Statement: Verteidigungshaushalt 2027 – viel Geld, falsche Prioritäten
Johannes Binder, wissenschaftlicher Referent des Präsidenten und Forscher
mit Schwerpunkt Verteidigungsökonomie am Kiel Institut für Weltwirtschaft,
kommentiert den Verteidigungshaushalt 2027 zum NATO-Gipfel in Ankara:
„Deutschland ist reich an Ressourcen wie Kapital und Technologie, aber arm
an Personal – ökonomisch spricht das für eine hochtechnisierte,
automatisierte Verteidigungsstrategie. Der am Montag vom Kabinett
verabschiedete Verteidigungshaushalt 2027 spiegelt das nicht wider: Trotz
einer Rekordsumme von fast 140 Milliarden Euro, einem Plus von mehr als 30
Milliarden gegenüber diesem Jahr, fehlt weiterhin die strategische
Verzahnung von Technologie-, Industrie- und Verteidigungspolitik. Der
Haushalt wächst, seine Struktur bleibt die von gestern.
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