Spielraum für Innovation: Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert Vorhaben der TH Wildau mit 2,8 Mio. Euro
Großer Erfolg für die Zukunftsausrichtung der Technischen Hochschule
Wildau (TH Wildau): Im bundesweiten Förderprogramm „Die Welt ist mein
Campus“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre konnte die
Brandenburger Hochschule mit ihrem Vorhaben „Spielraum für Innovation
(SPIN)“ überzeugen. In den nächsten vier Jahren gibt es rund 2,8 Millionen
Euro Unterstützung.
Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) hat im bundesweiten
Förderprogramm "Die Welt ist mein Campus" der Stiftung Innovation in der
Hochschullehre einen bedeutenden Erfolg erzielt. Die Brandenburger
Hochschule konnte mit ihrem Vorhaben "Spielraum für Innovation (SPIN)"
überzeugen.
Transformationelle Anforderungen in Wirtschaft, Verwaltung und
Gesellschaft erfordern von Hochschulabsolvent*innen zunehmend
überfachliche Kompetenzen. Das Projekt verfolgt das Ziel, bestehende
Curricula systematisch weiterzuentwickeln und Studierenden hochschulweit
strukturierte Freiräume für interdisziplinäres, projektbasiertes Lernen an
realen gesellschaftlichen Fragestellungen zu eröffnen.
Das Vorhaben schließt direkt an die strategische Vision der Hochschule an,
die Zukunft für eine lebenswerte Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Bildung für die Zukunft – Kompetenzen für morgen entwickeln:
SPIN adressiert den Bedarf, praxisorientierte Projektarbeit, die an der TH
Wildau bereits erfolgreich in verschiedenen Laboren und Lernfabriken
erprobt wird, strukturell in der Breite zu verankern. Dazu werden
schrittweise vier aufeinander aufbauende, skalierbare Elemente eingeführt:
Diese reichen von modular angebundenen Einstiegsformaten über
fachbereichsübergreifende Projektsemester bis hin zur Konzeption eines
forschungs- und praxisnahen Masterstudiengangs, der konsequent auf dem
Prinzip des Challenge-Based-Learning basiert.
Die studentischen Projektteams widmen sich dabei wissenschaftlichen und
praktischen Fragestellungen in den drei profilgebenden Themen, entlang
derer die TH Wildau ihr Forschungs- und Transferprofil ausrichtet:
„Nachhaltige Wert(e)schöpfung“, „Effektive Veraltung“ und „Zukunftsfähige
Mobilität“. Als Lernorte werden sowohl campusinterne Infrastrukturen der
TH Wildau genutzt, wie beispielsweise der Makerspace (ViNN:Lab) oder die
Wildauer Maschinen Werke (WMW), aber auch externe Lernorte, wie die
regionalen Präsenzstellen der Brandenburger Hochschulen eingebunden.
Digitale Infrastruktur und veränderte Lehr-Rollen:
„Die operative Basis von SPIN bildet eine Art digitaler Projektmarktplatz.
Auf dieser Plattform können Partner*innen aus Verwaltung, Wirtschaft und
Gesellschaft konkrete Problemstellungen einreichen. Über eine Matching-
Logik werden diese Bedarfe mit den Kompetenzen und Interessen der
Studierenden zusammengeführt. Mittels individueller Lernzielvereinbarungen
(Learning Agreements) gestalten die Studierenden ihren Lernweg aktiv mit“,
beschreibt Prof. Rainer Stollhoff, Vizepräsident für Studium und Lehre,
das Projekt.
Zur Unterstützung dieser Lehrformate etabliert das Projekt ein
qualifiziertes, interdisziplinäres „LehrTeam“, das neue Rollenbilder in
der Begleitung der Studierenden erprobt:
- LehrArchitekt*innen verantworten das Scouting der Praxispartner*innen
und die Strukturierung des Portfolios.
- LehrCoach*innen begleiten die Lernprozesse didaktisch und achten gezielt
auf Aspekte der Diversität und Barrierefreiheit.
- LehrPeers unterstützen als geschulte studentische Tutor*innen den
Lernprozess auf Augenhöhe.
Prof. Stollhoff weiter: „Bis zum Abschluss der Projektlaufzeit wollen wir
das Angebot so weit ausgebaut haben, dass zeitgleich bis zu 300
Studierende pro Semester in SPIN-Projekten aktiv sein können. SPIN bietet
uns sehr gut Chancen, echte Innovation in unsere Lehre zu bringen.“
Gemeinsamer Erfolg für den Hochschulstandort Brandenburg:
Die Förderung der TH Wildau ist Teil eines Gesamterfolgs für das Land
Brandenburg im Rahmen des Programms „Die Welt ist mein Campus“ der
Stiftung Innovation in der Hochschullehre, das bundesweit insgesamt 37
Projekte fördert. In die märkische Hochschullandschaft fließen hierbei
insgesamt rund 4,5 Millionen Euro.
Neben der TH Wildau werden auch die Hochschule für nachhaltige Entwicklung
Eberswalde (rund 730.000 Euro für das Verbundprojekt „Resilient@Campus“)
und die Technische Hochschule Brandenburg (eine Million Euro für das
Verbundprojekt „Zukunftscampus im Verbund der VFH“) aus dem Programm
unterstützt.
In ihrer der Pressemitteilung des MWFK vom 28.05.2026* gratuliert auch
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle den beteiligten
Institutionen zum Erfolg „Gratulation den drei Gewinner-Projekten! Lehre
ist mehr als reine Wissensvermittlung. Es geht auch darum, Studierende als
zukünftige Verantwortungsträgerinnen und -träger in Wissenschaft und
Gesellschaft stärken. Die ausgewählten Hochschulen zeigen mit ihren
Projekten eindrucksvoll, wie das gelingen kann: Die TH Wildau entwickelt
projektbasierte Lernformen, in denen durch die Arbeit in
interdisziplinären Teams an realen gesellschaftlichen Herausforderungen
die Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und Teilhabe der Studierenden
gestärkt wird. Die HNEE wiederum entwickelt ein ganzheitliches,
integriertes Unterstützungsangebot, dass die Resilienz Studierender
angesichts multipler Krisen stärken soll. Und die TH Brandenburg will ihre
Studierenden durch neue Formen der Teilhabe an der Ausgestaltung der Lehre
beteiligen und sie so motivieren, mehr Verantwortung zu übernehmen. Drei
spannende Projekte, drei unterschiedliche experimentelle Formate – so geht
Innovation ‘Made in Brandenburg“.
