Experte erwartet Stellenabbau in der Automobilbranche
Die unsichere Lage auf dem europäischen Automarkt wird nach Expertenmeinung noch den einen oder anderen Arbeitsplatz in der Branche kosten, das könnte auch für Deutschland gelten. Diese Meinung vertrat Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft (FDHW) in Bergisch Gladbach, in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Vor allem die problematische Lage auf dem russischen Markt und die nach wie vor bestehenden Strukturprobleme in Frankreich und Italien trügen zu dieser Einschätzung bei. Ob die bisher durchgezogenen Fabrikschließungen in den letztgenannten Ländern ausreichten, wage er zu bezweifeln, betonte Bratzel weiter.
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Der Chef des E.ON-Konzernbetriebsrates, Eberhard Schomburg, warnt das Unternehmen vor Stellenabbau. "Der Eon-Umbau darf keine Arbeitsplätze kosten", sagte Schomburg der "Rheinischen Post". Man werde in den Aufsichtsräten der beiden neuen Unternehmen "dem Vorstand auf die Finger schauen, damit er die gegebenen Versprechen einhält". Dazu gehört der Verzicht auf Kündigungen. "Betriebsbedingte Kündigungen sind faktisch bis 2018 ausgeschlossen, und danach soll es eine Anschlusslösung geben. Das haben wir schriftlich. Deshalb haben wir als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat dem Umbau nach langer Diskussion zugestimmt."