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Grippeschutz und Covid-19-Booster-Impfungen am Dresdner Uniklinikum

Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden läuft die diesjährige
Impfkampagne zum Grippeschutz auf Hochtouren. Seit Oktober sind die Teams
des Betriebsärztlichen Dienstes unterwegs, um die Mitarbeitenden zu
impfen. Dies ist in diesem Jahr noch wichtiger als in den Jahren zuvor.
Nur bei ausreichend hoher Impfquote – gerade unter medizinischem und
pflegerischem Personal genau wie unter älteren und immunsupprimierten
Menschen – kann eine Überforderung des medizinischen Systems und der
Krankenversorgung verhindert werden.

„Eine hohe Anzahl an Grippebetroffenen besonders mit einem schweren
Verlauf führt zu einer starken Belastung des Gesundheitssystems. Wir
müssen verhindern, dass die Kapazitäten in den Kliniken knapp werden – vor
allem, weil parallel dazu die Zahl der Covid-Patientinnen und Patienten
steigt. Zudem ist es wichtig, dass uns ausreichend medizinisches und
pflegerisches Personal zur Verfügung steht“, sagt Prof. Michael Albrecht,
Medizinischer Vorstand am Dresdner Uniklinikum. Am heutigen Montag hat er
sich zusammen mit seinem Vorstandskollegen Frank Ohi sowie dem
Personalchef impfen lassen.

Grippeviren verändern sich von Jahr zu Jahr – aus diesem Grund ist die
jährliche Impfung auch notwendig. Im vergangenen Winter waren kaum
Grippeviren im Umlauf. Durch Lockdown, allgemeine Hygiene- und
Abstandsregeln ist die Grippewelle ausgeblieben, die Kliniken und
Krankenhäuser hatten kaum eine größere Anzahl an Infizierten
beziehungsweise schweren Verläufen verzeichnet. Durch geringen Kontakt zu
dem Grippevirus hat daher ein Aufbau der Abwehr gegen Grippeviren kaum
stattgefunden. Einfach weil kaum jemand Kontakt zu dem Virus hatte. „Bei
anderen Viren – wie dem RS-Virus bei Kleinkindern – beobachten
Medizinerinnen und Mediziner jetzt eine extreme Zunahme an Infektionen. Ob
dies auch auf die Grippe zutrifft, bleibt abzuwarten. Diese Vorzeichen
sprechen jedoch für die Wichtigkeit der Impfung“, sagt Prof. Alexander
Dalpke, Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie
des Uniklinikums.

Aus diesem Grund ist es den Vorständen und Medizinerinnen und Medizinern
so wichtig, für den Grippeschutz zu werben. Mitarbeitende am Klinikum
können sich seit Oktober impfen lassen. Zwei Wochen nach dem Pieks kann
von einem ausreichenden Schutz ausgegangen werden. „Generell steht im
Klinikum ein Vierfach-Impfstoff zur Verfügung, der vor den vier häufigsten
Grippeviren schützt“, erklärt Dr. Holger Knoth, Leiter der Klinikapotheke.
Neu in diesem Jahr ist, dass Menschen ab 60 Jahre auch außerhalb des
medizinischen Betriebes eine höhere Dosierung bekommen als in den
vergangenen Jahren. Hier geht die Impfkommission davon aus, dass im
vergangenen Jahr durch Abstandsregeln und Lockdown keine hinreichende
natürliche Immunisierung stattgefunden hat und die Immunabwehr nun extra
gestärkt werden sollte. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die
Impfung in diesem Jahr allen Kindern ab dem 6. Lebensmonat und allen
Erwachsenen.

Covid-19-Boosterimpfung als Beitrag gegen kommende Infektionswelle

Um eine Überlastung der Mitarbeitenden und der Krankenversorgung zu
verhindern, müht sich der Betriebsärztliche Dienst des Uniklinikums um die
Gesundheit aller Mitarbeitenden. Neben dem Grippeschutz-Impfangebot haben
jetzt auch die Booster-Impfungen gegen Covid-19 begonnen. Die werden von
der Sächsischen Impfkommission nicht nur Menschen ab 70 Jahren empfohlen,
sondern seit vergangenem Freitag allen Personen ab 18 Jahre, deren erste
Covid-Impfung ein halbes Jahr zurückliegt. Die Impfungen für das
medizinische und pflegerische Personal sind vor Ort im Klinikum möglich
und finden täglich statt. „Dieses Angebot ist uns sehr wichtig. Wir sorgen
so für die Sicherheit unseres Personals sowie der zu pflegenden
Patientinnen und Patienten. Wir sehen uns hier als Arbeitgeber in der
Pflicht. Dies ist unser Beitrag in der Bekämpfung der kommenden Welle“,
sagt Frank Ohi, Kaufmännischer Vorstand.

Neben dem Aufruf zur Impfung – sowohl gegen das Corona-Virus als auch
gegen die Grippe – plädiert das Dresdner Uniklinikum weiterhin für Umsicht
und Rücksicht. Abstand, regelmäßige Handhygiene, Niesetikette und
Rücksicht bei Unwohlsein sind nicht nur in Bezug auf die Corona-Pandemie
wichtige Kriterien für einen Schutz vor einer Infektion. Sie gelten auch
für die Grippe. „Halten Sie weiter alle Hygieneregeln ein, meiden Sie
ungeschützte Kontakte in großen Menschenansammlungen, bleiben Sie
umsichtig, insbesondere wenn Sie selber oder jemand in Ihrem Umfeld
Symptome einer Atemwegsinfektion entwickelt“, rät Susanne Liebe, Leiterin
des Betriebsärztlichen Dienstes des Klinikums.

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Mobil und digital: Wie Arbeitgeber den Wünschen der Beschäftigten entgegenkommen können

Corona hat die Berufswelt verändert. Zeitlich und räumlich flexibles
Arbeiten ist jetzt vielfach gelebte Praxis. Die meisten Beschäftigten
wünschen sich, dass dies auch nach der Pandemie so bleibt – eine
Herausforderung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die im Wettbewerb um Arbeits-, Fach- und
Führungskräfte erfolgreich sein wollen, sehen sich vor neuen
Herausforderungen: Möglichst schnell benötigen sie dauerhaft belastbare
Konzepte für flexibles Arbeiten. In der Verwaltung oder in der IT-Branche
ist digitales Arbeiten im Homeoffice kein Problem. Doch auch in vielen
anderen Bereichen hält Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai
Klose, das für möglich. Und weil Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber am
besten voneinander lernen können und wollen, richtet das Hessische
Ministerium für Soziales und Integration

am Mittwoch, 3. November 2021,
um 9:30 Uhr den virtuellen Hessischen Zukunftsdialog

aus. Dort wird beispielsweise der Pflegedienst Kremer aus Hammersbach
seine Umsetzung der digitalen Arbeitswelt der Zukunft vorstellen. Aber
auch in anderen Branchen und in der öffentlichen Verwaltung ist die
Etablierung von digitalem und mobilem Arbeiten nicht einfach. Wie es gehen
kann, zeigen Praxisbeispiele aus der Pharmabranche, der Kreativwirtschaft
und dem Regierungspräsidium Kassel, die den Spagat zwischen notwendiger
Präsenz und Remotearbeiten realisiert haben. Vor allem junge Fachkräfte
erwarten, dass ihnen mobiles Arbeiten ermöglicht wird.

„Viele Betriebe haben noch einen weiten Weg zu gehen, denn digitales
Arbeiten erfordert eine entsprechende Infrastruktur“, sagt Dr. Christa
Larsen, Geschäftsführerin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur
(IWAK) der Goethe-Universität. Wie diese geschaffen und gesichert werden
kann, soll anhand der Region Fulda und der Stadt Darmstadt verdeutlicht
werden. Handwerkskammern bieten ihren Mitgliedsbetrieben niedrigschwellige
Hilfen an und begleiten sie im Prozess der betrieblichen Digitalisierung.
Die Kooperation von Betrieben und Berufsschulen bei der Ausbildung wird an
vielen Standorten in Hessen auf den Weg ins digitale Zeitalter gebracht.
Beim Hessischen Zukunftsdialog sollen Best Practice-Beispiele zeigen, wie
vor allem der Mittelstand bei der Gestaltung von digitalem und mobilem
Arbeiten unterstützt werden kann.

„Mit dem Hessischen Zukunftsdialog bieten wir eine Plattform für
Unternehmen, Betriebe, Verwaltungen, Kammern, Verbände, Aus- und
Weiterbildung, Arbeitsvermittlung, Kommunen und sonstige
Gestaltungspartner für den Austausch auf Augenhöhe“, sagt Minister Klose.
„Beispiele guter Praxis können wichtige Impulse in unserem Land setzen und
die Umsetzung vor Ort erleichtern, sodass wir die Modernisierung von
Arbeit und zugleich die Fachkräftesicherung voranbringen können.“

Das Programm zum Hessischen Zukunftsdialog finden Sie unter http://www
.iwak-frankfurt.de/wp-content/uploads/2021/03/Einladung-Programm-
vitueller-Hessischer-Zukunftsdialog-2021.pdf


Die Teilnahme ist über den folgenden Link möglich:
https://uni-
frankfurt.zoom.us/j/99533952285?pwd=c0RscU1vRmpibGpBN2lnY2M2dlczdz09
Meeting-ID
: 995 3395 2285
Kenncode: 532645

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Philip Scheffner zum Professor für Dokumentarische Praxen/Dokumentarfilm an die KHM berufen

Seit Beginn des Wintersemesters 2021/2022 lehrt der Filmemacher und
Künstler als Professor in der Fächergruppe Film/Fernsehen der
Kunsthochschule für Medien Köln.

Ab dem Wintersemester 2021 wird Philip Scheffner Dokumentarische Praxen –
Erzähl-/Mischformen (Dokumentarfilm) an der Kunsthochschule für Medien
Köln unterrichten.

Philip Scheffner (* 1966) arbeitet an Projekten zwischen Dokumentarfilm,
Essay und Videokunst. Er war Mitglied mehrerer Künstler*innen- und
Produzent*innen-Kollektive und gründete 2001 zusammen mit Merle Kröger die
Produktionsplattform "pong" in Berlin. (pong-berlin.de) Seine seit 2007
entstandenen filmischen Arbeiten wurden auf zahlreichen nationalen und
internationalen Festivals ausgezeichnet und im Kino, TV und in
Ausstellungen gezeigt.

Filme seit 2007 (Auswahl):

EUROPE, 2021
in Postproduktion

HAVARIE, 2016, 93 Min.
Premiere: Berlinale Forum, 2016
Preis der deutschen Filmkritik 2017
ARTE Dokumentarfilmpreis, Duisburger Filmwoche 2016
Best Int. Feature Film, L'Alternativa Barcelona 2016
Best Editing in an International Feature", RIDM - International Doc.
Festival Montréal
Special Mention – Prix Georges de Beauregard International, FID Marseille
2016

AND-EK GHES..., 2016, 84 Min.
Premiere: Berlinale Forum, 2016
Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2017 in den Kategorien "Bester
Dokumentarfilm“ und "Beste Kamera"
Nominierung Grimme Preis 2017

REVISION, 2012, 106 Min.
Premiere: Berlinale Forum, 2012
Nominierung Preis der deutschen Filmkritik 2013
Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis 2013
Bild-Kunst Schnittpreis 2013
Award of Excellence 2013, Yamagata Film Festival
Fritz-Gerlich-Filmpreis 2012, Film Fest München
Hauptpreis Dokumentarfilm 2012, GoEast Film Festival

DER TAG DES SPATZEN, 2010, 100 Min.
Premiere: Berlinale Forum, 2010
Deutscher Dokumentarfilmpreis 2011, Preis der Stadt Ludwigsburg
Klaus Wildenhahn-Preis 2010
, Dokfilmwoche Hamburg

THE HALFMOON FILES, 2007, 87 Min.
Premiere: Berlinale Forum, 2007
Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts und Förderpreis der Stadt
Duisburg 2007, Duisburger Filmwoche
Bester Dokumentarfilm 2007
, International Independent Filmfestival Mar del Plata, Argentinien
Prix des Mediathèques 2007, FID Marseille, Frankreich
Award for best documentation and research work 2008, Memorimage Film
Festival Reus, Spanien

Im Wintersemester wird Philip Scheffner folgende Seminare anbieten:

Dokumentarische Miniaturen I (mit Solveig Klaßen) Grundlagenseminar
Dokumentarfilm, mittwochs, 10 bis 13 Uhr
„Meine größte Entdeckung war zu verstehen, dass ich nichts tun muss:
Alles, was ich tun muss, ist zuzulassen, dass die Dinge passieren können
[…] ihnen nicht im Weg stehen.“ Jonas Mekas
“Es gibt keinen Dokumentarfilm.“  Trinh T. Minh-ha
Das über 3 Semester laufende Seminar vereint Analyse und Diskussion von
Filmen mit ersten Miniaturen zur eigenen dokumentarischen Praxis. Erprobt
wird die Suche nach geeigneten Stoffen, Recherche und Vororterkundung,
Umgang mit Kamera und Mikrophon, Teambildung, Verhalten gegenüber
Protagonist*innen.

Projekt- und Diplomkolloquium
Dokumentarische Praxen/Dokumentarfilm
Fachseminar Hauptstudium und weiterqualifizierendes Studium, donnerstags,
10 bis 13 Uhr
Dokumentarische (Film-)Praxis ist Teil und Ergebnis eines kollektiven
Prozesses. Damit dieser Prozess produktiv werden kann, bedarf es eines
Raums, in dem Menschen sich treffen und austauschen können. Ein Raum, der
nicht auf Selbstdarstellung und Ego beruht. Ein Raum der Diskussion, des
Sprechens und Zuhörens. Ein Raum des Kreisens um Ideen, Beobachtungen,
Themen und Geschichten. Ein Raum der konstruktiven, solidarischen Kritik
und gegenseitigen Unterstützung. Das Projekt- und Diplomkolloquium
"Dokumentarische Praxen/Dokumentarfilm" versucht einen solchen Raum zu
etablieren. Voraussetzung ist die Bereitschaft aller Beteiligten eigene
Projekte und Ideen in unterschiedlichen Stadien des Entstehens
vorzustellen und in der Gruppe zu diskutieren.

Kompaktseminar „Blind Date“
Ein zweitägiger Workshop von Merle Kröger und Philip Scheffner, 5. und 6.
Februar 2022
In fast jedem Film tauchen Menschen auf, die vorher von anderen Menschen
gefilmt wurden. Im Dokumentarfilm werden die Menschen vor der Kamera von
denen hinter der Kamera häufig „Protagonist*innen“ genannt. Was besteht
für ein Verhältnis zwischen Filmemacher*in und Protagonist*in? Wie
begegnen sich diese beiden Positionen? Wie verläuft der erste Kontakt? Wer
verhält sich wie? Wer ist an wem oder was interessiert? Welche Erwartungen
entstehen? Wer hat einen Vorteil? Und was passiert dann? Protagonist*innen
werden zu Figuren in einem Film und betreten unerforschtes Gebiet:
Ausgehend von einer experimentellen Versuchsanordnung aus Begegnung,
Recherche und der Arbeit mit Textfragmenten baut sich der Workshop mittels
diverser Schreib-Übungen im besten Fall bis zum Verfassen einer
Drehbuchszene auf.

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Ältestes Polarforschungsschiff Deutschlands wird saniert

Der Förderverein Deutsches Schiffahrtsmuseum e. V. sichert die Zukunft des
ältesten Polarforschungsschiffs Deutschlands, der GRÖNLAND. Das hat der
Verein anlässlich seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende
bekannt gegeben. Für eine aufwändige Sanierung des hölzernen Seglers
stellt der Verein 926.000 Euro bereit, weitere 200.000 Euro stellt das
Museum selbst zur Verfügung.

Auf den ersten Blick ist die GRÖNLAND ein eher unscheinbares Schiff: Der
hölzerne Einmaster, der zur Museumsflotte des Deutschen
Schifffahrtsmuseums (DSM) gehört, misst gut 29 Meter in der Länge, gut
sechs Meter in der Breite und ist für eine 12-köpfige Besatzung ausgelegt.
Kein Großsegler also, der auf Windjammerfestivals sofort alle Blicke auf
sich zieht. Und doch ist die GRÖNLAND in gleich mehrfacher Hinsicht ein
Schiff der Superlative. Mit einen stolzen Alter von 153 Jahren ist sie
nicht nur das älteste Polarforschungsschiff Deutschlands, sondern auch das
zweitälteste noch fahrtüchtige Segelschiff Deutschlands. Ein Schiff mit
einer faszinierenden Geschichte noch dazu: Denn bis heute ist kein
Segelschiff ohne Hilfsdampfmaschine oder -motor so weit ins Nordmeer
vorgedrungen wie dieser Einmaster auf seiner abenteuerlichen,
fünfmonatigen Expedition unter der Leitung von Kapitän Carl Koldewey im
Jahr 1868.

Gründe genug also für den Förderverein des Deutschen Schifffahrtsmuseums,
den Erhalt dieses besonderen Schiffes zu sichern. 926.000 Euro stellt der
Verein für eine aufwändige Sanierung des Segelschiffs bereit, das sich
zurzeit in einer Holzwerft im dänischen Hvide Sande befindet. Weitere
200.000 Euro stellt das Museum selbst aus eigenen Mitteln bereit.

„Als Förderverein des DSM fühlen wir uns dem Erhalt maritimen Kulturguts
und insbesondere der Museumsschiffe verpflichtet“, betont Jörg Schulz,
Vorsitzender des Fördervereins und ehemaliger Oberbürgermeister
Bremerhavens. „Wir freuen uns daher, die GRÖNLAND mit einem substanziellen
Beitrag zukunftssicher zu machen. Es ist die höchste Summe, die unser
Förderverein jemals für ein Vorhaben des DSM zur Verfügung gestellt hat.
Mit dieser Entscheidung würdigen wir die eindrucksvolle Geschichte des
Schiffes und das große Engagement der GRÖNLAND-Crew, die ebenso wie unser
Förderverein ehrenamtlich tätig ist. Unser besonderer Dank gilt
insbesondere der Georg-Kreye-Stiftung, die mit ihren großzügigen
Zuwendungen entscheidend zur finanziellen Handlungsfähigkeit unseres
Vereins beigetragen hat.“

„Die GRÖNLAND erinnert eindrucksvoll daran, dass Erkenntnisgewinn gerade
in der Polar- und Meeresforschung oft Mut voraussetzt. Das ist bis heute
so und galt unter den begrenzten technischen Möglichkeiten des 19.
Jahrhunderts erst recht“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner,
Geschäftsführende Direktorin des DSM. „In einer Zeit, in der die polaren
Gebiete immer mehr zu Gradmessern des Klimawandels werden, ist es für uns
als Museum umso spannender, an die Anfänge ihrer Erforschung zu erinnern.
Umso dankbarer sind wir unserem Förderverein, dass er die umfassende
Sanierung der GRÖNLAND ermöglicht. Ein weiterer großer Dank gilt der
ehrenamtlichen GRÖNLAND-Crew für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten
dieses einzigartigen und historisch bedeutsamen Schiffes.“

Alle Schiffe, die im Wasser liegen und der Witterung ausgesetzt sind,
haben eine begrenzte Lebensspanne und müssen naturgemäß regelmäßig
überholt werden. Auf den denkmalgeschützten Holzsegler, der noch mit mehr
als 150 Jahren regelmäßig in See sticht, trifft das in besonderem Maße zu:
Zahlreiche alte Außenhautplanken und Spanten des Schiffsrahmens müssen
entfernt und durch neue, aus abgelagertem Eichenholz gefertigte Bauteile
ersetzt werden. Auch der Innenausbau des Seglers – Schotten, Kojen, Messe
und einiges mehr – wird teilweise erneuert. Der GRÖNLAND-Crew, die sich
seit vielen Jahren der Pflege des Seglers verschrieben hat und die
historische Tradition lebendig hält und verbreitet, kommt im Laufe der
Arbeiten eine tragende Rolle zu, der sie verantwortungsvoll nachkommt. So
hat sie das Schiff nicht nur zur Werft überführt und für die eigentlichen
Holzarbeiten vorbereitet; sie unterstützt die Arbeiten – soweit möglich –
auch weiterhin helfend vor Ort. Gleichwohl liegt das Gros der Aufgaben bei
den professionellen dänischen Bootsbauern.

Die Werft in Hvide Sande ist einer der wenigen im Umkreis von einigen
Hundert Meilen um Bremerhaven ansässigen Betriebe, die über die
Kompetenzen und die technischen Vorrichtungen verfügen, um hölzerne
Traditionsschiffe wie die GRÖNLAND zu bearbeiten. Viele historische
Schiffe wurden dort bereits instandgesetzt. Nach dem erfolgreichen
Abschluss der Schiffszimmermannsarbeiten kann die GRÖNLAND wieder für
mehrere Jahrzehnte sicher und verlässlich in Richtung Zukunft segeln.

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