Tarifverhandlungen für das Dachdeckerhandwerk stecken fest
Die Tarifverhandlungen im Dachdeckerhandwerk stecken in einer Sackgasse. Auch in der dritten Diskussionsrunde zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) am 22. August 2014 blockierten die Arbeitgeber eine Lösung. Nach ihrer Vorstellung sollen die rund 80.000 Beschäftigten der Branche nicht an der guten Baukonjunktur beteiligt werden. Sie schlossen eine Einkommenserhöhung mit einer Zwei vor dem Komma kategorisch aus und boten lediglich zwei Mal 1,3 Prozent für zwei Jahre an. Die IG BAU fordert ein Plus von 5,8 Prozent.
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Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legte im August um 0,7 auf 100,0 Punkte zu. Damit setzte sich der seit März 2014 andauernde Abwärtstrend nicht fort. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt nun auf der Marke, die für die nächsten drei Monate eine gleich bleibende saisonbereinigte Arbeitslosigkeit signalisiert. „Die Arbeitsagenturen rechnen momentan mit keinen wesentlichen Änderungen bei der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit", erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen", am Dienstag in Nürnberg. Eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage sei nach dem jüngsten Anstieg des IAB-Arbeitsmarktbarometers nicht zu erwarten.
Im aktuellen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn hat Personalvorstand Ulrich Weber die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. "Ich setze darauf, dass alle Seiten kühlen Kopf bewahren", sagte Weber mit Blick auf die angedrohten Streiks der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Die Lage sei verzwickt, aber eine Einigung am Verhandlungstisch definitiv möglich. "Was mich ärgert ist, dass die GDL schon zu Beginn von Verhandlungen droht", so Weber.