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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: China stabilisiert den Welthandel

RWI/ISL-Containerumschlag-Index  Copyright: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
RWI/ISL-Containerumschlag-Index Copyright: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
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Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist laut aktueller Schnellschätzung im September mit
saisonbereinigt 136,7 Punkten gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Ohne
den deutlichen Anstieg des Containerumschlags in den chinesischen Häfen
wäre der Rückgang des Gesamtindexes deutlich stärker ausgefallen.

In den
unterschiedlichen Entwicklungen dürften sich die Reaktionen der
Handelspartner auf die US-Zollpolitik widerspiegeln. ...

... In Europa normalisiert sich der Containerumschlag bereits wieder,
nachdem er im Zuge der Einigung mit den USA deutlich gestiegen war. In
China belebt er sich angesichts der Einigung mit den USA erst jetzt
wieder.

Das Wichtigste in Kürze:

- Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im September auf 136,7 Punkte gegenüber
137,3 Punkten (revidiert) im Vormonat leicht gesunken.

- Beim Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung
im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist erneut ein deutlicher
Rückgang von 117,0 Punkten (revidiert) auf 115,3 Punkte im September zu
verzeichnen.

- In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag deutlich gestiegen –
von 151,7 Punkten im Vormonat (revidiert) auf 153,3 Punkte.

- Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Oktober 2025 wird am 27.
November 2025 veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Die US-Zollpolitik prägt nach wie vor den weltweiten
Containerumschlag. Die Unternehmen reagieren mit ihren Exporten in die USA
kurzfristig auf Ankündigungen der US-Administration. Ein Ende der
längerfristigen Anpassungen an die neue Rolle der USA in der
Weltwirtschaft zeichnet sich noch nicht ab, auch weil die meisten
Vereinbarungen noch nicht abschließend geregelt sind. Wie stark diese
Dauerspannung den Welthandel letztlich schwächt, lässt sich derzeit noch
nicht beziffern.“