Ford in Köln beantragt Kurzarbeit
Die Kölner Ford-Werke haben die Tagesproduktion in der Fiesta-Fertigung von 1850 auf 1550 Kleinwagen verringert. Zugleich beantragt das Unternehmen nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" noch in diesem Monat bei der Bundesanstalt für Arbeit Kurzarbeit. Die Arbeit in der Montagehalle in Niehl soll an sechs Tagen im Oktober und fünf Tagen im November ruhen, also an insgesamt elf Tagen. Die Reduzierung der Produktion begründet Ford mit einer "allgemein niedrigere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte". Von den insgesamt mehr als 17.000 Beschäftigten am Standort sind knapp 4.000 Mitarbeiter in der Fahrzeugmontage betroffen. Sie sollen wie schon in der Vergangenheit einen Zuschuss zum staatlichen Kurzarbeitergeld bekommen, "Damit bleiben die finanziellen Einbußen für sie möglichst gering", teilte Ford mit.
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Für Arndt Kirchhoff, neuer Metall-Arbeitgeberchef in NRW, werden in der im Januar nächsten Jahres beginnenden Tarifrunde mögliche Lohnerhöhungen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Unternehmer aus Attendorn kritisierte im Gespräch mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST daher die Anregung von Bundesbank-Präsident Weidmann, wonach drei Prozent möglich sein sollten. "Ich weiß nicht, was Weidmann da geritten hat." Wenn er das Wachstum in diesem Jahr sehe, "sind wir noch bei keiner Prozentzahl." Vor allem der Verlauf des zweiten Halbjahres sei unklar.