Eon soll Atom-Rückstellungen in staatliche Hand geben
Nach Eons Ankündigung, den Konzern aufzuspalten, wächst der Druck auf die Versorger, ihre Atom-Rückstellungen in einen staatlichen Fonds zu geben. "Der Fall Eon zeigt, dass wir dringend eine Lösung für den Meiler-Rückbau brauchen. Um die Atom-Rückstellungen insolvenzsicher zu machen, wäre eine Überführung in die öffentliche Hand sinnvoll", sagte Michael Müller, Chef der Endlager-Kommission, der Rheinischen Post. "Der Staat würde die Gelder treuhänderisch verwalten, die Unternehmen blieben gleichwohl für den Rückbau zuständig. Wir dürfen Eon und die anderen AKW-Betreiber nicht aus der Verantwortung entlassen." Weiter forderte Müller: "Der Staat muss endlich Klarheit darüber gewinnen, wie viel Kosten beim Rückbau wirklich anfallen werden."
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Die unsichere Lage auf dem europäischen Automarkt wird nach Expertenmeinung noch den einen oder anderen Arbeitsplatz in der Branche kosten, das könnte auch für Deutschland gelten. Diese Meinung vertrat Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft (FDHW) in Bergisch Gladbach, in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Vor allem die problematische Lage auf dem russischen Markt und die nach wie vor bestehenden Strukturprobleme in Frankreich und Italien trügen zu dieser Einschätzung bei. Ob die bisher durchgezogenen Fabrikschließungen in den letztgenannten Ländern ausreichten, wage er zu bezweifeln, betonte Bratzel weiter.