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Gesundheitsrisiko Klimawandel: Warum wir uns auf eine veränderte Welt einstellen müssen

Nachhaltigkeitskongress 2023: Klima und Gesundheit am 25. Oktober 2023 in
Wuppertal mit Dr. Eckart von Hirschhausen

Hitzestress, neue Krankheitserreger, psychische Belastung: Der Klimawandel
beeinflusst nicht nur die Umwelt, sondern hat auch Auswirkungen auf unsere
Gesundheit. Das ist das Thema des diesjährigen Nachhaltigkeitskongresses,
den das Wuppertal Institut gemeinsam mit der Stadtsparkasse Wuppertal und
der Neuen Effizienz organisiert. Die Abendveranstaltung findet am 25.
Oktober in Wuppertal statt und richtet sich an alle interessierten
Bürger*innen.

Wuppertal, 9. Oktober 2023: Programminhalte des Kongresses sind, neben den
direkten gesundheitlichen Folgen der Erderwärmung für den Menschen, die
Auswirkungen auf die Artenvielfalt, auf den Lebensraum heimischer Tiere
sowie Möglichkeiten zur Anpassung an die veränderten Bedingungen. Dabei
geht es auch um die Frage, wie sich Klima-Angst in Klima-Mut verwandeln
lässt.

„Die Folgen des Klimawandels spüren wir schon heute ganz konkret. An das
geänderte Klima müssen wir uns anpassen, das gehört zur Daseinsvorsorge:
bei der Stadtplanung, in der Kranken- und Altenpflege oder auch bei der
Wasserversorgung. Auf dem Nachhaltigkeitskongress wollen wir Wege zum
Wandel aufzeigen“, erklärt Jochen Stiebel, Geschäftsführer der Neue
Effizienz gemeinnützige GmbH.

Gesundheitsrisiken: Nicht nur zunehmende Hitze

Belastend für die Gesundheit sind nicht nur die zunehmenden Hitzewellen:
Der Klimawandel bringt auch neue Krankheitserreger zu uns, Pollenallergien
nehmen messbar zu, ebenso wie psychische Beeinträchtigungen. „Die
Weltgesundheitsorganisation WHO hat den Klimawandel als die größte
Gesundheitsbedrohung für die Menschheit eingeordnet. Das betrifft auch uns
in Deutschland. Auf diese Veränderungen müssen wir uns einstellen“,
erklärt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und
wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts.

Der Nachhaltigkeitskongress findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt.
Nach dem Erfolg der ersten Veranstaltung soll der Nachhaltigkeitskongress,
als jährlich fester Termin, Lösungen für den gesellschaftlichen Wandel bei
den aktuellen Herausforderungen aufzeigen.

Auch in diesem Jahr gehört die Stadtsparkasse Wuppertal zu den
Unterstützern und Mitveranstaltern des Kongresses. „Wir dürfen beim
Klimawandel nicht nur auf die Kosten und Probleme schauen. Dann vergessen
wir den Nutzen und die Chancen, die eine nachhaltigere Gesellschaft
bietet. Als Stadtsparkasse unterstützen wir die Transformation in eine
nachhaltigere Gesellschaft. Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr
wieder Partnerin des Nachhaltigkeitskongresses sind“, erklärt Gunther
Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal.

Die Referierenden auf dem Nachhaltigkeitskongress 2023:

Moderation: Anja Backhaus – Reporterin, Autorin und Sprecherin, bekannt
aus TV und Radio
Keynote: Dr. Eckart von Hirschhausen – Arzt, Wissenschaftsjournalist und
Gründer der Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick – Präsident und wissenschaftlicher
Geschäftsführer des Wuppertal Instituts
Jochen Stiebel – Geschäftsführer Neue Effizienz
Axel Jütz – Vorstand Stadtsparkasse Wuppertal
Dr. Neele Meyer – Referentin für Wissenschaftskommunikation am Klimahaus
Bremerhaven
Dr. Arne Lawrenz – Direktor Grüner Zoo Wuppertal
Dipl.-Psychologin Pia Falkenberg und Dipl.-Psychologin Nele Kühn
Constanze Schmidt – Wissenschaftliche Referentin Strategische
Themenfeldentwicklung Klimaanpassung am Wuppertal Institut

Nachhaltigkeitskongress 2023 – Klima und Gesundheit

Wann: Mittwoch, 25. Oktober 2023
17:00 – 21:00 Uhr

Wo: Glashalle Stadtsparkasse Wuppertal
Johannisberg 1
42103 Wuppertal

Programm: https://wupperinst.org/fa/redaktion/downloads/news
/2023_Programm-Nachhaltigkeitskongress.pdf

Anmeldung: https://www.wuppertal-live.de/?470792

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81% der Deutschen sind glücklich, aber schweigen über ihre Gefühle: Neue Studie zur Woche der Seelischen Gesundheit

Im Vorfeld der Woche der Seelischen Gesundheit, die vom 10. bis 20. Oktober stattfindet, zeigt eine Studie von REDEZEIT FÜR DICH und Appinio: Während sich 81 % der Deutschen als generell glücklich bezeichnen, sprechen 41 % selten über ihre seelischen Belastungen. Trotz des hohen Glücksempfindens zeigt die Studie zudem ein gesellschaftliches Stigma rund um die psychische Gesundheit. Ein Silberstreif am Horizont: 67% sind offen für digitale Hilfsangebote. Die Botschaft ist klar: Es ist an der Zeit, das Schweigen zu brechen und das Bewusstsein für die psychische Gesundheit zu stärken.

 

Die Ergebnisse der Studie spiegeln einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Trend wider, der in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist: Obwohl 81 % der Befragten angeben, insgesamt glücklich zu sein, scheuen sich viele, über ihre psychischen Belastungen zu sprechen. Dieses Schweigen könnte durch das soziale Stigma beeinflusst sein, das psychischen Erkrankungen und seelischen Belastungen immer noch anhaftet.

 

In vielen Kulturen, einschließlich der westlichen, wird von Individuen erwartet, dass sie Stärke zeigen und ihre Schwächen oder seelischen Belastungen verbergen. Dies kann dazu führen, dass Menschen, die Hilfe benötigen, zögern, sie in Anspruch zu nehmen oder über ihre Probleme zu sprechen. Das könnte darauf hinweisen, dass traditionelle Unterstützungsnetzwerke, wie Familie und Freunde, nicht immer als Ressource für das Gespräch über seelische Belastungen genutzt werden. Demnach könnten es in vielen Familien und Freundeskreisen an den notwendigen Werkzeugen oder dem Verständnis fehlen, um solche Gespräche zu führen.

 

Ein ermutigendes Ergebnis der Studie ist, dass sich 67 % der Befragten vorstellen können, Online-Angebote zur Unterstützung bei psychischen Belastungen zu nutzen. Dies deutet darauf hin, dass digitale Lösungen im Bereich der psychischen Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnen könnten.

 

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass, obwohl viele Menschen das Sprechen als hilfreich empfinden, um psychische Belastungen zu reduzieren, 56 % der Befragten das Gefühl haben, dass ihre psychischen Belastungen "nicht schwerwiegend genug" sind, um Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

"Die beeindruckende Lebenszufriedenheit vieler Befragter steht im Gegensatz zur Zurückhaltung, über psychische Belastungen zu sprechen. Es ist an der Zeit, diese Diskrepanz zu erkennen und zu handeln", sagt Florian Schleinig, Mitbegründer und Geschäftsführer von REDEZEIT FÜR DICH. "Es ist entscheidend, dass wir als Gesellschaft den Mut haben, über psychische Gesundheit zu sprechen und dafür zu sorgen, dass jeder, der Hilfe braucht, diese auch bekommt."

 

„Diese Studie unterstreicht die Notwendigkeit, das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schärfen und das damit verbundene Stigma abzubauen. Wir bei Appinio glauben fest daran, dass digitale Lösungen und offene Kommunikation den Weg zu einer besseren psychischen Gesundheitsversorgung ebnen können. Das wollen wir mit dieser Studie sichtbar machen“, sagt Constanze Schumann-Plekat, Team Lead Marketing DACH bei Appinio.

 

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

 

  1. Allgemeines Glücksempfinden: 81% der Befragten fühlen sich generell glücklich, unabhängig von Alter und Geschlecht.
  2. Reden als Entlastung: Sowohl Männer (66%) als auch Frauen (65%) sind sich einig, dass Reden hilft, seelische Belastungen zu reduzieren.
  3. Kommunikation über seelische Belastungen: Die Mehrheit (41,6%) spricht zumindest selten über ihre seelischen Belastungen, wobei 18% dies nie tun. Bei Männern sind es 21%, bei Frauen 15%.
  4. Kommunikation in der Kindheit: Nur 28% der Befragten geben an, dass ihre Eltern in ihrer Kindheit/Jugend mit ihnen über seelische Belastungen gesprochen haben, während 32% angeben, dass ihre Freunde dies getan haben. Interessanterweise haben Männer (35%) dies häufiger erlebt als Frauen (30%).
  5. Wunsch nach offener Kommunikation: Die Befragten wünschen sich mehr Offenheit im Umgang mit seelischen Belastungen in der Familie (49%), in Partnerschaften (48%) und in der Gesellschaft (67%). Frauen (70%) wünschen sich dies stärker als Männer (64%).
  6. Inanspruchnahme von Hilfsangeboten: 27% der Männer und Frauen haben bereits Hilfsangebote genutzt. 67% können sich vorstellen, Online-Angebote zur Unterstützung bei seelischen Belastungen zu nutzen, wobei die Zustimmung je nach Altersgruppe variiert (16-24 Jährige: 64%, 25-34 Jährige: 70%, 35-44 Jährige: 76%, 45-54 Jährige: 70%, 55-65 Jährige: 53%).
  7. Beliebteste Hilfsangebote: Die Top 5 sind Therapie (82%), Gespräche mit Freunden und Familie (59%), Arztbesuche (54%), Beratung (51%) und Coaching (28%).
  8. Gründe gegen die Nutzung von Hilfsangeboten: 56% fühlen, dass ihre seelischen Belastungen nicht schwerwiegend genug sind, wobei Frauen (59%) dieses Gefühl häufiger haben als Männer (53%).
  9. Reaktion auf die Nutzung von Hilfsangeboten: Nur 2% würden es negativ bewerten, wenn jemand ein Hilfsangebot für seelische Belastungen in Anspruch nimmt. Frauen (43%) sehen dies positiver als Männer (28%).
  10. Positive Aspekte der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten: Die Befragten schätzen es, wenn jemand sich seinen Ängsten stellt (63%), aktiv Hilfe sucht (58%) und den Mut hat, öffentlich darüber zu sprechen (57%). Hier gibt es zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede.

 

Über Appinio

Appinio ist eine globale Marktforschungsplattform, die für innovative und unkomplizierte Marktforschung steht. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, schnell und effizient spezifische Zielgruppen zu befragen und repräsentative Ergebnisse in Echtzeit zu erhalten. Dabei liefert Appinio täglich Millionen Meinungen aus 90+ Märkten für über 2.000 Auftraggebende, darunter Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter, Mobilität, Technologie sowie alle führenden Agenturen und Unternehmensberatungen. Das Unternehmen wurde 2014 von Jonathan Kurfess (Chairman), Max Honig (CEO) und Kai Granaß (CTO) gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hamburg, Deutschland.

 

Über REDEZEIT FÜR DICH #virtualsupporttalks

REDEZEIT FÜR DICH #virtualsupporttalks ist eine Plattform aus über 350 im Zuhören geschulten Coaches, Therapeut*innen und Psycholog*innen, die anderen Menschen ehrenamtlich ihr Ohr schenken und zuhören. Und das kostenlos und ohne Verpflichtung. Sie wollen in schwierigen Zeiten ein Signal der Hoffnung und Unterstützung senden.

 

Die Initiative ist gemeinnützig, gesellschaftsorientiert und verfolgt weder wirtschaftliche noch politische oder religiöse Ziele. Sie wurde im März 2020 von vier praktizierenden Coaches aus Hamburg gegründet und ist für jede*n kostenlos. Alle Zuhörer*innen bei REDEZEIT hören unabhängig von vorgebrachtem Thema, Herkunft, Hintergrund, Identität, Sexualität, Religion oder politischen Ansichten zu.

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„Erkenntnisse zur Katalyse finden internationale Beachtung“

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht gemeinsam mit Prof. Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, das Drucktechnikum, um sich einige Versuche anzuschauen.  Sarah Gombert  Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht gemeinsam mit Prof. Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, das Drucktechnikum, um sich einige Versuche anzuschauen. Sarah Gombert Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes besucht das Max-Planck-Institut
für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr

Woran arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-
Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr derzeit? Und
was gibt es Neues auf dem Campus? Ina Brandes, Wissenschaftsministerin des
Landes Nordrhein-Westfalen, hat dem Institut jetzt einen Besuch
abgestattet. Dabei gewann sie spannende Einblicke in den Forschungsalltag
der geschichtsträchtigen Einrichtung, die heute rund 400 Menschen aus
knapp 40 Ländern beschäftigt.

„Wir befassen uns mit allen Aspekten der Katalyseforschung“, sagte Prof.
Ferdi Schüth, Geschäftsführender Direktor des Instituts. Er erklärte der
Ministerin, warum die Katalyse eine so wichtige Schlüsseltechnologie ist,
auch für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. So sind Forscherinnen
und Forscher des Instituts unter anderem involviert, wenn es darum geht,
an der chemischen Speicherung von Wasserstoff zu tüfteln oder
herauszufinden, wie man Sonnenenergie am besten chemisch binden kann.
Elementare Fragen also, wenn es um die Zukunft der Energiewirtschaft geht.
Aber auch für die meisten Reaktionen der chemischen Industrie und die
Herstellung von Arzneimitteln ist die Katalyse entscheidend.

Optimales Umfeld für wissenschaftliche Arbeit

Ministerin Ina Brandes: „In Nordrhein-Westfalen finden Forscherinnen und
Forscher von Weltruf ein optimales Umfeld für ihre wissenschaftliche
Arbeit. Die Erkenntnisse zur Katalyse etwa, die hier gewonnen werden,
finden international Beachtung. Besonders freut mich, dass Auszeichnungen
wie der Chemie-Nobelpreis für den wissenschaftlichen Direktor Benjamin
List vor zwei Jahren viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
anziehen und sie Nordrhein-Westfalen so zur Heimat der Spitzenforschung
machen.“

Die Ministerin hatte im Anschluss an den Austausch mit dem Vorstand
Gelegenheit, einen Blick in verschiedene Abteilungen des Instituts zu
werfen. In der Elektronenmikroskopie beispielsweise werden die Ergebnisse
der Experimentalchemikerinnen und –chemiker genauestens unter die Lupe
genommen. „Nur in Kooperation mit den analytischen Abteilungen ist es den
Kolleginnen und Kollegen möglich, die richtigen Schlüsse aus ihrer Arbeit
im Labor zu ziehen“, erklärte Ferdi Schüth.

Ein wichtiges Thema des ministerialen Besuchs war auch die zukünftige
Entwicklung des Campus. Das MPI hat sich in seiner knapp 110-jährigen
Geschichte stets fortentwickelt, und wird es auch weiterhin tun. Die
Digitalisierung von Prozessen und Abläufen sowie eine elegante und
effiziente Bündelung der Analytik sind nur zwei Schlagworte, die die
Kohlenforscher in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen werden.
Wie alle Institute der Max-Planck-Gesellschaft wird auch das MPI für
Kohlenforschung zu einem großen Teil gemeinsam durch den Bund und die
Länder finanziert. Das Ministerium ist auch mit einer Vertreterin oder
einem Vertreter Mitglied im Verwaltungsrates des Instituts.

Seit mehr als 100 Jahren betreibt das Max-Planck-Institut für
Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr chemische Grundlagenforschung und
hat seit seiner Eröffnung als Kaiser-Wilhelm-Institut 1914 zahlreiche
chemische Entdeckungen von historischer Tragweite gemacht. Es war das
erste Kaiser-Wilhelm-Institut außerhalb Berlins und die erste
wissenschaftliche Einrichtung im Ruhrgebiet überhaupt. Zu den wichtigsten
Errungenschaften gehört die Entdeckung der Fischer-Tropsch-Synthese in den
1920er Jahren, ein Verfahren zur Herstellung synthetischen Benzins,
seinerzeit auf der Basis von Kohle, das aber auch andere
Kohlenstoffquellen, wie das Kohlendioxid aus Abgasen oder sogar aus der
Luft nutzen kann.

Wirtschaftlich und wissenschaftlich sehr bedeutend – und ebenfalls mit dem
Chemienobelpreis ausgezeichnet - war das Niederdruckpolyethylenverfahren
von Karl Ziegler, das die wirtschaftliche Produktion von hochwertigen
Kunststoffen ermöglichte. Aber auch ein Verfahren zur Entkoffeinierung von
Kaffeebohnen wurde am MPI für Kohlenforschung entwickelt. Heute besteht
das Institut aus fünf wissenschaftlichen Abteilungen, die jeweils von
einem Direktor geleitet werden. Rund 400 Beschäftigte aus aller Welt
widmen sich der chemischen Grundlagenforschung mit Fokus auf die Katalyse.

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InnovationFestival meets KIT Science Week: Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten

„Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten“ ist das Motto der diesjährigen KIT Science Week. Mit dabei ist auch die Initiative karlsruhe.digital mit dem InnovationFestival. (Daryoush Djavadi, KIT)  Daryoush Djavadi, KIT
„Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten“ ist das Motto der diesjährigen KIT Science Week. Mit dabei ist auch die Initiative karlsruhe.digital mit dem InnovationFestival. (Daryoush Djavadi, KIT) Daryoush Djavadi, KIT

Klima-, Umwelt- und Artenschutz, Ressourcenschonung, ökologisches
Wachstum, „grünes“ Unternehmertum, globale Gerechtigkeit: Nachhaltigkeit
hat viele Facetten und gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Aus
diesem Grund lädt die KIT Science Week vom 10. bis 15. Oktober 2023 unter
dem Motto „Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten“ zum Mitreden,
Mitforschen und Mitgestalten ein. Mit dabei ist die Initiative
karlsruhe.digital. Auf ihrem InnovationFestival @karlsruhe.digital
präsentiert sie im Rahmen der KIT Science Week digitale Innovationen aus
der TechnologieRegion Karlsruhe, die das Potenzial haben, die
Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft
voranzutreiben.

„Ohne Dialog hat Nachhaltigkeit keine Chance“, betont Professor Thomas
Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. Die KIT Science
Week beleuchte die vielfältigen Herausforderungen bei der Transformation
zu einer nachhaltigen Gesellschaft, schärfe das Bewusstsein und zeige, was
Forschung und Innovation zum Gelingen des notwendigen Umbruchs beitragen
könnten. „Sie lässt aber auch die betroffenen Menschen zu Wort kommen, von
denen viele mit Sorge in die Zukunft schauen“, erklärt Hirth. „Ihre
Impulse, Ideen und Argumente nehmen wir mit zurück in unsere Forschung und
unser Agenda Setting.“

Veranstaltungen für alle Wissensdurstigen

Eine Woche lang verbindet die KIT Science Week den wissenschaftlichen
Austausch in hochkarätig besetzten Fachkonferenzen mit interaktiven und
beteiligungsorientierten Veranstaltungen für alle „Wissensdurstigen“. Mit
dem „Wandel in eine nachhaltige Gesellschaft“ befasst sich der
trinationale Kongress der Science Week unter der Leitung von Professor
Johannes Orphal vom KIT-Zentrum Klima und Umwelt. Viele kleine und große
Events bringen die gesellschaftlichen Gruppen vor Ort oder online
zusammen: Von einer Podiumsdiskussion und einem Escape Room über offene
Labore, einem Climate Slam und Bürgerdialog bis zum Klima Puzzle, Open-
Air-Konzert und zur Exkursion. Internationale Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler treffen Bürgerinnen und Bürger, Familien, Schülerinnen und
Schüler, Auszubildende, Studierende und Studieninteressierte,
Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik und Wirtschaft sowie
Kulturschaffende. Sie erklären Ursachen, zeigen Lösungen, ordnen Zahlen
und Fakten ein, geben Orientierung und stellen ihre Forschungsergebnisse
und Innovationen zur Diskussion.

Starke Partner für den Dialog

Auch die Initiative karlsruhe.digital, in der sich Akteure aus Wirtschaft,
Verwaltung, Wissenschaft und Kultur engagieren, veranstaltet ihr
InnovationFestival wieder im Rahmen der KIT Science Week. „In der
Verbindung von digitaler Innovation und Nachhaltigkeitstransformation
liegt enormes Potenzial“, sagt Gabriele Luczak-Schwarz, Erste
Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe und Vorsitzende der Initiative
karlsruhe.digital. Digitale Lösungen wie die Software von HQS Quantum
Simulations, die Forschende bei der Suche nach neuen Materialien,
Chemikalien oder Medikamenten unterstützt, das KI-gestützte Process Mining
von MEHRWERK, das Unternehmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit
begleitet, oder die InnoCharge-Ladeoptimierung, die eine nachhaltig
günstige sowie grüne E-Mobilität ermöglicht, zeigen beim
InnovationFestival, wie sich innovative Ideen und Projekte positiv auf den
Alltag auswirken. „Wir brauchen Innovationen, gerade auch im digitalen
Bereich, denn sie spielen eine entscheidende Rolle, um die
Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern und zugleich den
Digital- und Wirtschaftsstandort Karlsruhe zu stärken. Die Themen der KIT
Science Week und des InnovationFestivals der Initiative karlsruhe.digital
ergänzen sich perfekt und deshalb profitieren beide Veranstaltungen
voneinander. Insofern freue ich mich sehr über die erneute und enge
Kooperation mit dem KIT“, so Luczak-Schwarz weiter.

InnovationFestival @karlsruhe.digital meets KIT Science Week

„Ziel des InnovationFestivals ist es, die Bandbreite der digitalen
Innovationen aus Karlsruhe und der Region überregional bekannt zu machen“,
so Martin Hubschneider, Geschäftsführender Vorstand des CyberForum e.V.
und Vorsitzender der Initiative karlsruhe.digital. Das InnovationFestival
@karlsruhe.digital biete daher den besten digitalen Innovationen aus
Karlsruhe und der TechnologieRegion Karlsruhe die große Bühne – vor Ort im
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien und im Livestream.

Neben der hochkarätigen Keynote rund um die KI-Allianz Baden-Württemberg
präsentieren Start-ups, renommierte Unternehmen und
Forschungseinrichtungen ihre neuesten digitalen Innovationen in
zehnminütigen Pitches. „Alle Beiträge zeigen die breit gefächerte
Expertise und wie in Karlsruhe Technologie gezielt eingesetzt wird, um das
Zusammenleben und die Lebensqualität zu verbessern“, ergänzt Hubschneider.
Zum Abschluss heißt es dann „InnovationFestival meets KIT Science Week“ im
Tollhaus auf dem Alten Schlachthof zum gemeinsamen Event mit ausreichend
Gelegenheit zum Austauschen und Feiern.

Für den Austausch begeistern

Bei der Premiere der KIT Science Week, die im Oktober 2021 rund um das
Thema „Künstliche Intelligenz“ stattfand, besuchten trotz der
Coronapandemie knapp 9 000 Menschen aus Karlsruhe und der Region die
Veranstaltungen in Präsenz oder online. Auch bei den beteiligten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stieß die erste KIT Science Week
auf große Resonanz. An diesen Erfolg wollen die Organisatorinnen und
Organisatoren anknüpfen und in diesem Jahr noch mehr junge Leute und
möglichst viele Menschen aus vielfältigen Bevölkerungsgruppen für den
Austausch mit der Wissenschaft begeistern. (sur)

Die Initiative karlsruhe.digital vereint Karlsruher Akteure aus
Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung mit dem Ziel, Karlsruhe
als Motor der Digitalisierung voranzutreiben – für mehr
Wettbewerbsfähigkeit, Lebensqualität und Souveränität. Durch die
Initiative karlsruhe.digital wird Expertise gebündelt, Vernetzung
gefördert und Themen werden ganzheitlich bearbeitet, um die digitale
Zukunft der Stadt aktiv zu gestalten.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

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