Zum Hauptinhalt springen

Haiti: Nahrungsmittel und Wasser für die Betroffenen des Erdbebens Tropischer Sturm „Grace“ droht weitere Verwüstungen anzurichten

Nach dem schweren Erdbeben am vergangenen Samstag droht nun der Tropensturm „Grace“ in der Nacht zu Dienstag in Haiti auf Land zu treffen. Das Team von Malteser International hat sich bereits ein Bild von der Situation im Erdbebengebiet gemacht und beginnt nun damit Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente und Schutzausrüstungen gegen den drohenden Starkregen zu verteilen.

„Tausende Menschen haben das Wenige, was sie hatten, verloren. Sie campieren unter einfachen Zeltplanen. Der drohende Tropensturm wird sie völlig schutzlos treffen. Jetzt gilt es schnell zu handeln. Wir werden nun damit beginnen, neben dem Lebensnotwendigsten, Schutzkleidung gegen den Regen zu verteilen“, sagt Carla Wehmeier, Projektmanagerin für Lateinamerika und Karibik von Malteser International.

Bei dem Erdbeben am vergangenen Samstag verloren rund 1.300 Menschen ihr Leben, rund 5.700 wurden verletzt. Noch immer werden zahlreiche Menschen vermisst. „Die Todeszahlen steigen stündlich und ein Ende ist noch immer nicht abzusehen. Und schon droht den Menschen im Erdbebengebiet die nächste Naturkatastrophe“, sagt Yolette Etienne, Programmkoordinatorin in Haiti von Malteser International.

Die Krankenhäuser sind überlastet. Viele Verletzte können zurzeit nicht behandelt werden. „Wir werden die Gesundheitseinrichtungen mit Medikamenten und medizinischem Material versorgen. Außerdem werden wir die schwer traumatisierten Menschen psychosozial betreuen. Und in einigen Wochen werden wir damit beginnen, beim Wiederaufbau zu helfen,“ sagt Wehmeier.

Seit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2010 ist Malteser International in Haiti, mittlerweile hauptsächlich im Departement Nippes, tätig.

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in 30 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org

  • Aufrufe: 30

Minister besucht Gesundheitshochschule

Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und
Digitale Gesellschaft, besucht SRH Hochschule für Gesundheit.

„Wir haben als Hochschule eine Zeit hinter uns, die uns nachhaltig geprägt
hat. Corona stellte unsere Lehre und unsere Strukturen vor neue
Herausforderungen, die etwa die Digitalisierung weiter vorangebracht
haben. Wir freuen uns, dass Minister Wolfgang Tiefensee unsere SRH
Hochschule für Gesundheit im Rahmen seiner Sommertour besuchen wird, um
auch diese Veränderungen erleben zu können“, meint Prof. Dr. Claudia Luck-
Sikorski, Präsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit.

Gemeinsam mit Vertreter:innen des Thüringer Minister für Wirtschaft,
Wissenschaft und Digitale Gesellschaft wird Wolfgang Tiefensee die
Gesundheitshochschule am Studienort in Gera am 18. August 2021 um 15:00
Uhr besuchen.

Neben Präsidentin Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski und Vizepräsident
Prof. Dr. Björn Eichmann werden ebenso Geschäftsführerin Dr. Diana Rösler
und Annett Lockschen, Prokuristin und Leitung Verwaltung, die SRH
Hochschule für Gesundheit vertreten.

Vertreter:innen der Presse sind herzlich eingeladen und werden gebeten,
sich vorab bei Christoph Möckel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) anzumelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/claudia-luck-sikorski/

  • Aufrufe: 17

Internationale BfR-Fortbildung mit Anmelderekord

Rund 600 Fachleute vernetzen sich weltweit digital bei der 9. BfR-Summer
Academy zum Thema Lebensmittelsicherheit

Die 9. BfR-Summer Academy des Bundesinstituts für Risikobewertung findet
in diesem Jahr pandemiebedingt erstmals digital als Vorlesungsreihe statt
– und verzeichnet einen Anmelderekord in ihrer fast zehnjährigen
Geschichte. Rund 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 70
Ländern beschäftigen sich vom 16. bis 27. August mit den Themen
Risikobewertung und -kommunikation im Bereich Lebensmittelsicherheit in
Deutschland und Europa. „Digital erreichen und vernetzen wir mit der
Fortbildung so viele Fachleute wie nie zuvor“, sagt BfR-Präsident
Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Sie sollen ihr Wissen danach in ihrer
Heimat weitergeben und so dazu beitragen, global gehandelte Lebensmittel
sicherer zu machen und den Verbraucherschutz weltweit zu stärken.

Weitere Informationen zur 9. BfR-Summer Academy:

<https://www.bfr-akademie.de/english/bsa-2021.html>

Die 610 teilnehmenden Fachleute kommen aus 70 Ländern, unter anderem aus
über 20 europäischen Staaten, aus Neuseeland, Australien, Jordanien, aus
dem Sudan, aus Südafrika, Kenia, Brasilien, Chile, Costa Rica, Thailand,
China, Indien, Japan und Südkorea. Sie befassen sich zumeist beruflich mit
Lebensmitteln und ihrer Risikobewertung und stammen zumeist aus den
Disziplinen Biologie, Chemie und Toxikologie.

Neben BfR-Expertinnen und Experten werden auch Vortragende des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie der
chilenischen Behörde für Lebensmittelsicherheit und -qualität (ACHIPIA)
ihre Kenntnisse vermitteln. In den Vorträgen geht es unter anderem um die
Bewertung mikrobieller und chemischer Risiken in Lebensmitteln. Ziel ist,
dass die Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis über die Anforderungen
an Datengenerierung und -erhebung entwickeln.

Die 9. BfR-Summer Academy soll dazu beitragen, das europäische System der
Risikobewertung weltweit zu verbreiten und die Standards zu harmonisieren.
Die Anzahl und Vielfalt importierter und exportierter Lebens- und
Futtermittel nimmt global stetig zu, so dass auch die Anforderungen an die
wissenschaftliche Bewertung und Kommunikation möglicher Risiken steigen.
Die hohen europäischen Standards, die Vorschriften und das Wissen
hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Hygiene von Lebensmitteln sind für
viele Staaten von großem Interesse, wenn es darum geht, weltweit
gehandelte Produkte sicherer zu machen.

Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. In diesem Jahr gibt es
zwei Termine – vom 16. bis 20. August und vom 23. bis 27. August 2021 – zu
jeweils unterschiedlichen Tageszeiten, damit sich Teilnehmende aus
möglichst vielen Zeitzonen zuschalten können.

Der Startschuss für die BfR-Summer Academy war im Jahr 2012 in Berlin.
Seitdem findet die Veranstaltung jährlich statt. An den
Präsenzveranstaltungen von 2012 bis 2019 nahmen im Schnitt jeweils
zwischen 30 und 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit teil.
Im Jahr 2020 fiel die Veranstaltung pandemiebedingt aus.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

  • Aufrufe: 13

Von der letzten Online-Prüfung direkt nach Tokio zu den Olympischen Spielen

Henning in Tokio
Henning in Tokio

Auf den 24-jährigen Studierenden der Hochschule Heilbronn - Henning
Mühlleitner warten seine ersten Olympischen Spiele. Hier spricht er über
Tokio und Olympia –
» Glücklicherweise liefen die Klausuren gut für mich und mir viel eine
Last von den Schultern. Danach konnte ich befreit aufatmen und mit freiem
Kopf das olympische Dorf beziehen. «

Auf den 24-jährigen Studierenden der Hochschule Heilbronn - Henning
Mühlleitner warten seine ersten Olympischen Spiele. Hier spricht er über
Tokio und Olympia –
» Glücklicherweise liefen die Klausuren gut für mich und mir viel eine
Last von den Schultern. Danach konnte ich befreit aufatmen und mit freiem
Kopf das olympische Dorf beziehen. «

Henning Mühlleitner studiert aktuell im 7. Semester im Bachelor-
Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn. Die
Verschiebung der olympischen Spiele hatte seinen Zeitplan, auch für das
Studium, etwas umgeworfen [hatte eigentlich letztes Semester vor Olympia
ein Urlaubssemester zur Vorbereitung eingeplant], nichtsdestotrotz konnte
er auch während der Pandemiezeit und während der Olympia-Vorbereitung sein
Studium regulär wie seine Kommiliton*innen durchführen. Henning
Mühlleitner hatte bereits zum Studienstart Olympia als Ziel vor Augen. So
fieberten wir seit Anbeginn bei seinen sportlichen Leistungen mit und
unterstützen ihn bei der Vereinbarung beider Bereiche, wann immer dies
möglich und nötig war. Dabei ist beachtlich, wie anscheinend problemlos er
sein Studium und den Hochleistungssport vereint. So konnte er auch seine
Trainingszeiten und Trainingslager der vergangenen Jahre mühelos selbst
mit dem Studium in Einklang bringen. Die Hochschule und der Studiengang
Wirtschaftsinformatik haben Henning Mühlleiter ausdrücklich dabei
unterstützt, seinen Traum von Olympia zu verwirklichen und trotzdem dem
angestrebten Studienabschluss näher zu kommen. So konnte Henning
Mühlleitner noch unmittelbar vor seinen Auftritten bei Olympia in Tokio
online erfolgreich an seinen Prüfungen teilnehmen.

Kurzes Update – Henning hat am letzten Sonntag einen genialen vierten
Platz in seinem Finale erreicht. Glückwunsch!

Bist du gut und sicher in Tokio angekommen?

Wir sind am 21.07 nach unserer Vorbereitung in Kumamoto ins olympische
Dorf eingezogen. Das Dorf ist wie zu erwarten überwältigend und das ganze
Akkreditierungsprozedere verlief für uns sehr reibungslos. Nach Einzug ins
Dorf waren wir Mittagessen und ich habe das erste Mal das olympische
Feeling voll erlebt in der Mensa. So viele Menschen, die alle mit dem
Sport im Zusammenhang stehen, an einem Ort, das ist Wahnsinn!

Wie geht es einem Olympia-Athleten, so kurz vor Startschuss? Und was geht
dir durch den Kopf?

Ich versuche in Maßen das ganze Olympia Event aufzusaugen, um mich nicht
davon überwältigen zu lassen. Ansonsten ist für mich der Plan klar und die
Arbeit bis hier hin erledigt. Am Samstag habe ich meinen ersten Start über
400m Freistil gefolgt von der 4x200m Freistil Staffel der Herren am 27.07.

Wie sieht gerade dein Alltag in Tokio aus?

Noch gehen wir regelmäßig in der Schwimmhalle zum Training und werden über
die zwei Tage, die wir hier früher angereist sind mit Informationen
versorgt, die wichtig für das Verhalten im Dorf oder Wettkampf sind.
Ansonsten genieße ich die Zeit in der Dining Hall mit Team Kameraden oder
anderen Sportlern aus der Welt, die ich in der Vergangenheit kennengelernt
habe.

Hast du irgendwelche Wettkampf-Rituale, kurz vor deinen Wettbewerben?

Ich verfolge keine bestimmten Rituale vor dem Wettkampf. Ich versuche
lediglich 1,5-2h vor meinem Start in der Schwimmhalle zu sein, um mich
entsprechend vorbereiten zu können: Einschwimmen, runterkommen,
Wettkampfanzug anziehen und dann „Fokus“
Jeder große Sportler hat einmal ganz klein angefangen Seit wann schwimmst
du denn?

Und wann war klar, dass dieser Junge ein Ausnahmetalent ist?

Ich habe mit 8 Jahren (2005) angefangen mit Schwimmen. 2013 habe ich mich
entschieden nach Saarbrücken von Schwäbisch Gmünd an das Sportinternat zu
ziehen und dort meine Oberstufenjahre und das Abitur zu absolvieren. Nach
einem holprigen Start bei meinem Wirtschaftsinformatik Studium 2016 an der
Uni Saarbrücken bin ich 2017 nach Neckarsulm gezogen und habe dort meine
Schwimmkarriere fortgesetzt und mein WI Studium angegriffen.

Neben deiner Sport-Karriere studierst du ja auch noch. Wie schaffst du
diese Balance zwischen Profisport und Studium? (Kommt dir die HHN
entgegen, durch spezielle Kurslegungen oder so?)

Ich bin seit 2017 Student und Werkstudent bei einem jungen Unternehmen in
Stuttgart. Die Arbeit kommt mir gut entgegen und toleriert den Sport in
dem Umfang wie ich ihn ausübe. In Monaten, in denen ich mehr Zeit habe,
kann ich mehr arbeiten. In wichtigen Monaten für das Studium, kann ich
meine Arbeitsstunden flexibel gestalten.

Bis zu diesem Semester habe ich keine Kooperation mit der Hochschule
gehabt, da ich es bisher meinen Stundenplan immer an das Schwimmen
angepasst habe. Dieses Semester war die erste Ausnahme, da durch Corona
der gesamte Prüfungszeitraum verschoben war. Ich war allerdings sehr
positiv überrascht und super dankbar, dass die Studiengangs Leitung Herr
Prof. Lanquillon und meine Prüfer Stefanie Poßner und Thomas Schäffer so
entgegenkommend waren und mir maximales Verständnis entgegneten. Damit
konnte ich zwei individuelle Prüfungstermine im
Vorbereitungstrainingslager arrangieren.

Du hattest am Montag und Dienstag noch Klausuren … meinen tiefsten Respekt
… aber Hand aufs Herz - hast du dafür im Moment überhaupt noch Kopf?

Ich muss zugeben es war ein zusätzlicher Stressfaktor. Ab und zu fiel es
mir auch schwer das Studium und die Lernerei nicht mit ins Training zu
nehmen. Aber im Vorbereitungstrainingslager vergangene Woche, war es eine
sehr gute Ablenkung und eine gute Challenge. Somit war ich für mehrere
Stunden daran gehindert mir zu viele Gedanken über die olympischen Spiele
zu machen. Hinzu kommt, dass wir sowieso keine Freizeitaktivitäten
außerhalb des Hotels unternehmen durften. Ich muss ehrlich sagen, dass ich
die 3-4 Wochen vor den Klausuren rückblickend immer sehr cool finde und
mir das Lernen mit Kommilitonen in der Bibliothek einen guten Ausgleich
zum Schwimmeralltag gibt.
Glücklicherweise liefen die Klausuren gut für mich und mir viel eine Last
von den Schultern. Danach konnte ich befreit aufatmen und mit freiem Kopf
das olympische Dorf beziehen.

Wir wünschen Dir nun ganz viel Spaß und Erfolg in Tokio!
„Wir beglückwünschen ihn ganz herzlich bei seiner tollen ersten Leistung
bei Olympia, freuen uns auf weitere Erfolge und unterstützen ihn auch
weiterhin bei seinem baldigen Studienabschluss.“ so Prof. Lanquillon und
Claudia Pittel aus seiner Fakultät.

  • Aufrufe: 19