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Depression gehört in die Lehrpläne

Ein bis zwei Schülerinnen und Schüler pro Klasse an Depression erkrankt /
kostenfreie Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte

Leipzig/ Frankfurt am Main 18. September 2023 – Anlässlich des
Weltkindertages am Mittwoch (20. September) macht die Stiftung Deutsche
Depressionshilfe und Suizidprävention gemeinsam mit FIDEO auf den großen
Aufklärungsbedarf über Depression an Schulen aufmerksam. Depression gehört
zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen. Etwa 6
Prozent aller Jugendlichen erkranken an einer Depression. Das sind im
Schnitt ein bis zwei Schülerinnen und Schüler pro Klasse. „Fast jeder
Mensch wird im Laufe seines Lebens mit Depression in Berührung kommen –
sei es durch eine eigene Erkrankung oder als Angehöriger im Familien- oder
Freundeskreis. Wegen dieser Häufigkeit und Schwere der Erkrankung gehört
das Thema Depression in die Lehrpläne von Schulen, ähnlich wie
Suchterkrankungen“, fordert Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung
Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.
Der Netzwerkpartner der Stiftung Deutsche Depressionshilfe FIDEO (eine
Austauschplattform zu Depression bei jungen Menschen) bietet eine neue
kostenfreie "Schulbox Depression" an, die Lehrkräfte bei der Gestaltung
einer Unterrichtseinheit zum Thema unterstützt. An die Jugendlichen selbst
richtet sich das Video-Tutorial „Alles Gut?!“ der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe und Suizidprävention. In fünf kurzen Videoclips erhalten
Jugendliche unter www.deutsche-depressionshilfe.de/alles-gut die
wichtigsten Basisinformationen über die Erkrankung.

Depression als Unterrichtsthema: kostenlose FIDEO Schulbox Depression für
Lehrkräfte

FIDEO bietet ab sofort eine kostenlose „Schulbox Depression“ für den
Einsatz im Unterricht an. Die Schulbox enthält Materialien (z.B. Übungen,
Handouts, Flyer, Plakat für das Klassenzimmer) für die Gestaltung einer
Unterrichtseinheit zum Thema Depression ab der 7. Klasse. In einem
Themenheft finden Lehrkräfte Basisinformationen mit Fakten zur Erkrankung.
Sie erfahren mehr über die Folgen der Depression für Betroffene und welche
Hilfsmöglichkeiten es gibt. Interessierte Pädagoginnen und Pädagogen
können hier die "Schulbox Depression" bestellen und auf umfangreiche
Online-Materialien zugreifen: www.fideo.de/schule. Finanziert wurde die
Schulbox im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V
durch die Barmer.

Für Schülerinnen und Schüler: Online-Tutorial „Alles Gut?!“ klärt über
Depression auf

Schülerinnen und Schüler können sich auch unabhängig vom Unterricht über
Depression informieren: In fünf kurzen Videoclips erhalten Jugendliche
unter www.deutsche-depressionshilfe.de/alles-gut die wichtigsten
Basisinformationen über die Erkrankung. In den Videos erklärt Kinder- und
Jugendpsychiater Prof. Martin Holtmann für Jugendliche verständlich die
Grundlagen der Depression. Darüber hinaus teilen Betroffene ihre
persönlichen Erfahrungen und machen die Erkrankung so greifbar. Zu Wort
kommen u.a. die 19-jährige Antonia und die ein Jahr jüngere Katharina aus
dem Jugendbeirat der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Suizidprävention. Speziell für den Einsatz in Schulstunden ist aus den
Clips außerdem ein 12-minütiger Unterrichtsfilm entstanden. Möglich wurde
dieses Aufklärungsprojekt für Schülerinnen und Schüler durch eine
Förderung des „Cathy-Hummels-Programms“.

Online-Fortbildung für Lehrkräfte zu Depression für 2024 geplant

Darüber hinaus entsteht aktuell eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte.
Oft bemerken Lehrkräfte Konzentrationsschwierigkeiten, müde Augen oder
Stimmungsveränderungen bei Schülerinnen und Schülern. Sie sind jedoch
unsicher, ob und wie sie betroffene Jugendliche ansprechen sollen und wie
sie helfen können. Aktuell sind Fortbildungsangebote zu diesem Thema in
den einzelnen Bundesländern rar oder nur unzureichend auf den Bereich
„Depression & Suizidalität“ ausgerichtet. Die Veröffentlichung der von
Tribute to Bambi geförderten Fortbildung für Lehrkräfte ist für 2024
geplant.

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Dokumentation Obersalzberg mit neuem Außenauftritt: Studierende entwickeln visuelles Erscheinungsbild

Am 27. September 2023 werden der Erweiterungsbau und die neue
Dauerausstellung der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden mit einem
Festakt eröffnet. Im Zuge des Ausbaus des Lern- und Erinnerungsortes hat
auch der Außenauftritt eine Umgestaltung in Form eines neuen visuellen
Erscheinungsbildes erfahren. Entwickelt haben es Ann-Kathrin Häupl, Anja
Seemüller und Lena Wolf, drei Studentinnen der Fachwerkstatt Identity
Design an der Fakultät für Gestaltung der Technischen Hochschule Augsburg
(THA). Das im Rahmen eines kursinternen Wettbewerbs entwickelte
Designkonzept „History Layer by Layer“ verleiht der Bildungs- und
Vermittlungsarbeit zur NS-Historie eine neue Sichtbarkeit.

Die Dokumentation Obersalzberg ist ein vom Institut für Zeitgeschichte
München-Berlin (IfZ) betreuter Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des
Obersalzbergs und der nationalsozialistischen Diktatur. Die Einrichtung
besteht seit 1999 an historischer Stelle, mehr als drei Millionen
Besucher:innen haben sich dort bereits informiert. Nachdem das bisherige
Ausstellungsgebäude den Anforderungen nicht mehr entsprach, gab der
Freistaat Bayern einen Erweiterungsbau in Auftrag. Sowohl das Gebäude als
auch die neu konzipierte Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ werden
nun eröffnet. Eine zentrale Rolle wird dabei auch die Arbeit von drei
inzwischen ehemaligen Studentinnen der THA spielen: Sie haben das neue
Identity-Design-Konzept und visuelle Erscheinungsbild der Dokumentation
Obersalzberg entworfen.

Über den Entstehungsprozess des neuen Identity Designs

Der Neustart der Dokumentation Obersalzberg, für den der Erweiterungsbau
und die neue Dauerausstellung stehen, sollte auch im Außenauftritt
sichtbar werden, so Dr. Sven Keller, Leiter der Dokumentation
Obersalzberg. Daher trat Keller im Sommer 2021 an Stefan Bufler, Professor
für Identity Design an der Fakultät für Gestaltung der THA, heran. Das
Ziel: Die Konzeption, Gestaltung und exemplarische Umsetzung von Identity-
Design-Konzepten für die Dokumentation Obersalzberg.

Bufler führte das Projekt mit 26 Studierenden der von ihm geleiteten
Fachwerkstatt Identity Design im Rahmen eines kursinternen Wettbewerbs im
Wintersemester 2021/2022 durch. Als zusätzliche externe Begleiter:innen
standen den Studierenden Karin Langeveld und Cuby Gerards von Trapped in
Suburbia, Amsterdam, einer der führenden Experience-Design-Agenturen der
Niederlande, beratend zur Seite. „Für Kommunikationsdesigner:innen ist das
Projekt eine unglaublich spannende, weil sehr anspruchsvolle Aufgabe, der
sich die Studierenden mit großer Begeisterung und enormem Einsatz gewidmet
haben“, sagt Bufler.

Zum Auftakt des Designprojektes fand im Herbst 2021 eine zweitägige
Exkursion auf den Obersalzberg statt. Dabei besuchten die Studierenden die
bisherige Dauerausstellung, die Baustelle des Erweiterungsbaus und das
ehemalige sogenannte Führersperrgebiet samt Bunkeranlage. In Fachvorträgen
gewann die Gruppe wichtige Informationen über den historischen Ort und die
Gestaltung der neuen Ausstellung sowie über Berchtesgaden als
Tourismusregion.

Aufgeteilt in neun studentische Teams durchliefen die Gestalter:innen in
den darauffolgenden Wochen alle Stufen eines professionellen Identity-
Design-Prozesses – von der ersten Idee, über die Konzeptentwicklung,
Gestaltung und medienübergreifende Ausarbeitung des Erscheinungsbildes,
bis hin zur finalen Präsentation vor den Auftraggeber:innen.

Nach einer Zwischenpräsentation erster Leitideen vor Dr. Keller und dem
Team der Dokumentation Obersalzberg erfolgte die eigentliche Entwicklung
der Identity-Design-Konzepte. Diese umfassen Identifikationselemente wie
Wortmarken oder Wort-Bild-Marken, Komponenten der visuellen Sprache inkl.
Schrift, Typografie, Farbklima und Bildsprache, sowie exemplarische
Anwendungsbeispiele.

Die Abschlusspräsentationen fanden im Januar 2022 vor einer Jury mit
Beratungsgremium statt. Dieser Runde gehörten neben Dr. Sven Keller, Prof.
Stefan Bufler, Karin Langeveld und Cuby Gerards auch Prof. Dr. Andreas
Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin,
Albert Feiber und Leonie Zangerl von der Dokumentation Obersalzberg sowie
Dr. Bartl Wimmer, Vorsitzender des Zweckverbands Bergerlebnis
Berchtesgaden, an.

Die hohe Qualität der vorgestellten Entwürfe stellte die Juror:innen vor
keine einfache Aufgabe. Als Siegerinnen des Wettbewerbs gingen Ann-Kathrin
Häupl, Anja Seemüller und Lena Wolf hervor, die die Jury mit ihrem Konzept
„History Layer by Layer“ überzeugten und dafür das ausgelobte Preisgeld
mit Nutzungshonorar erhielten. Ein daraufhin überarbeitetes und ergänztes
Brand Book (Identity Design Toolkit) übergab das Team im Mai 2022 an die
Dokumentation Obersalzberg. Diese Designrichtlinien und Musterdateien sind
seitdem Grundlage für die Gestaltung aller Anwendungen – von
Gebäudebeschriftungen mit Orientierungssystem, über Plakate und alle
Druckerzeugnisse, bis zu digitalen Medien (Website, Social Media, etc.).

Alle drei Studentinnen haben im Studiengang Kommunikationsdesign an der
THA studiert und ihr Studium inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

„History Layer by Layer“

Die dem umgesetzten Entwurf zugrundeliegende Konzeptidee „History Layer by
Layer“ geht vom historischen Ort und charakteristischen Terrain der
Bergregion aus. Die von topografischen Karten übernommenen Höhenlinien
(Isolinien) des Obersalzbergs sind zentrales Motiv und wiedererkennbarer
„Fingerabdruck“ des Identity-Design-Systems. Sie sind über den Ortsbezug
hinaus auch metaphorisch zu verstehen.

Dazu Dr. Sven Keller: „Die Linien erinnern nicht nur an geologische
Schichtung, sondern verweisen auch auf ‚geschichtete Zeit‘, die von diesen
Zäsuren, oder besser Transformationen, gegliedert wird: vom ‚alten
Obersalzberg‘, über das Führersperrgebiet und die Nachkriegszeit, bis
heute.“ Zu den Aufgaben der Dokumentation Obersalzberg gehöre es, so
Keller, diese Zeitschichten offenzulegen und sichtbar zu machen – zumal
sie im Gelände für die Besucher:innen kaum noch nachzuvollziehen seien.

Die visuelle Sprache des Identity Designs greift diesen Gedanken mit einem
Layout-System auf, in dem Text- und Bildelemente entlang der Isolinien von
einzelnen „Höhenschichten“ überlagert werden. „Der Obersalzberg gibt also
im übertragenen Sinne durch die Vermittlungs- und Bildungsarbeit der
Dokumentation seine verborgenen Inhalte preis“, erklärt Prof. Stefan
Bufler. Diese ragten nun für das heutige Publikum sichtbar zwischen den
„Höhenschichten“ hervor. Auch die Wortmarke folgt diesem
Gestaltungsprinzip, indem die Einzelkomponenten des Namens unter gedachten
Höhenlinien zum Vorschein kommen.

Für Dr. Keller wird nicht zuletzt auch die Bildungsarbeit der
Dokumentation Obersalzberg durch das Erscheinungsbild repräsentiert: „Die
isometrische Linienführung ist nicht statisch, sondern vermittelt die
Lebendigkeit der täglichen pädagogischen Arbeit und kann sinnbildlich für
den Diskurs und den Eindruck von Unruhe und Irritation stehen. Das Design
repräsentiert damit einen stetig arbeitenden und sich weiterentwickelnden
Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur.“

Mit der Wahl einer sachlich-modernen Groteskschrift (Suisse Int’l) und
einer freundlich anmutenden Farbkombination (Petrol, Lime) findet das
Erscheinungsbild zu seiner zeitgemäßen Sprache und grenzt sich eindeutig
von Codes mit NS-Bezügen ab.

Flexibles Identity-Design-Konzept für vielfältige Anwendungszwecke

Das neue Erscheinungsbild kommt bereits in unterschiedlichsten Kontexten
und Medien zur Anwendung. Es wird zur Eröffnung der Dokumentation
Obersalzberg offiziell eingeführt.

Prof. Bufler sagt: „Ein Identity-Design-System, das auf einer inhaltlich
stimmigen Konzeptidee fußt und mit einer unverwechselbaren visuellen
Sprache ausgestattet ist, lässt sich flexibel an veränderte Gegebenheiten
und Erfordernisse anpassen. Damit kann ein Lern- und Erinnerungsort wie
die Dokumentation Obersalzberg auf gesellschaftspolitische Strömungen
reagieren und sein Publikum immer wieder neu für die Auseinandersetzung
mit aktuellen Fragen zu einer schwierigen Vergangenheit gewinnen. Es freut
uns sehr, dass wir der Dokumentation Obersalzberg zu der Sichtbarkeit
verhelfen können, die zur Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe notwendig
ist.”

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Expert*innen diskutieren über „Sex and Gender“

Eine Fachtagung widmet sich der Geschlechtsidentitätsdysphorie von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Am 22. und 23. September 2023
stehen gendervariante Menschen im Mittelpunkt. Im wissenschaftlichen
Diskurs sollen die verschiedenen Positionen zu diesem Thema intensiv
diskutiert werden. Die 24. Jahrestagung der Klinik und Poliklinik für
Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresden widmet sich in diesem Jahr dem Thema „Sex and Gender – Eine Frage
der Identität?“.

Das Thema Geschlechtsdysphorie gewinnt zunehmend an Bedeutung – in der
Medizin und Wissenschaft, aber auch in der Gesellschaft. Es bezeichnet den
Zustand von Menschen, die sich nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen
Geschlecht identifizieren. Das bei der Geburt zugewiesene und das
empfundene Geschlecht stimmen bei ihnen nicht überein. Die medizinischen,
psychischen und sozialen Aspekte von Geschlechtsdysphorie werden auf der
Fachtagung von Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen beleuchtet.
Dabei werden die unterschiedlichen Positionen zu diesem Thema intensiv
diskutiert.

Die Tagung „Sex and Gender – Eine Frage der Identität?“ richtet sich an
Ärzt*innen, Psycholog*innen, an Pflegekräfte und Fachkräfte im Sozialen
Dienst, aber auch an Studierende und Auszubildende dieser Medizinbereiche.
Der Kongress findet am 22. und 23. September im Dresdner Hygienemuseum
statt. Die Referent*innen wollen Fragen rund um das Thema
Geschlechtsdysphorie, das bislang wenig evidenzbasiert ist, in der
Gesellschaft aber durchaus kontrovers diskutiert wird, sensibel aufgreifen
und sich facettenreich damit auseinandersetzen. Eine Podiumsdiskussion mit
Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen soll verschiedene Positionen
aufzeigen und damit den wissenschaftlichen Diskurs fördern. „Dabei ist uns
eines wichtig: Eine Pathologisierung des Themas soll ebenso vermieden
werden wie die Verharmlosung, etwa von psychischen Problemen bei
Betroffenen. Stattdessen beleuchten Impulsvorträge und Workshops die
verschiedenen Perspektiven“, sagt Prof. Kerstin Weidner, Direktorin der
Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik.

Der Auftaktvortrag beschäftigt sich zunächst allgemein mit der
Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen und Erwachsenen. In einem sich
anschließenden Workshop geht es etwa auch um die Frage, warum sich immer
mehr Minderjährige „im falschen Geschlecht“ wähnen. Diskutiert wird zudem
über die anhaltende Kontroverse um die verschiedenen
Behandlungsstrategien. Auch die rechtliche Situation und das neue
Selbstbestimmungsgesetz werden beleuchtet, ebenso wie dessen mögliche
Konsequenzen, vor allem für Minderjährige und ihre Eltern. Ein weiterer
Vortrag widmet sich dem Thema Geschlechtsdysphorie in der
psychotherapeutischen Praxis und der Frage, warum es einer neuen
Konzeptualisierung von Gender bedarf und wie das gelingen kann. Namhafte
Expert*innen berichten aus ihrer Berufspraxis. Die thematische Spannweite
reicht hier von Konfliktberatung transsexueller Menschen und ihrer
Familien über Körper- und Tanztherapien als Selbsterfahrungsangebot im
psychotherapeutischen Kontext bis hin zur Berücksichtigung von
Bedürfnissen gendervarianter Menschen und den gesundheitlichen Folgen,
wenn diese Bedürfnisse ignoriert werden.

„Die Debatte zum Thema Geschlechtsdysphorie hat in den vergangenen Jahren
an Schärfe gewonnen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
am Uniklinikum Dresden. „Dabei geht es auch um die Frage, warum immer mehr
junge Menschen und Erwachsene nicht mit ihrer bei der Geburt zugewiesenen
Geschlechterrolle leben möchten.“ Die Debatte betreffe aber ebenso die
Anerkennung transgeschlechtlicher Menschen wie auch ihre Gleichstellung in
der Gesellschaft. „Deshalb ist es wichtig, dass sich die Hochschulmedizin
Dresden mit diesem Kongress dem äußerst sensiblen Thema widmet und damit
den wissenschaftlichen Diskurs vorantreibt.“ Prof. Esther Troost, Dekanin
der Medizinischen Fakultät an der TU Dresden, betont: „Bislang ist die
Studienlage zum Thema Geschlechtsdysphorie überschaubar. Die Fachtagung
bringt Expert*innen zusammen, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen und
Positionen dazu auszutauschen und intensiv diskutieren. Das macht einen
wissenschaftlichen, lösungsorientierten Diskurs aus.“

Der Kongress „Sex and Gender – Eine Frage der Identität?“ richtet sich
ausschließlich an Fachpublikum, öffentliche Veranstaltungen sind im Rahmen
der Tagung nicht geplant. Die Abstracts zu den angebotenen Vorträgen und
Workshops sowie Informationen zu den Referierenden unter www.ukdd.de/pso-
jahrestagung.

Medienvertreterinnen und -vertreter können nach vorheriger Akkreditierung
per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. an der Tagung teilnehmen.

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Berufliche Weiterbildung in Zeiten der Transformation – erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

Wie können Unternehmen für die Bedeutung beruflicher Weiterbildung
sensibilisiert werden? Welche Initiativen und gute Praxisansätze gibt es,
um die Beteiligung an Weiterbildung zu erhöhen?
Diesen Fragen wird in der Online-Veranstaltung "Berufliche Weiterbildung
bei Unternehmen und Beschäftigten initiieren – Impulse aus der Praxis"
nachgegangen. Die Veranstaltung wird von der Koordinationsstelle der
Weiterbildungsinitiator*innen, ansässig am Forschungsinstitut Betriebliche
Bildung (f-bb) in Nürnberg durchgeführt.

https://www.f-bb.de/unsere-arbeit/veranstaltungen/berufliche-
weiterbildung-bei-unternehmen-und-beschaeftigten-initiieren-impulse-aus-
der-praxis/

Damit Unternehmen und Beschäftigte mit dem digitalen Wandel und anderen
Transformationsprozessen Schritt halten können, ist berufliche
Weiterbildung essenziell. Gleichzeitig zwingen Faktoren wie der
Fachkräftemangel und hohe Rohstoff- und Energiepreise Unternehmen dazu,
ressourcenschonend zu handeln. Die Investition in die Weiterbildung der
Beschäftigten findet in dieser Situation oft nur wenig Beachtung. Wie
können Unternehmen und Beschäftigte trotzdem für die Bedeutung beruflicher
Weiterbildung sensibilisiert werden? Welche Initiativen, gute
Praxisansätze und kreativen Zugangswege gibt es, um die Beteiligung an
Weiterbildung zu erhöhen?

Darüber diskutiert die Koordinationsstelle der
Weiterbildungsinitiator*innen in Bayern am 28. September 2023 auf der
virtuellen Konferenz „Berufliche Weiterbildung bei Unternehmen und
Beschäftigten initiieren – Impulse aus der Praxis“. Mit dabei sind
Vertreter*innen der Bayerischen Weiterbildungsverbünde, der Taskforce
Fachkräftesicherung FKS+ und der Weiterbildungsinitiator*innen. Grußworte
sprechen Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit
und Soziales und Mitglied des Landtages sowie Dr. Iris Pfeiffer,
Geschäftsführerin des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb).

Die Online-Konferenz richtet sich an Anbieter in der
Weiterbildungsberatung, Bildungsträger, Kammern, Sozialpartner und weitere
im Handlungsfeld „Berufliche Weiterbildung“ tätige Personen. Die Teilnahme
ist kostenfrei. Sie findet am 28. September von 9:30 – 12:00 Uhr statt.
Eine Anmeldung ist bis 26. September möglich.
Weitere Informationen mit Anmeldemöglichkeit: https://www.f-bb.de/unsere-
arbeit/veranstaltungen/berufliche-weiterbildung-bei-unternehmen-und-
beschaeftigten-initiieren-impulse-aus-der-praxis/


Die Veranstaltung wird von der Koordinationsstelle der
Weiterbildungsinitiator*innen, ansässig am Forschungsinstitut Betriebliche
Bildung (f-bb) in Nürnberg durchgeführt. Das f-bb ist ein gemeinnütziges,
bundesweit tätiges Forschungsinstitut mit inhaltlichem Schwerpunkt im
Bereich Berufsbildung. Es entwickelt in enger Zusammenarbeit mit
Auftraggebern aus Politik und Wirtschaft Konzepte innovativer
betrieblicher Bildungsarbeit und sichert ihre Wirksamkeit in der Praxis.

Das Projekt "Weiterbildungsinitiator*innen als digitale
Bildungsberater*innen" ist Teil des Pakts für berufliche Weiterbildung
4.0. und wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie,
Arbeit und Soziales gefördert.

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