Ausstieg aus der subventionierten Steinkohleförderung kostet Tausende Arbeitsplätze
Der beschlossene Ausstieg aus der subventionierten Steinkohleförderung in Deutschland hinterlässt tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Allein im zu Ende gehenden Jahr hat der Zechenkonzern RAG rund 3000 Stellen gestrichen. "Ende 2013 lagen wir noch bei knapp über 13000 Beschäftigten. Am Ende dieses Jahres werden wir die 10000-Marke erreichen", sagte RAG-Vorstandschef Bernd Tönjes im Interview mit der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.
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Der Vorstandsvorsitzende des Essener ThyssenKrupp Konzerns Heinrich Hiesinger hat in einem Interview in der WDR-Sendung "Lokalzeit Ruhr" eine Umorientierung des Konzerns auf neue Geschäftsfelder angekündigt, ohne das Stahlgeschäft kurzfristig aufzugeben. "Man muss sich bewusst sein, dass eine Tradition nicht schützt im Wettbewerb der Zukunft. Wir kämpfen ja wirklich darum, Stahl nach vorne zu bringen. Wir investieren auch in den Stahl: In den letzten zwölf Monaten 400 Millionen Euro. Das ist mehr als die anderen Geschäfte bekommen. Aber Fakt ist eben auch, das Problem der Überkapazität in Deutschland ist dauerhaft da. Und deshalb gehen wir davon aus, dass es irgendwann einmal, keiner weiß ob es drei oder fünf Jahre sind, zur Konsolidierung kommen wird", betonte Hiesinger in Essen.