Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hat scharfe Kritik an der Geldpolitik der EZB geübt und für 2015 eine Zinswende gefordert. Die bisherigen Entscheidungen hätten "nicht die erwünschten Effekte gebracht, im Gegenteil", sagte Fahrenschon der "Saarbrücker Zeitung". Vielmehr werde die Krise in einigen Staaten der Euro-Zone nur noch vertieft, wenn man den Druck mit niedrigen Zinsen wegnehme und notwendige Reformen unterblieben. Das Übermaß an Zentralbankgeld setze zudem die klassische Funktion von Zinsen außer Kraft und führe zu Ausschlägen auf vielen Teilmärkten. Als Beispiele nannte er Antiquitäten oder Oldtimer. "Wenn das zum Normalzustand wird, funktionieren viele wichtige Grundsätze nicht mehr. Zum Beispiel, dass sich Sparen lohnt, dass sich Vorsorge lohnt, dass sich Vorsichtigkeit lohnt. Das alles wird beschädigt."
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