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Cantor-Medaille 2026 für Mathematiker Gerhard Huisken

Preisträger Gerhard Huisken, Professor für Mathematik an der Universität Tübingen und Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach (MFO, Institut der Leibniz-Gemeinschaft)  Quelle: Tatjana Ruf  Copyright: Tatjana Ruf, Bildarchiv des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach
Preisträger Gerhard Huisken, Professor für Mathematik an der Universität Tübingen und Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach (MFO, Institut der Leibniz-Gemeinschaft) Quelle: Tatjana Ruf Copyright: Tatjana Ruf, Bildarchiv des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach
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Gerhard Huisken, Professor für Mathematik an der
Universität Tübingen und Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts
Oberwolfach (MFO, Institut der Leibniz-Gemeinschaft), bekommt die Cantor-
Medaille der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) des Jahres 2026. Das
beschloss das Präsidium der DMV kürzlich einstimmig auf Empfehlung einer
extern besetzten Auswahlkommission. Die Cantor-Medaille ist die
bedeutendste wissenschaftliche Auszeichnung der DMV. Sie wird in der Regel
alle zwei Jahre vergeben und ist nach dem Mathematiker und Mitbegründer
der DMV, Georg Cantor, benannt.

„Das Präsidium der DMV würdigt mit der diesjährigen Cantor-Medaille
Gerhard Huiskens herausragende wissenschaftliche Leistungen. Sie sind von
außergewöhnlicher Tiefe und höchstem Einfluss für das Gebiet der
Partiellen Differentialgleichungen und der Differentialgeometrie“, sagte
DMV-Präsident Jürg Kramer zur Begründung. „Ich gratuliere Gerhard Huisken
sehr herzlich zur Cantor-Medaille!“ Die Übergabe der Medaille erfolgt bei
einem Festakt auf der Jahrestagung der DMV, die vom 7. bis zum 10.
September 2026 in Konstanz stattfinden wird. Die Auszeichnung besteht aus
einer Urkunde, einer Silbermedaille mit Gravur und einem Preisgeld von
4000 Euro.

Gerhard Huiskens Forschungsschwerpunkte sind partielle
Differentialgleichungen, Differentialgeometrie und deren Anwendungen in
der Physik. International bekannt ist er u. a. für den Beweis einer
Version der Riemannschen Penrose-Ungleichung (gemeinsam mit Tom Ilmanen)
und für seine grundlegenden Beiträge zur Theorie des mittleren
Krümmungsflusses, darunter die nach ihm benannte Huisken-Monotonieformel.
Im Jahr 2003 wurde Huisken von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet, im Februar 2026 bekam er
das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse. Huisken
ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Berlin-
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der
Naturforscher Leopoldina und der Academia Europaea. Außerdem ist er Fellow
der American Mathematical Society und Träger der Medaille der Australian
Mathematical Society.