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Kooperation mit McArthurGlen: AMD-Studierende kreieren Color-Blocking- Looks

„Making every day brighter” so lautet das Motto der aktuellen Kooperation
zwischen den McArthurGlen Designer Outlets und der AMD Akademie Mode &
Design. Acht Studierende aus dem vierten Semester von Mode Journalismus &
Communication (B.A.) übernahmen für das Fotoshooting über den Dächern von
Berlin das Casting, die Produktion und das Styling. Bei der Kreation ihrer
farbenfrohen Color-Blocking-Looks aus den aktuellen Saison-Trends der
McArturGlen Designer Outlets ließen die Studierenden ihrer Kreativität
freien Lauf und versprühten fröhliche Sommer-Laune.

Projektleiterin Prof. Nicole Hardt, Studiendekanin Fashion Journalism and
Communication (B.A.) Berlin, freut sich sehr, die langjährige
Partnerschaft fortzusetzen. „Wir sind dankbar für die erneute
Unterstützung zum gemeinsamen Ziel der Nachwuchsförderung. Die
Zusammenarbeit mit den McArthurGlen Designer Outlets ist für unsere
Studierenden eine spannende Praxiserfahrung. Konzeption, Styling und die
Organisation eines Fotoshootings sind wichtige Bestandteile unseres
Curriculums. Die professionelle Umsetzung mit einem Partner wie
McArthurGlen ist also von großem Wert und zugleich tolles Material für die
Bewerbungsmappen.“

Im September geht die Kooperation mit McArthurGlen Designer Outlets im
Rahmen der Fashion Week in Berlin in die nächste Runde. McArthurGlen wird
gemeinsam mit der AMD auf der Neo.Fashion vertreten sein.

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Testpersonen gesucht! HTWK-Gründungsteam Recovics testet Exohand

Bevor die Handorthese auf den Markt kommen kann, soll sie in diesem Herbst
getestet werden. Dafür sucht das Team Probandinnen und Probanden

Mit seiner Exohand will das HTWK-Gründungsteam Recovics die klassische,
manuelle Hand- und Fingertherapie automatisieren und digitalisieren.
Dadurch können Patientinnen und Patienten in Zukunft einen Teil ihrer
Behandlung selbstständig zu Hause durchführen und ihre
Behandlungsfortschritte sogar per App an die Fachkräfte aus der Physio-
und Ergotherapie übermitteln. Das macht die Behandlung orts- und
zeitunabhängig und entlastet außerdem das Gesundheitssystem. Bevor die
Handorthese aber einmal auf den Markt kommen kann, will Recovics die
Exohand zunächst auf ihre Gebrauchstauglichkeit testen. Dafür sucht das
Team Patientinnen und Patienten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie
medizinisches Personal, um gemeinsam mit ihnen verschiedene Tests
durchzuführen. Die Tests sollen planmäßig zwischen 4. Oktober und 19.
November 2021 stattfinden.

„In der Testreihe wollen wir prüfen, ob unsere Exohand allen notwendigen
Anforderungen hinsichtlich der Benutzeroberflächen, Benutzung und
Wirksamkeit gerecht wird, und wir wollen Messfehler und Risiken
ausschließen“, sagt Frank Schmidt von Recovics. Ohne eine sogenannte
Gebrauchstauglichkeitsuntersuchung ist eine Zulassung als Medizinprodukt
und damit eine Markteinführung nicht möglich. Das vierköpfige Recovics-
Team hofft deshalb auf Unterstützung von möglichst vielen Interessierten.

Wer kann an den Tests teilnehmen und wie laufen sie ab?
In der Testreihe wenden die Probrandinnen und Probanden das Gerät und die
dazugehörige App aus ihrer Sicht, das heißt, aus der Sicht von Betroffenen
und Fachpersonal an. Neben den Produkttests beantworten sie Fragen und
Leitfadeninterviews. Außerdem führen Therapeutinnen und Therapeuten
manuell mit einem in der Handrehabilitation üblicherweise verwendeten
Goniometer, einem Winkelmesser, Messungen durch, um die Beweglichkeit
festzustellen. „So können wir prüfen, wie die Exohand funktioniert und ob
die Daten exakt ausgelesen werden“, so Schmidt.

Die an einer in den Fingern rheumatischen Erkrankung betroffenen
Patientinnen und Patienten sollen im Testzeitraum an 15 Terminen für
jeweils etwa zwei bis drei Stunden mitwirken, indem sie die Exohand testen
und ausprobieren. „Auf sie kommt es besonders an, denn unser Produkt soll
ihnen schließlich helfen“, so Schmidt. Außerdem sucht das Team
Therapeutinnen und Therapeuten, die an vier Terminen für je zwei bis drei
Stunden Zeit haben, sowie medizinisches Personal mit entsprechender
Ausbildung, das an 13 Terminen den Versuch als Ersthelferinnen und
Ersthelfer betreut.
Alle Teilnehmenden müssen mindestens 18 Jahre alt sein und am 30.
September 2021 an einer vorbereitenden Veranstaltung teilnehmen. Für ihre
Unterstützung erhalten sie eine Aufwandsentschädigung. Interessierte
wenden sich direkt an das HTWK-Gründungsteam von Recovics, entweder per
E-Mail an recovics (at) htwk-leipzig.de oder per Telefon an Frank Schmidt
von Recovics (+49 341 3076-4136).

Hintergründe zum Produkt und zur Entwicklung
Die Exohand können die Betroffenen wie eine Art Handschuh selbst anziehen
und damit zu Hause Bewegungen trainieren – ähnlich wie in der
Physiotherapie. Dafür ist die Exohand mit einer Mechanik verbunden, die
eine kontinuierliche, passive Bewegung der Finger und des Daumens
durchführt, wobei die Finger einzeln bewegt werden können. Patientinnen
und Patienten können so beispielsweise das Öffnen und Schließen der Hand
üben. Die dazugehörige App zeichnet die Behandlungsfortschritte auf, die
wiederum vom medizinischen Fachpersonal ausgewertet werden können.
Die Idee zur Exohand entstand vor sechs Jahren, als Frank Schmidt und
Michael Sanne ihre Bachelorarbeiten im Fachbereich Maschinenbau an der
HTWK Leipzig schrieben. Seitdem tüftelten sie an einem Prototyp. Seit März
2020 erhalten die beiden Ingenieure für zwei Jahre eine
Forschungsförderung vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft,
Kultur und Tourismus in Höhe von 1,2 Millionen Euro und können damit ihre
Exohand zu einem marktreifen Produkt ausbauen. Seitdem hat sich viel
getan: Im März 2021 beendeten sie ihre Arbeiten an der Mechanik. Der neu
hinzugekommene Kollege und IT-Spezialist Jesus Cabal entwickelte eine App
für den Handschuh und die ebenfalls neue Kollegin und Diplom-Kauffrau
Ariane Barth kümmert sich um den betriebswirtschaftlichen Bereich,
insbesondere um die anstehende Ausgründung.

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Internationale Tagung zu James W.C. Pennington

Der Publizist und Bekämpfer der Sklaverei erhielt 1849 als erster
Afroamerikaner die Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg

Im Jahr 1849 verlieh die Universität Heidelberg ihm als erstem schwarzen
US-Amerikaner die Ehrendoktorwürde: Mit dem Pfarrer, Publizisten und
Sklaverei-Bekämpfer James W.C. Pennington befasst sich eine internationale
Tagung an der Universität Heidelberg, zu der das Heidelberg Center for
American Studies (HCA) am 20. und 21. August 2021 einlädt.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und den USA
untersuchen Leben und Werk Penningtons, insbesondere im Kontext der
transatlantischen Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts. Organisiert wurde
die Tagung von HCA-Mitglied Prof. Dr. Jan Stievermann und von Professor
Eddie Glaude Jr. von der Princeton University (USA). Die zweitägige
Veranstaltung, die von der Manfred Lautenschläger Stiftung unterstützt
wird, findet hybrid online und in Präsenz statt.

James W.C. Pennington (1807 bis 1870) entkam mit 18 Jahren der Sklaverei,
lernte Lesen und Schreiben und belegte von 1834 an als erster schwarzer
Amerikaner Kurse an der Yale University. 1838 wurde er Pfarrer in der
Presbyterianischen Kirche. Pennington war Teil der sogenannten
abolitionistischen Bewegung, die sich für eine Abschaffung der Sklaverei
einsetzte. Auf dem Weltfriedenskongress in Paris lernte er 1849 den
Heidelberger Gelehrten Friedrich Carové kennen. Dieser war von ihm so
beeindruckt, dass er noch im selben Jahr seine Universität davon
überzeugte, James W.C. Pennington die Ehrendoktorwürde in Theologie zu
verleihen. „Wahrscheinlich handelt es sich um die erste Ehrendoktorwürde
für einen Afroamerikaner in Europa, möglicherweise sogar weltweit“, betont
Jan Stievermann, der als Professor für die Geschichte des Christentums in
den USA an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg und am
HCA lehrt und forscht.

Die Tagung mit dem Titel „James W.C. Pennington and the World of
Transatlantic Reform“ beschäftigt sich vor allem mit den Beziehungen und
Verbindungen von Pennington zu den Reformbewegungen der damaligen Zeit.
Neben dem Abolitionismus gehören dazu auch die afroamerikanische
Bürgerrechtsbewegung und die internationale Friedensbewegung. Die Vorträge
der Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen
beschäftigen sich unter anderem mit Sklaverei und Emanzipation, Frieden,
Bildung und interkultureller Verständigung. Dabei geht es auch um die
transatlantischen Austauschprozesse zwischen protestantischen
Religionsgemeinschaften in Deutschland und in den USA.

Vor zehn Jahren haben das HCA und die Theologische Fakultät der
Universität Heidelberg mit Unterstützung der Manfred Lautenschläger
Stiftung den James W.C. Pennington Award ins Leben gerufen. Ausgezeichnet
werden damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Themen
forschen, die eine besondere Bedeutung für Pennington hatten. Verbunden
ist mit der Auszeichnung ein einmonatiger Forschungsaufenthalt in
Heidelberg. Drei bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind als
Referenten zu Gast bei der Heidelberger Tagung, darunter Organisator Eddie
Glaude; der Religionshistoriker – ein führender Experte für die
afroamerikanische Religionsgeschichte – erhielt die Auszeichnung im Jahr
2018. Zur Einrichtung des neuen Preises im Juni 2011 hatte der damalige
US-Präsident Barack Obama eine Grußadresse übersandt, in der er dem HCA
für die Initiative dankte und sich überzeugt zeigte, dass die Hochachtung
vor den Leistungen Penningtons künftige Generationen von Amerikanern und
Deutschen inspirieren werde.

Die Tagung wird online und vor Ort am HCA durchgeführt. Dazu steht eine
begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung. Eine Registrierung für die
Teilnahme – ob digital oder in Präsenz – ist per Mail möglich an bs230
@uni-heidelberg.de

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Deutsche Leberstiftung begrüßt Screening auf Hepatitis B und C in der Gesundheitsuntersuchung

Ab dem 1. Oktober 2021 ist es soweit: Im Rahmen des Präventionsprogramms
„Gesundheitsuntersuchung“ für gesetzlich Versicherte, vormals als „Check-
up 35“ bezeichnet, wird als neue Vorsorgeleistung auch das Screening auf
Hepatitis B und C angeboten. Die Bluttests sollen dazu beitragen, auch in
Deutschland die hohe Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen mit den
beiden Hepatitis-Viren zu verringern und Betroffenen eine möglichst
frühzeitige Behandlung anbieten zu können.

Die Deutsche Leberstiftung engagiert sich seit vielen Jahren für die
Etablierung von Vorsorgeuntersuchungen im Bereich der Lebererkrankungen
und begrüßt diese Erweiterung als ersten wichtigen Schritt in die richtige
Richtung – sieht jedoch noch weiteren Handlungsbedarf beim Kampf gegen
Virushepatitis und andere Lebererkrankungen.

Virale und nicht-virale Lebererkrankungen haben eine Gemeinsamkeit: Die
Erkrankungen verlaufen häufig mit unspezifischen Symptomen und werden
oftmals gar nicht oder erst spät erkannt, wenn das Krankheitsstadium
bereits fortgeschritten ist und zum Beispiel eine Leberzirrhose oder ein
Leberzellkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) vorliegt. Weltweit stellen
Lebererkrankungen eines der größten Gesundheitsprobleme dar und gehören zu
den häufigsten Todesursachen. Allein an der chronischen Hepatitis B oder C
sind weltweit circa 325 Millionen Menschen erkrankt – in Deutschland gehen
Experten von mehreren Hunderttausend infizierten Menschen aus.

Bereits im Februar 2021 trat der Beschluss des Gemeinsamen
Bundesausschusses (G-BA) in Kraft, der als neuen Bestandteil der
„Gesundheitsuntersuchung“ einmalig den Test auf die durch Viren
verursachten Lebererkrankungen Hepatitis B und Hepatitis C umfasst. Damit
sollen bislang unentdeckte Infektionen mit den Hepatitis-Viren B (HBV) und
C (HCV) erkannt werden. Die Verhandlungen der Ärzte und Krankenkassen über
die Höhe der Vergütung und die Festlegung der Abrechnungsziffern sind nun
abgeschlossen, sodass die Inanspruchnahme ab dem 1. Oktober 2021 möglich
ist.

Im Jahr 2016 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Hepatitis B
und Hepatitis C bis 2030 weltweit Ziele zur Elimination gesetzt. Über 190
Mitgliedsstaaten der WHO haben sich verpflichtet, der Virushepatitis im
eigenen Land den Kampf anzusagen. Auch Deutschland beteiligt sich. Im
April 2016 hat die Bundesregierung die Strategie zur Eindämmung von HIV,
Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen („BIS
2030 – Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend“) beschlossen,
die bis 2030 Hepatitis B und C wie auch HIV und andere
Infektionskrankheiten erfolgreich bekämpfen will.

Theoretisch sind die Voraussetzungen für eine Zielerreichung gut: Gegen
Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung, die Hepatitis C ist heute
mit kurzer, nahezu nebenwirkungsfreier Therapie fast immer heilbar. Doch
die Ergebnisse, die der WHO bis 2019 vorlagen, zeigten bereits vor der
Corona-Pandemie, dass die ersten gesetzten Ziele in Deutschland nicht
erreicht wurden. Grund ist vor allem die hohe Dunkelziffer nicht erkannter
Fälle. Es ist davon auszugehen, dass viele Betroffene in Deutschland
nichts von ihrer Erkrankung wissen. Und durch die Corona-Pandemie wurden
die Bemühungen, Hepatitis B und C bis 2030 einzudämmen, weltweit
zurückgeworfen. Erste Untersuchungen kommen zu alarmierenden
Einschätzungen.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass das Bewusstsein der Bevölkerung für
virale Infektionskrankheiten durch die Corona-Pandemie gestiegen ist und
die Wichtigkeit von Prävention, Impfung und speziell Früherkennung erkannt
wird.

„Es ist elementar, dass Lebererkrankungen möglichst früh erkannt und
adäquat behandelt werden. Die Deutsche Leberstiftung setzt sich seit
Jahren für die Feststellung der Leberwerte als Standardleistung im Rahmen
von turnusmäßigen Gesundheitsuntersuchungen in Deutschland ein. Dass
Versicherte ab dem vollendeten 35. Lebensjahr künftig den Anspruch auf ein
einmaliges Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C haben, ist zu
begrüßen und ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung für
mehr Lebergesundheitsbewusstsein“, betont Prof. Dr. Michael P. Manns,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, und merkt kritisch an:
„Leider konnte sich das Plenum des G-BAs nicht darauf verständigen, das
Virushepatitis-Screening bereits für Versicherte ab einem Alter von 18
Jahren einzuführen. Darüber hinaus bleibt die Forderung bestehen, dass
angesichts der vielen unerkannt bleibenden Lebererkrankungen die
Leberwerte im Blut (GPT, GOT und GGT) regelmäßig überprüft werden. Das
gilt beispielsweise angesichts der stetig steigenden Zahlen von nicht-
alkoholischen Fettlebererkrankungen (NAFLD) zumindest bei bestimmten
Patientengruppen wie extrem übergewichtigen Erwachsenen und Kindern.“

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die
öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem
Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und
Apotheker in medizinischen Fragen. Weitere Informationen zur Stiftung
unter https://www.deutsche-leberstiftung.de. Auf der Website finden Sie
unter anderem umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für
Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter.

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