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Spaniens erster autonomer On-Demand-Bus nimmt den regulären Fahrgastbetrieb in Mercamadr

Autonomer Bus Madrid  Copyright: Projekt Mobilities For EU / Alsa Madrid
Autonomer Bus Madrid Copyright: Projekt Mobilities For EU / Alsa Madrid
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Das EU-Projekt MOBILITIES FOR EU zeigt neue Ergebnisse in Madrid, ein
bedeutender Meilenstein für vernetzte, autonome und emissionsfreie
Mobilität. Spaniens erster autonomer On-Demand-Bus hat offiziell den
regulären Fahrgastbetrieb auf dem Gelände von Mercamadrid, dem größten
Lebensmittelgroßmarkt des Landes, aufgenommen. Der neue Service wird im
Rahmen des Projekts MOBILITIES FOR EU umgesetzt, das in Madrid vom
Stadtrat von Madrid über dessen Digital Office gemeinsam mit Mercamadrid
koordiniert und von Alsa betrieben wird.



Als eines der größten europäischen Projekte im Mobilitätssektor vereint
MOBILITIES FOR EU sieben Städte: Madrid und Dresden als Vorreiter und fünf
Nachahmer Städte. In 11 Piloten werden 27 innovative Lösungen erprobt,
darunter autonome Fahrdienste, elektrische Busflotten, intelligente
Verkehrs- und Parkraummanagementsysteme sowie smarte Logistikansätze. Die
Replication Cities entwickeln eigene Urban Transport Labs, analysieren
lokale Bedarfe und übertragen erfolgreiche passende Konzepte aus Madrid
und Dresden.

Das Steinbeis Europa Zentrum verantwortet die Entwicklung erster
Geschäftsmodelle für geeignete Projektergebnisse sowie die Durchführung
von Marktanalysen und Business Modelling. Im Rahmen von Exploitation- und
Business-Modelling‑Workshops strukturiert das Steinbeis Europa Zentrum
gemeinsam mit den Ergebnisinhabern den Pfad vom Piloten zur Skalierung ,
definiert Zielsegmente und Value Proposition und dokumentiert die
Ergebnisse in Business‑Model‑Canvas‑Formaten. Aufbauend darauf führt
Steinbeis Marktanalysen durch, die insbesondere die Beschaffungs- und
Vertragslogik sowie zentrale Adoptionshürden wie
Sicherheits-/Genehmigungsfragen, Haftung und Nutzerakzeptanz
herausarbeiten und so die Grundlage für weitere Verwertungsentscheidungen
schaffen.

Ein weiterer Meilenstein für vernetzte, autonome und emissionsfreie
Mobilität in Madrid ist erreicht.

Der autonome Elektrobus in Madrid bietet eine innovative Mobilitätslösung
für Beschäftigte und Besucher, die sich auf dem weitläufigen Gelände von
Mercamadrid bewegen, auf dem täglich mehr als 20.000 Menschen und 15.000
Fahrzeuge unterwegs sind. Durch die Kombination von autonomem Fahren mit
einem flexiblen On-Demand-Betrieb zeigt der Service, wie digitale
Technologien Mobilität effizienter, nachhaltiger und nutzerorientierter
gestalten können – selbst in komplexen realen Einsatzumgebungen.

Im Gegensatz zu bisherigen Demonstrationen autonomer Shuttlebusse wird der
neue Service als reguläre öffentliche Verkehrslösung betrieben, die auf
die täglichen Mobilitätsbedürfnisse der Nutzer zugeschnitten ist. Während
der Hauptverkehrszeiten (04:30–09:00 Uhr) verkehrt der Bus nach einem
festen Fahrplan, um die verkehrsreichsten Zeiten abzudecken. Zwischen
09:00 und 10:30 Uhr können Fahrgäste ihre Fahrt über die mobile App „Alsa
Mobilities“ buchen, indem sie ihren Start- und Zielhalt auswählen. Das
System bündelt die Fahrgastanfragen automatisch und berechnet die
effizienteste Route für das Fahrzeug.

Das Projekt ist eine internationale Premiere, da es den regulären
autonomen Betrieb mit einem On-Demand-Verkehrsmodell in einer offenen und
realen Betriebsumgebung kombiniert. Gleichzeitig demonstriert es autonomes
Fahren in einem der verkehrsreichsten Logistikzentren Spaniens, dessen
Verkehrsbedingungen deutlich komplexer sind als die typischen
Einsatzszenarien autonomer Shuttlebusse.

Das Fahrzeug fährt auf SAE-Level 4+ und wird derzeit von einer geschulten
Aufsichtsperson an Bord überwacht. In den kommenden Projektphasen wird
eine Fernüberwachung aus einem eigens eingerichteten Kontrollzentrum in
Madrid eingeführt, wodurch der Weg für noch höhere Automatisierungsgrade
geebnet wird.

Der Bus ist vollelektrisch, verursacht keinerlei lokale Emissionen und
bietet Platz für mehr als 30 Fahrgäste – und damit eine deutlich höhere
Kapazität als herkömmliche autonome Shuttlefahrzeuge. Ausgestattet ist er
mit modernster Sensor- und Kommunikationstechnologie, darunter 5G-
Konnektivität, mehrere LiDAR-Sensoren, Kameras, Ultraschallsensoren sowie
hochpräzise Positionierungssysteme, die einen sicheren Betrieb unter
unterschiedlichsten Verkehrs- und Wetterbedingungen ermöglichen.

Der neue Service wurde zudem mit den bestehenden Buslinien der EMT Madrid,
die Mercamadrid bedienen, abgestimmt und nahtlos in das öffentliche
Verkehrsnetz integriert.
Der Einsatz erfolgt im Rahmen von MOBILITIES FOR EU, einem Projekt des
Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont Europa der Europäischen
Kommission. Ziel des Projekts ist es, skalierbare, digital unterstützte
Mobilitätslösungen zu demonstrieren, die sowohl den Herausforderungen des
Klimawandels als auch den Anforderungen moderner Städte begegnen. Die
Lösungen werden derzeit in den Leitstädten Madrid und Dresden erprobt.
Replikationsaktivitäten in Ioannina, Espoo, Danzig, Trenčín und Sarajevo
sorgen dafür, dass die Ergebnisse europaweit übertragen und
weiterentwickelt werden können.

Steinbeis Europa Zentrum, Partner für Kommunikation

Als Projektpartner übernimmt das Steinbeis Europa Zentrum eine zentrale
Rolle bei der Koordination der Kommunikations- und
Disseminationsaktivitäten. Neben der Unterstützung der Städte bei der
Entwicklung wirksamer lokaler Kommunikationsstrategien verantwortet
Steinbeis die Entwicklung der Projektidentität und betreut die zentralen
Kommunikationskanäle des Projekts, darunter Website, Newsletter und Social
Media. Darüber hinaus fördert Steinbeis die Beteiligung der Projektpartner
an wichtigen Fach- und Wissenschaftsveranstaltungen und entwickelt
Kommunikationsmaterialien (z. B. Videos und Infografiken), um sowohl
Städte außerhalb des Konsortiums als auch Bürgerinnen und Bürger über die
Mobilitätslösungen des Projekts zu informieren und deren Nachahmung zu
erleichtern.