Zum Hauptinhalt springen

Nachhaltige Ideen für die Stadt am Fluss

Eine Woche lang beschäftigen sich Studierende und Studieninteressierte der
Fächer Water Technology und Architektur in der Sommerschule „Neckar Now“
mit den technischen und architektonischen Herausforderungen einer Stadt am
Fluss. Mit einer virtuellen Stadt-Rallye und einer Posterausstellung am
Römerbad in Heidelberg geht die Sommerschule am 7. August zu Ende.

Wie schnell aus einem kleinen Bach ein reißender Strom werden kann, hat
sich in den jüngsten Unwetterkatastrophen auch in Deutschland gezeigt. Das
Thema könnte also kaum brisanter sein: 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
aus 10 verschiedenen Nationen (China, Deutschland, Ecuador, Ghana, Indien,
Kambodscha, Kolumbien, Peru, Portugal, Russland, Thailand, Türkei) haben
sich in der Sommerschule Neckar Now an der SRH Hochschule Heidelberg
zusammengefunden, um sich interdisziplinär über nachhaltige Innovationen
auszutauschen – zum Teil in Präsenz, zum Teil virtuell. Am Samstag, 7.
August geht die vom DAAD und dem Auswärtigen Amt geförderte Sommerschule
von 12 bis 16 Uhr mit einer virtuellen Stadt-Rallye und um 16 Uhr mit
einer Posterausstellung am Römerbad in Heidelberg zu Ende. Bei beiden
Veranstaltungen ist auch die Öffentlichkeit herzlich willkommen.

Natürlich war auch die jüngste Unwetterkatastrophe in Deutschland ein
Thema bei der Sommerschule. „Ich denke gerade bei diesem Thema ist es
wichtig, interdisziplinär alle Kräfte zu bündeln. Wir müssen rasch Ideen
entwickeln, wie wir solche Katastrophen künftig vermeiden können“, sagt
Prof. Dr. Ulrike Gayh, Leiterin des Studiengangs Water Technology. Auf
diesen anspruchsvollen Weg machen sich auch die jungen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der SRH Hochschule Heidelberg.

„Wir hatten eine spannende Woche“, berichtet Teilnehmerin Daniela Chiquito
aus Ecuador. „Das Programm gestaltete sich bunt und abwechslungsreich,
angefangen mit einer Schiffstour auf dem Neckar über Touren durch
Heidelberg und die Bahnstadt bis hin zu Workshops, in denen wir selbst
nachhaltigen Ideen entwickelt haben.“ Die virtuelle Rallye durch die Stadt
befasst sich nochmals spielerisch mit dem Leben am Fluss und mit den
Projekten der Teilnehmenden. Das Ergebnis der Workshops können
Interessierte an Technik und Architektur schließlich bei der
Posterausstellung am Römerbad bewundern. „Die Teilnehmenden waren
unglaublich findig und haben gemeinsam tolle Ideen entwickelt, wie wir
unsere Zukunft am Fluss nachhaltiger gestalten können“, verrät Ulrike
Gayh. Beide Veranstaltungen finden auf Englisch statt:

Neckar Now Rallye: 7. August 2021, 12-16 Uhr via Teams:
https://kurzelinks.de/NeckarNowRallye

Outdoor Poster Session „Transformative approaches to a sustainable future
– towards resilient cities”: 7. August 2021, 16 Uhr am Römerbad (Ernst-
Walz-Brücke)

  • Aufrufe: 24

Zukunftsforum – Umwelt nachhaltig gestalten

Die Humboldt-Universität zu Berlin und die Joachim Herz Stiftung laden
ein, gemeinsam über eine nachhaltige Zukunft zu diskutieren.

Klimawandel und Verlust der Biodiversität sind einige der drängendsten
Fragen unserer Zeit – und alle können zu ihrer Lösung beitragen. Auf dem
ersten Zukunftsforum der Humboldt-Universität und der Joachim Herz
Stiftung diskutieren am 21. August 2021 Wissenschaftler:innen und
Bürger:innen gemeinsam Ideen für eine nachhaltige Zukunft. Zum
Zukunftsforum sind alle Interessierten herzlich eingeladen, Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung
findet auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin und im
Humboldt Labor im Humboldt Forum statt. Mit dabei sind die
Politikanalystin Dr. Arwen Colell, die Spezialistin für Landmanagement Dr.
Bettina König, der Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif, der Theologe Dr.
Torsten Meireis, und die Ökologin Dr. Ina Säumel, die Moderation hat Ralf
Krauter.

In vier Workshops werden auf dem Zukunftsforum an praktischen Beispielen
Projekte, Ideen und Lösungsansätze von Umwelt- und Klimaforscher:innen
vorgestellt – vom umweltfreundlichen Nachbarschaftsgarten bis zu
klimaneutraler Bürgerenergie. In Barcamps können die Teilnehmer:innen auch
eigene Themen vorschlagen und sich zu Fragen und Ideen austauschen.

Die Ergebnisse der Workshops und Barcamps werden im Anschluss
zusammengefasst und auf dem Zukunftsforum präsentiert. Das Zukunftsforum
klingt mit einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung „Nach der Natur“ im
Humboldt Labor im Humboldt Forum aus.

Akteure des Humboldt Forums sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit
dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der
Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das
Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie als
Hausherrin die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Das Humboldt Labor und das Zukunftsforum sind Teil der Initiative Open
Humboldt, mit der die Humboldt-Universität zu Berlin den Dialog zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft weiter ausbaut.

Termin
Zukunftsforum – Umwelt nachhaltig gestalten
Samstag, 21.08.2021, 13-19.30 Uhr
Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin
Zugang über Luisenstraße, 10117 Berlin oder Philippstraße, 10115 Berlin

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich unter
<https://hi.converia.de/frontend/index.php?folder_id=268&page_id>

  • Aufrufe: 29

Welchen Beitrag leisten Religionen für einen nachhaltigere Welt?

Drittes Theologiegespräch aus der Reihe „Glauben & Wissen“ findet live im
Rahmen des Open Humboldt Festivals statt

Der Klimawandel und seine ökologischen und sozialen Folgen, die Ausbeutung
der natürlichen Ressourcen und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten
– all dies hat die Menschheit zu verantworten. Welche Bedeutung haben in
diesem Zusammenhang Religionen? Ist der biblische Herrschaftsauftrag
wirklich im Sinne einer Ausbeutung der Schöpfung durch den Menschen zu
verstehen? Welche Rolle spricht der Koran dem Menschen als „khalifa“ zu?
Wann geht es um Schöpfungsbewahrung? Wie lässt sich umweltethisches
Handeln theologisch begründen?

„Zwischen Beherrschung und Bewahrung – was leisten Religionen für eine
nachhaltigere Welt?“, lautet der Titel des 3. Theologiegesprächs am
17.08.2021. Es findet im Rahmen des Open Humboldt Festivals auf dem HU-
Campus Nord statt.

Sprecher:innen und Statements:

Dr. Philipp Öhlmann, Leiter des Forschungsbereichs Religiöse
Gemeinschaften und nachhaltige Entwicklung, Theologische Fakultät, HU
„Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 nachhaltigen
Entwicklungszielen markiert einen Paradigmenwechsel in der internationalen
Entwicklungspolitik: die Unterscheidung zwischen „Entwicklungsländern“ und
„entwickelten Ländern“ wird aufgehoben. Diese Transformation zur
Nachhaltigkeit erfordert einen grundlegenden gesellschaftlichen,
ökonomischen, politischen und kulturellen Bewusstseinswandel, der alle
gesellschaftlichen Akteure einbindet. Religionsgemeinschaften können hier
einen wichtigen Beitrag leisten.“

Prof. Dr. Katharina Pyschny, Professorin für Biblische Theologie, Institut
für Katholische Theologie, HU

„Aus biblischer Perspektive hat der Mensch als Repräsentant Gottes
schützend und fürsorglich mit der Schöpfung und allen Geschöpfen
umzugehen. Wie die Bewahrung der Schöpfung als Lebensraum in den
unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Umständen gelingen kann - diese
Überlegungsleitung muss der Mensch selbst erbringen.“

Mona Feise-Nasr, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der
Nachwuchsforschungsgruppe „Islamische Theologie im Kontext. Wissenschaft
und Gesellschaft“, Berliner Institut für Islamische Theologie, HU

„Die auf Profitmaximierung ausgerichtete Ausbeutung der Erde, der Mitwelt
und anderer Menschen als billige Arbeitskräfte stellt eine Verkümmerung
der Beziehung zu Gott dar. Umweltethisches Handeln lässt sich als
Notwendigkeit aus dem islamischen Verständnis von der Verbindung zwischen
Gott, Mensch und Umwelt herleiten. Religionen können nur dann etwas für
eine nachhaltige Welt leisten, wenn Menschen sich mit deren
umweltethischen Grundsätzen beschäftigen und sie ins praktische Handeln
übertragen.“

Dr. Wolfram Stierle, Leiter der Stabstelle „Dialog Werteorientierte
Entwicklungspolitik“, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung, und Berater des Beauftragten der Bundesregierung für
weltweite Religionsfreiheit

„Religionen haben ein hohes Potential, einen Beitrag für eine
nachhaltigere Welt zu leisten, indem sie der Menschheit Orientierung geben
und Strukturen und Netzwerke für nachhaltige Entwicklung bieten.“
Moderation: Hans-Christoph Keller, Pressesprecher der HU

Mehr Infos zu der Veranstaltung auch auf den Social Media-Kanälen der HU:
Instagram, Twitter, Facebook, LinkedIn.

Termin und Teilnahme

Termin: Dienstag, 17. August 2021, 18.00 bis 19.30 Uhr, im Rahmen des Open
Humboldt Festivals

Ort: Campus Nord, Philippstr. 13, 10115 Berlin (Beschilderung zur
Hauptbühne)

„Glauben & Wissen. Theologiegespräche an der HU“

Die Gesprächsreihe erkundet theologische Sichtweisen auf aktuelle
gesellschaftliche Fragestellungen. Dazu bringt sie die Theologien der
Humboldt-Universität zu Berlin mit anderen Disziplinen und der
Öffentlichkeit in Dialog. Das Ziel ist ein Austausch zwischen
Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit. Bisher fanden
Theologiegespräche zu den Themen „Einsamkeit in der Pandemie – was gibt
Zuversicht?“ (März 2021) und „Gesellschaft im Umbruch – was heißt
Solidarität in der Krise?“ (Mai 20201) statt.

  • Aufrufe: 23

Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren: TU-Präsentationen im Rahmen der Wissensstadt Berlin

Präsentationen der TU Berlin vor dem Roten Rathaus am 7. August 2021 im
Rahmen der Wissensstadt Berlin

Die Fachgebiete der TU Berlin beteiligen sich mit einem vielfältigen
Programm an der Wissensstadt Berlin 2021. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt
der Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen zu den großen Themen unserer
Zeit: Gesundheit, Klima und Zusammenleben. Vom 26. Juni bis zum 22. August
2021 finden stadtweit über 100 Veranstaltungen für alle Interessierten
statt. Die TU Berlin mit dem Distributed Artificial Intelligence
Laboratory (DAI-Labor) und das Berlin Institute for the Foundations of
Learning and Data (BIFOLD) bieten am 7. August 2021, dem letzten
Aktionstag, folgendes Programm an:

Aktionstag: 7. August 2021, 15 bis 20 Uhr

Schaufensterprojekt BeIntelli des DAI-Labors der TU Berlin macht autonome
Mobilität erlebbar
Heute die Mobilität von morgen erleben: Am Aktionsstand von BeIntelli,
einem Projekt des DAI-Labors der TU Berlin, gibt es bei der Wissensstadt
Berlin autonomes Fahren zum Anfassen. Die Besucher*innen erwartet
einerseits ein Miniaturparcours mit einem BearCar, einem eigens
entwickelten und automatisiert fahrenden Modellauto. Außerdem wird ein
aufgerüsteter PKW ausgestellt, der zeigt, wie das autonome Fahrzeug seine
Umgebung wahrnimmt.
Auch das Bühnenprogramm bespielt das interdisziplinäre BeIntelli-Team: Jan
Keiser und Marc Guerreiro Augusto erklären ab 15.40 Uhr den
Zuschauer*innen die interessantesten Fakten zur Zukunftstechnologie des
autonomen Fahrens, Franziska Riethmüller moderiert.

Ort: Platz vor dem Roten Rathaus, Rathausstr. 15, 10178 Berlin-Mitte,
Stand und Bühne

Weitere Informationen:
<www.be-intelli.com>
<www.wissensstadt.berlin/events/wie-funktioniert-automatisiertes-fahren>

Aktionsstand: Erklärbare Künstliche Intelligenz
Techniken des maschinellen Lernens wie zum Beispiel Neuronale Netze – auch
oft bezeichnet als Künstliche Intelligenz (KI) – lösen heute bereits eine
Vielzahl an komplexen Aufgaben mit großem Erfolg, beispielsweise in der
Bilderkennung und Textanalyse, und bieten neuartige Vorhersagemodelle für
komplexe physikalische, biologische und chemische Zusammenhänge. Die
verschachtelte und komplex-nichtlineare Struktur vieler Modelle des
maschinellen Lernens bringen allerdings den Nachteil mit, dass diese
Systeme sich wie sogenannte Black Boxes verhalten und keine oder nur wenig
Informationen über ihre Entscheidungsprozesse erkennen lassen. Selbst die
Ingenieur*innen und Programmierer*innen haben oft keine Ahnung, exakt auf
Grundlage welcher Daten, diese Systeme ihre Entscheidungen treffen. Das
kann schnell zu einem Problem werden, wenn solche Systeme auf
unvorhergesehene Situationen treffen oder wenn aktiv versucht wird,
Systeme dieser Art zu manipulieren. In sicherheitsrelevanten Kontexten,
wie zum Beispiel in der Medizin oder auch beim autonomen Fahren, schließt
das den Einsatz solcher Systeme nahezu aus. Der Black Box-Charakter
beeinträchtigt die Anwendung und Akzeptanz dieser Systeme in allen
Anwendungsgebieten, in denen das Verstehen individueller
Modellvorhersagen, und somit das Vertrauen in das Vorhersagemodell,
unumgänglich ist.

Wissenschaftler*innen des Berlin Institute for the Foundations of Learning
and Data (BIFOLD) forschen intensiv an der sogenannten erklärbaren
Künstlichen Intelligenz, der sogenannten XAI. Diese schafft Einblicke in
die Blackbox KI und macht Entscheidungen rückverfolgbar. Der vor Ort
ausgestellte Demonstrator, der unter anderem am BIFOLD entwickelt wurde,
zeigt Interessierten am Beispiel der Bilderkennung, exakt welche Pixel
eines Bildes wie viel zu der Entscheidung der eingesetzten KI beigetragen
hat.

Ort: Platz vor dem Roten Rathaus, Rathausstr. 15, 10178 Berlin-Mitte,
Stand

Weitere Informationen:
<https://www.wissensstadt.berlin/events/erklarbare-kunstliche-intelligenz>

Weitere Projekte und Termine unter:
<https://www.tu.berlin/themen/transfer/2021/juni/wissensstadt-berlin/>

  • Aufrufe: 18