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Neuer Studiengang Digitales Storytelling startet an der Ostfalia Hochschule

Neuer Studiengang Digitales Storytelling an der Ostfalia Hochschule bietet
Vermittlung von Schnittstellenkompetenzen im Bereich audiovisueller und
interaktiver Medienformate – Bewerbung bis zum 30. Juni möglich.

Mit eigenen, individuellen Storys und in unterschiedlichen technischen
Anwendungen emotional ansprechen, begeistern und faszinieren können – das
sind die Kompetenzen, die Medienschaffende heute mitbringen müssen. Zum
Wintersemester startet an der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am
Campus Salzgitter der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
ein neuer journalistisch-gestalterischer Studiengang, der optimal auf
diese kreativen und digitalen Herausforderungen vorbereitet. „Unser neuer
Studiengang Digitales Storytelling verbindet das Handwerkszeug des
narrativen Journalismus und der gestalterischen Produktion“, erklärt
Professor Klaus Neuburg vom Institut für Mediendesign an der Ostfalia.
„Das macht den Studiengang so besonders.“

Der Fokus des siebensemestrigen Bachelor-Studiengangs ist auf die
Kombination von professionellem Erzählen von Geschichten und ihrer
technisch perfekten Realisierung sowohl in audiovisuellen wie interaktiven
Medien ausgerichtet. „Die Herausforderungen an Medienschaffende sind heute
vielseitiger denn je“, weiß Professor Andreas Kölmel, der das neue
Studienangebot gemeinsam mit Professor Neuburg koordiniert. „An die Stelle
von Texterin oder Texter plus Produzentin oder Produzent und Gestalterin
oder Gestalter, die gemeinsam agieren, tritt immer häufiger eine Person,
die zu all dem befähigt sein muss“, sagt er. Zugleich gebe es bei
innovativen Medienunternehmen in Deutschland einen großen Bedarf an
kreativen Menschen mit Schnittstellenkompetenzen im Bereich audiovisueller
und interaktiver Medienformate. Idee und Ziel des Studiengangs Digitales
Storytelling ist es deshalb, diese hohe Nachfrage zu bedienen. „Die
Prognosen dieser schnellwachsenden Branche sagen eine zunehmende Nachfrage
im Bereich des Journalismus, in der Werbung, in Marketing- und PR-
Abteilungen größerer Unternehmen voraus sowie generell im wachsenden Markt
des Entertainments“, beschreibt Kölmel die zukünftigen Jobperspektiven der
Absolventinnen und Absolventen.

Bewerbung bis zum 30. Juni:
Für eine Bewerbung ist eine gestalterisch-journalistische Mappe digital
bis zum 30. Juni einzureichen, bestehend aus bis zu 5 Arbeiten aus den
Bereichen Audiovisualität und/oder Interaktivität oder als Textbeiträge,
zum Beispiel Posts, Drehbücher, textbasierte Scrollytellings.

Alle Informationen zur Bewerbung und zum Studienablauf:
studium.ostfalia.de/k/bachelor/digitales-storytelling

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Podiumsdiskussion in Hamburg zu „Was ist gerecht? Zur Restitution von kolonialer Raubkunst“

Die Rückgabe kolonialer Raubkunst wird in Europa unterschiedlich
gehandhabt. Die Vorgehensweisen spiegeln oft unterschiedliche
Gerechtigkeitsvorstellungen wider. „Was ist gerecht? Zur Restitution von
kolonialer Raubkunst“: Unter dieser Überschrift veranstaltet die Akademie
der Wissenschaften in Hamburg eine Podiumsdiskussion am 19. Juni 2024 um
18:00 Uhr. An der Universität Hamburg, im Anna-Siemsen-Hörsaal,
diskutieren auf Einladung der Akademie-Arbeitsgruppe
„Gerechtigkeitsvorstellungen im globalen Vergleich“ namhafte Raubkunst-
Expertinnen und -Experten.

Seit den 1960er Jahren fordern afrikanische Staaten die Rückgabe
kultureller Objekte, die ihnen während des Kolonial-Zeit geraubt wurden.
Der vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron initiierte Sarr-Savoy-
Bericht (2018) zum Verbleib kolonialer Raubkunst löste eine internationale
Debatte über die Restitution, also die Rückgabe von Raubkunst als
Wiedergutmachung kolonialer Verbrechen aus: Während Deutschland – wie auch
Frankreich, die Niederlande und Belgien – mit der Restitution kolonialer
Raubkunst begonnen haben, stimmten die Parlamente in Großbritannien und
Portugal 2020 gegen die Rückgabe ihrer kolonialen Raubkunst. Diesen
Entscheidungen liegen häufig unausgesprochene unterschiedliche
Gerechtigkeitsvorstellungen zugrunde.

Die Podiumsdiskussion bringt europäische und afrikanische Perspektiven
zusammen und fragt:
• Was für eine Art von Gerechtigkeit kann die Rückgabe von Raubkunst
erreichen?
• Wo liegen die Grenzen dieser Gerechtigkeit?
• Welche Rolle spielen historische Veränderungen seit der Kolonialzeit in
den europäischen und afrikanischen Kulturen?
• Gibt es klare Täter- und Opfer-Zuweisungen?
• Und: Wer entscheidet über die Antworten auf diese Fragen?

Auf dem Podium:
• Prof. Dr. Till Förster, Zentrum für Afrika-Studien, Universität Basel
• Sarah Imani, LL.M., Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin
• Prof. Dr. David Simo, Universität Yaoundé I, Kamerun
• Dr. Ohiniko Mawussé Toffa, Ethnologisches Museum – Staatliche Museen zu
Berlin

Moderation: Prof. Dr. Sigrid Boysen, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg

Eckdaten zur Podiumsdiskussion „Was ist gerecht? Zur Restitution von
kolonialer Raubkunst“:

Mittwoch, 19. Juni 2024, 18:00 Uhr
im Anna-Siemsen-Hörsaal der Universität Hamburg,
Von-Melle-Park 8 („Erzwiss H“ – Erziehungswissenschaft), Gebäude 54, 20146
Hamburg

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Für die Teilnahme ist eine
Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Interessierte erhalten von der Akademie eine Bestätigung.

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Woher kommt in Zukunft das Wasser für Obst und Gemüse?

Am 18. und 19. Juni diskutieren Wissenschaft und Praxis in Berlin über
neue und alte Wasserquellen und Strategien zur Anpassung des Gartenbaus an
den Klimawandel

Braunschweig, Berlin (6. Juni 2024). Ohne Wasser keine Produkte: Neben dem
Boden ist das Wasser der wichtigste Faktor für erfolgreiche
landwirtschaftliche Produktion. Das gilt erst recht für den Gartenbau:
Wassermangel führt schnell zum Totalausfall einer Ernte. Doch woher kommt
in Zukunft das Wasser für Erdbeeren, Salat und Co., wenn sommerliche Hitze
für extreme Trockenheit sorgt? Darüber diskutieren Vertreterinnen und
Vertreter aus Forschung, Verwaltung, Politik und Betrieben am 18. und 19.
Juni 2024 in Berlin. Eingeladen haben das Bundesministerium für Ernährung
und Landwirtschaft (BMEL) und das Thünen-Institut.

Nach den Trockenjahren 2018 und 2019 ist Wasser, vor allem seine
Verknappung und künftige Verfügbarkeit, zu einem gesellschaftlich und
politisch viel besprochenen Thema geworden. Mit weiteren
klimawandelbedingten Veränderungen wächst die Relevanz: Insbesondere
steigende mittlere Temperaturen und mehr Verdunstung sowie häufiger
auftretende Extremwetterlagen, die Hitze und Trockenheit verursachen,
wirken sich negativ auf die Wasserverfügbarkeit für die Pflanzen aus.
Landwirtschaft und Gartenbau benötigen zusätzliches Wasser – und geraten
dadurch in Interessenskonflikte mit anderen Sektoren. Länder und Kommunen
müssen die Wasserentnahme einschränken, was wiederum zu Ernteverlusten und
Produktionsausfällen führt. Eine Frage lautet: Ist regional erzeugtes Obst
und Gemüse in Zukunft noch verfügbar?

Während der Tagung „Herausforderung Wasserverfügbarkeit und
Anpassungsoptionen im Gartenbau“ werden unter anderem die Wasserstrategie
der Bundesregierung und zu erwartende Trends bei Niederschlägen sowie bei
Grundwasserständen beleuchtet. Innovative Ansätze etwa zur
Wasserspeicherung, zu alternativen Wasserquellen oder zur effizienten
Bewässerungstechnik und -steuerung werden ebenso vorgestellt wie
Fördermöglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen.

Anmeldungen sind noch bis zum 11. Juni 2024 online möglich:
https://www.bmel.de/Wassergartenbau
Es besteht die Möglichkeit, die Tagung online zu verfolgen (keine
Hybridveranstaltung). Den Link erhalten Sie auf Nachfrage von der
Pressestelle des Thünen-Instituts: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

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Studierende der DHBW Karlsruhe erproben digitale Lösung für Foodcoops

Feldtest und Zukunftsausblick
Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven einer praxisnahen
Studienarbeit

In einem Feldtest mussten sich zum Abschluss ihrer Studienarbeit
Studierende der Informatik der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)
Karlsruhe mit Ihrer App Mitgliedern einer Foodcoop aus knapp 20 Haushalten
stellen. Ein Stresstest nicht nur für die App, sondern vor allem auch für
die Studierenden, der wertvolle Erkenntnisse im Sinne eines
Benutzerzentrierten Software-Designs zur Digitalisierung einer Foodcoop
lieferte.

Was sind Foodcoops?
Foodcoops sind selbstorganisierte (nicht-kommerzielle)
Einkaufsgemeinschaften mit dem Ziel mög-lichst regional Lebensmittel aus
biologischem Anbau einzukaufen, Verpackungsmüll und Fahrwege zu
reduzieren, sowie die Hoheit über das Angebot zurückzugewinnen.
Ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen, sowie Vorbestellung von
Frischwaren ermöglichen es, ohne typische Einzelhandelsfunktionalitäten
auszukommen, damit Kosten zu sparen und 100% der Lebensmittel zu
verteilen.

Foodcoops digitalisieren
Die benötigten Verwaltungsprozesse, die rein ehrenamtlich geleistet
werden, sind über Jahrzehnte gewachsen und hoch optimiert, basieren aber
bis heute im Wesentlichen auf „Papier und Bleistift“. Ihre Digitalisierung
verspricht einen Mehrwert z.B. durch die Möglichkeit online den
Bestellprozess der Mitglieder an extern vorgegebene Gebindegrößen
anzupassen. Wenn zum Beispiel ein Biobauer nur Gebinde von zehn
Salatköpfen einer Sorte liefert, dann ist es kompliziert eine Einigung
darüber herzustellen wie viele Gebinde bestellt werden sollen.
Aber auch bei der Abrechnung oder beim Umgang mit zu viel oder zu wenig
gelieferten Waren könn-ten auf Basis digitalisierter Prozesse
Zeitersparnisse erzielt und Prozesse weniger fehleranfällig gestaltet
werden.
Webbasierte Technologie wird zwar von einzelnen Foodcoops bereits
eingesetzt, verfügbare Tools zeigen sich aber als zu unflexibel, um die
spezifischen Anforderungen einer Foodcoop abzubilden.

Neustart im Rahmen von Studienarbeiten
Da bot es sich an, mit der Hilfe von Studierenden auf der grünen Wiese
ganz von vorne zu beginnen. Aus persönlichem Interesse an
Nachhaltigkeitsthemen initiierte so Dr. Oliver Rettig, Projektleiter im
Robot-and-Human-Motion-Lab (RaHM-Lab) an der DHBW Karlsruhe, bereits im
Jahr 2020 das Projekt zur Digitalisierung von Foodcoops. Im Rahmen von
mittlerweile fünf Studienarbeiten wurden von bisher zehn Studierenden mit
sehr viel Engagement zahlreiche software-technische und organisatorische
Aspekte untersucht und sehr viel Code entwickelt. Eine Herausforderung
stellte die Einarbeitung der jeweils nachfolgenden Studienarbeitsgruppen
in die zunehmend komplexere Codebase dar. In den ersten Anläufen gelang
dies gar nicht und bestehender Code musste komplett verworfen werden. Mit
zunehmender Erfahrung mit aufeinander aufbauender Studienarbeiten, die
insbesondere auch in Projekten des RaHM-Lab gewonnen werden konnten,
entwickelte sich ein zunehmend reibungsloserer Workflow. Der lange Atem
und die kontinuierliche Arbeit an dem Thema hat sich gelohnt: Mit dem
gerade abgeschlossenen Feldtest konnten jetzt erstmals alle
digitalisierten Teilprozesse sowie ihr Zusammenspiel durch die Mitglieder
einer Foodcoop in unmittelbarer Nähe der DHBW Karlsruhe erprobt werden.

Wie geht es weiter?
Der Feldtest hat gezeigt, dass technisch nicht mehr viel fehlt, um die App
in die Praxis zu bringen. Dieser Schritt kann allerdings nur gelingen,
wenn sich das Projekt aus dem Rahmen der Studienarbeiten löst und sich zu
einem lebendigen Open-Source Projekt mit externer Unterstützung und
kontinuier¬licher Weiterentwicklung wandelt. Eine letzte Aufgabe, die im
Rahmen einer weiteren Studienarbeit von Studierenden der DHBW im Oktober
dieses Jahres in Angriff genommen werden kann.  Zwei aus der so
erfolgreichen letzten Studienarbeitsgruppe haben bereits signalisiert,
dass sie in ihrer Freizeit gerne dabei helfen wollen. Mit Spannung wird
erwartet, wie sich die App weiterentwickelt und in Foodcoops eingesetzt
werden wird.

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