forschung an HAWs
wissenschaftlich exzellent und gesellschaftlich relevant ist. Besonders
hebt Wolfmaier die Nähe zur Praxis hervor: „Kurze Wege, geringe
Reibungsverluste sowie eine hohe Umsetzungs- und Transfergeschwindigkeit
ermöglichen Forschung nah an der Anwendung und mit direkter
gesellschaftlicher Relevanz.“ An Christian Nick richtet Wolfmaier
abschließend persönliche Worte: „Tragen Sie Ihre Arbeit in die Welt hinaus
und machen Sie ihre gesellschaftliche Bedeutung sichtbar.“
Bezüge zur Sozialwissenschaft
Die Promotion Nicks vertritt das sozialwissenschaftliche Profil der
Hochschule passgenau. Christopher Schmidt betont: „Der Doktorand hat die
Bedeutung des Erziehungsgedankens für die Jugendwohlfahrt und die
Jugendgerichtshilfe herausgearbeitet. Dabei ist er nicht stehen geblieben,
sondern konnte aufzeigen, dass die Kinder- und Jugendhilfe nur durch die
Sozialpädagogik ihre heutige Bedeutung gewinnen konnte.“
Die Dissertation trägt den Titel: „Die Weimarer Jugendgesetzgebung unter
besonderer Berücksichtigung von Reichsjugendwohlfahrts- und
Jugendgerichtsgesetz – Eine rechtshistorische und
rechtsvergleichende Betrachtung der Entwicklung der öffentlichen Kinder-
und Jugendhilfe sowie des Jugendstrafverfahrens“.
Mit seiner Dissertation untersucht Nick die Entwicklung der
Jugendgesetzgebung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit der
Weimarer Republik. Im Mittelpunkt stehen dabei das
Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (RJWG) von 1922 sowie das
Jugendgerichtsgesetz (JGG) von 1923. In der Prüfungskommission hatte
Professor Andreas Pattar (Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl) den
Vorsitz inne; neben Professor Schmidt als Erstbetreuer war Professor Marc
Sieper (Evangelische Hochschule Ludwigsburg) als Zweitgutachter vertreten.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christopher Schmidt: christopher.schmidt@hs-essling
Originalpublikation:
https://www.hs-esslingen.de/ho
eigenstaendige-promotion-an-de
