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Fusionsforschung zum Anfassen in Greifswald

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) lädt wieder zum Tag der
offenen Tür ein. Am Samstag, den 23. September 2023 öffnet es für
jedermann und freut sich auf große und kleine Besucher mit Interesse an
Physik und Technik.

Kernfusion gilt als eine der großen Hoffnungen für eine zuverlässige
Energieversorgung ohne klimaschädliche Emissionen. Weltweit arbeiten
Wissenschaftler und Ingenieure an der Realisierung dieser Zukunftsoption.
Es geht darum, das Prinzip, nach dem die Sonne ihre Energie erzeugt, auf
der Erde nutzbar zu machen. Das IPP in Greifswald ist international eine
der führenden Einrichtungen auf diesem Gebiet.

Am Samstag, dem 23. September 2023 veranstaltet es zum ersten Mal nach
drei Jahren Corona-Pause wieder einen Tag der offenen Tür. Von 10 bis 17
Uhr gibt es ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, Mitmach-Experimenten
und Kinderprogramm. Bei geführten Rundgängen kann man das Großexperiment
Wendelstein 7-X besichtigen – die weltweit leistungsfähigste und modernste
Anlage vom Typ Stellarator.

Das Programm im Detail:

Einführungsvorträge zur Kernfusion und zu Wendelstein 7-X

10:15 Uhr        „Fusionsforschung im Fokus der zukünftigen
Energieerzeugung“

11:30 Uhr        „Wendelstein 7-X – experimentieren mit dem modernsten
Stellarator der Welt“

15:00 Uhr        „Wendelstein 7-X – zentraler Baustein der gegenwärtigen
Fusionsforschung“

Während der Einführungsvorträge und Rundgänge erläutern Wissenschaftler
und Wissenschaftlerinnen die Ergebnisse der ersten Betriebskampagnen an
Wendelstein 7-X und geben einen Ausblick auf die kommenden
Experimentierphasen.

Experimentierstraße

Auf der Experimentierstraße gibt es Wissenschaft zum Anfassen. Besucher
können Laserstrahlen durch ein Labyrinth schicken. Sie erfahren, was mit
einem Schokokuss im Vakuum oder in der Mikrowelle passiert. Und sie können
„Gelato di W7-X“ probieren, das mit flüssigem Stickstoff hergestellt wird.
Außerdem kann man einen Supraleiter schweben lassen und lernen, wie man
Temperatur oder Dichte in einem Millionen Grad Celsius heißen Plasma
misst.

Kinderprogramm

Für junge Forscherinnen und Forscher gibt es ein spezielles Programm zum
Anfassen und Mitmachen. Dabei dreht sich alles um die beeindruckende Welt
des Magnetismus: Kinder und Jugendliche wickeln ihre eigenen Magnetspulen,
bringen Eisenspäne und flüssige Magnetmasse zum Tanzen und lassen
selbstgebaute Magnetflieger wie von Zauberhand durch die Luft fliegen.
Altersgerechte Führungen zum Wendelstein 7-X sind ebenfalls möglich.

Essen und Trinken

Kulinarische Energie liefern Kaffee, Getränke und kleine Snacks in der
Cafeteria.

Adresse:

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Wendelsteinstraße 1

17491 Greifswald

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Reallabore: Experimentierräume nachhaltig und partizipativ gestalten

Stellungnahme des Netzwerks „Reallabore der Nachhaltigkeit“ zur Initiative
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für ein Reallabore-
Gesetz

Das Netzwerk „Reallabore der Nachhaltigkeit“ und das Wuppertal Institut
als Gründungsmitglied des Netzwerks begrüßen die Erarbeitung eines
bundesweiten Reallabore-Gesetzes, wie vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz (BMWK) angeregt, schlägt aber wesentliche Ergänzungen vor
– etwa bei der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, harmonisierten
Mindeststandards und Partizipation der Zivilgesellschaft.

Wuppertal, 18. September 2023: Das Netzwerk als Zusammenschluss von mehr
als 50 Organisationen der deutschsprachigen Reallabor-Community mahnt in
einer aktuellen, innerhalb des Netzwerks gemeinschaftlich erarbeiteten
Stellungnahme insbesondere an, dass Ergebnisoffenheit und der
gesellschaftliche Diskurs bei der Erprobung von technischen und sozialen
Innovationen in Reallaboren nicht vernachlässigt werden dürfen.
„Reallabore bieten Orte zum konstruktiven Streiten und Lernen sowie zur
konkreten Mitgestaltung in einer gelebten Demokratie“, betont Mitautorin
der Stellungnahme Dr. Franziska Stelzer, Senior Researcherin im
Forschungsbereich Innovationslabore und langjährige Reallaborforscherin am
Wuppertal Institut. „Solche Reflexions- und Gestaltungskompetenzen sind
wesentliche Voraussetzungen für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung und
gelingende Transformation.“

Konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit

Das Netzwerk hebt zudem hervor, dass wirksame Reallabore grundlegende
Charakteristika erfüllen müssen, um ihr volles Potenzial entfalten zu
können. Die im Grünbuch Reallabore des BMWK genannten übergreifenden
Standards sollten deshalb um Kriterien ergänzt werden, wie zum Beispiel
Forschungsorientierung: Reallabore dienen auch dazu, neues Wissen zu
erzeugen; Akteursvielfalt und Partizipation: vielfältige Akteur*innen aus
Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und vor allem der Zivilgesellschaft
werden angemessen einbezogen; Labor-Charakter: Reallabore sind Räume für
gesellschaftliche Experimente, die ergebnisoffen und reversibel
durchgeführt werden; sowie Bildung: Reallabore dienen als
transdisziplinäre Lern- und Bildungsräume.

Das Netzwerk betont insbesondere die konsequente Orientierung von
Reallaboren an Nachhaltigkeitszielen für die gesetzliche Ausgestaltung der
Experimentierräume. So sollte im Reallabore-Gesetz verbindlich verankert
werden, dass Reallabore Nachhaltigkeit als erste Prämisse für das Erproben
von Innovationen setzen.

„Reallabore sollten sich am Konzept der starken Nachhaltigkeit orientieren
und wirtschaftliche und soziale Innovationen im Rahmen planetarer Grenzen
ermöglichen“, fordert Dr. Oliver Parodi, Sprecher des Netzwerks
„Reallabore der Nachhaltigkeit“. “Alles andere wäre nicht nur unzeitgemäß,
sondern auch politisch unverantwortlich. Nicht zuletzt auch, weil der
Koalitionsvertrag der Bundesregierung das Erreichen von
Nachhaltigkeitszielen einfordert.“

Partizipation für eine starke Beteiligung von Zivilgesellschaft

Weltweit sind Reallabore und ähnliche ‚Labs‘ in den letzten Jahren zu
einer wichtigen Einrichtung in der transdisziplinären und transformativen
Forschung und Praxis geworden. In ihnen können innovative Ideen und neue
gesellschaftliche Praktiken konkret und praxisnah entwickelt, erprobt und
erforscht werden. Damit werden Reallabore zu Inkubatoren des Wandels und
können zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen.

Wichtigster Pluspunkt von transdisziplinär angelegten Reallaboren ist
dabei die Interaktion von sektor-, branchen-, disziplinen- und
Ttchnologieübergreifend arbeitenden Akteuren und Akteurinnen. Das
Reallabore-Gesetz und der geplante One-Stop-Shop Reallabore – also eine
zentrale Anlaufstelle für die Beratung der Praxis, Wissenssammlung und
Wissenstransfer in die Gesetzgebung – sollten dabei die Rolle der
Zivilgesellschaft weiter stärken. Dazu gehört neben einer adäquaten
Ansprache auch die verstärkte finanzielle Förderung ihrer Arbeiten im
Reallabor.

Über das Netzwerk „Reallabore der Nachhaltigkeit”

Das Netzwerk „Reallabore der Nachhaltigkeit“ umfasst 50 Organisationen
sowie über 80 aktive und abgeschlossene Reallabore im deutschsprachigen
Raum. Die Akteur*innen im Netzwerk arbeiten seit mehr als zehn Jahren in
und zu Reallaboren. Sie haben sowohl den theoretischen Diskurs als auch
die Verwirklichung von Reallaboren maßgeblich mitgeprägt und in diesem
Zeitraum wichtige Beiträge zur Entwicklung, Umsetzung, Rahmensetzung und
Förderung von Reallaboren geleistet.

Herausgebende Institutionen der Stellungnahme zur Initiative des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für ein
Reallabore-Gesetz sind: Ecological Research Network (Ecornet), Frankfurt
University of Applied Sciences (FRA UAS), Leibniz-Institut für ökologische
Raumentwicklung (IÖR), ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung,
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Leuphana Universität Lüneburg,
Öko-Institut, Wuppertal Institut sowie weitere Akteur*innen des Netzwerks
“Reallabore der Nachhaltigkeit”.

Weitere Informationen:

Stellungnahme des Netzwerks „Reallabore der Nachhaltigkeit“ zur Initiative
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für ein
Reallabore-Gesetz
www.reallabor-netzwerk.de/stellungnahme-reallabore-gesetz.php

Netzwerk “Reallabore der Nachhaltigkeit”
https://www.reallabor-netzwerk.de/

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Ausschreibung von Forschungsprojekten im Bundesprogramms gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport

Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellen eine
Gefahr für die Demokratie und die Zivilgesellschaft, darunter auch den
Sport, dar. Zur Stärkung der Prävention und Bekämpfung dieser Gefahren hat
das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) ein Bundesprogramm
gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport ins Leben
gerufen und setzt damit ein weiteres Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag
um. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) unterstützt das BMI in
diesem Vorhaben durch die Koordinierung der Forschungsaktivitäten im
Rahmen des Bundesprogramms.

Im Rahmen des Bundesprogramms schreibt das BISp drei Forschungsprojekte zu
den Themenfeldern "Demokratiebildung", "Einstellungsforschung" und
"Extremismusprävention" aus. Die vorgesehene Projektlaufzeit der
Forschungsprojekte beträgt 10 Monate. Der Projektstart wird zum 01.03.2024
angestrebt. Nach zu erfolgender Rücksprache könnte eventuell ein
vorzeitiger Maßnahmebeginn zum 01.01.2024 gewährt werden. Der Ablauf der
Bewerbungsfrist ist der 27.10.2023. Maßgeblich ist der postalische Eingang
des Angebots (inkl. aller ergänzender Unterlagen) im BISp.

Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen
können auf der Webseite des BISp eingesehen und runtergeladen werden:
https://www.bisp.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Nachrichten/2023
/Ausschreibungen-gg-Rechtsextremismus-pp.html

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Suchtkongress 2023 - BZgA informiert zu Folgen des Cannabiskonsums für junge Menschen

Jugendliche sind durch den Konsum von psychoaktiven Substanzen deutlich
gefährdeter als Erwachsene – das gilt auch für den Konsum von Cannabis.

Aktuelle Studiendaten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) belegen, dass neun Prozent der 12- bis 17-Jährigen und etwa die
Hälfte der 18- bis 25-Jährigen schon mindestens einmal in ihrem Leben
Cannabis konsumiert haben. Darauf weist die BZgA anlässlich des Deutschen
Suchtkongresses 2023 hin, der vom 18. bis 20. September in Berlin
stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die BZgA ihre Angebote der
Cannabisprävention vor.

Jugendliche sind durch den Konsum von psychoaktiven Substanzen deutlich
gefährdeter als Erwachsene – das gilt auch für den Konsum von Cannabis. In
der Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter finden im Gehirn
wichtige Reifungs- und Umbauprozesse statt, die durch das Konsumieren von
Cannabis gestört werden können.
Die Zahl der jungen Menschen, die schon einmal Cannabis ausprobiert haben,
ist hoch. Aktuelle Studiendaten der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) belegen, dass neun Prozent der 12- bis 17-Jährigen und
etwa die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen schon mindestens einmal in ihrem
Leben Cannabis konsumiert haben. Darauf weist die BZgA anlässlich des
Deutschen Suchtkongresses 2023 hin, der vom 18. bis 20. September in
Berlin stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung stellt die BZgA ihre
Angebote der Cannabisprävention vor.

Die BZgA informiert gezielt junge Menschen zu den Folgen des
Cannabiskonsums mit altersgerechten und lebensweltbezogenen Aufklärungs-
und Kommunikationsangeboten in Schulen, online und in sozialen Netzwerken.
Die zielgruppenspezifischen Angebote der BZgA sensibilisieren Jugendliche
dafür, kein Cannabis zu konsumieren. Erwachsene erhalten Informationen, um
eine verantwortungsvolle Entscheidung für einen möglichen Cannabiskonsum
treffen zu können. Zudem sind für Eltern und Lehrkräfte spezielle
Informationsangebote verfügbar. Auch bietet die BZgA weitere kostenfreie
Beratungsangebote per Chat oder E-Mail und Telefon rund um das Thema.

- Mit dem Portal https://www.cannabispraevention.de sowie in Social-Media-
Kanälen bietet die BZgA insbesondere Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften
die Möglichkeit, sich umfassend über Cannabis und die mit dem Konsum
verbundenen Risiken zu informieren.

- Das BZgA-Internetportal https://www.drugcom.de bietet gesichertes Wissen
und Informationen unter anderem der Cannabisprävention für junge Menschen
sowie für Fachkräfte und schon drogenaffine junge Menschen.

- Mit dem Online-Selbsttest „Cannabis-Check“ unter
https://www.drugcom.de/tests/selbsttests/cannabis-check/ kann der eigene
Umgang überprüft werden.

- Bei der Konsumreduzierung unterstützt das Online-
Verhaltensänderungsprogramm „Quit the Shit“ https://www.quit-the-shit.net
individuell und persönlich. Es kann kostenfrei und anonym genutzt werden
und hat in verschiedenen Studien seine Wirksamkeit bestätigt.

- Das Beratungstelefon der BZgA zur Suchtvorbeugung berät persönlich auch
zu Hilfs- und Beratungsangeboten vor Ort. Es ist erreichbar unter 0221 89
20 31 von Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und von Freitag bis
Sonntag von 10 bis 18 Uhr zum Preis entsprechend der Preisliste des
Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz.

Die Bundesregierung hat die Legalisierung des Konsums von
nichtmedizinischem Cannabis für Erwachsene auf den Weg gebracht. Cannabis
wird legal, aber die gesundheitlichen und sozialen Risiken des Konsums
bleiben. Das Bundesministerium für Gesundheit hat daher eine
Aufklärungskampagne initiiert, mit dem Ziel, durch Aufklärung über und
Informationen zu Cannabis Jugendschutz und Prävention zu stärken und durch
die im Gesetzesentwurf verankerten Maßnahmen über den verbesserten
Gesundheitsschutz zu informieren. Unter dem Titel 'Cannabis: Legal,
Aber...' ist die Digital-First-Kampagne vor allem in sozialen Medien
sichtbar.

BZgA-Informationsangebote der Cannabisprävention:
Online-Portal für Jugendliche, Fach- und Lehrkräfte sowie Eltern:
https://www.cannabispraevention.de
Online-Portal für junge Erwachsene, Fach- und Lehrkräfte sowie Eltern:
https://www.drugcom.de
Individualisiertes Verhaltensänderungsprogramm „Quit the Shit“:
https://www.quit-the-shit.net
Social-Media-Informationen für Jugendliche und junge Erwachsene:
https://www.instagram.com/cannabispraevention.de/
https://www.youtube.com/channel/UC3HKTiEt5MebQKd0wxx4o1Q
https://twitter.com/drugcom_de

Informationsbroschüre für Eltern zum Cannabiskonsum im Jugendalter:
• „Elterninfo Cannabis“

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte:
• „Cannabis – Materialien für die Suchtprävention in den Klassen 8-12“
• „Der Cannabis Case. Alles was Du wissen solltest – Begleitheft mit DVD“
• Faltblatt „Die Sucht und ihre Stoffe – Cannabis"
• Broschüre „Cannabis – Basisinformation“
• „Kiffen ist riskant – Ein Heft in Leichter Sprache“

Bestellung der kostenlosen BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bzga.de/
Fax: 0221/8992257
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Informationen zum Deutschen Suchtkongress 2023:
https://www.suchtkongress.org/

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