Mindestlohn: Gewerkschaften rechnen mit Betriebsschließungen, wenn Hungerlöhne nicht mehr erlaubt sind
Selbst der Deutsche Gewerkschaftsbund hält es für möglich, dass einige Betriebe wegen des gesetzlichen Mindestlohns in ihrer Existenz bedroht sind. "Wahrscheinlich müssen etliche der besonders schlecht zahlenden Firmen sogar aufgeben", vermutet Sandro Witt, Vizevorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Das seien dann genau jene, die eigentlich nicht marktfähig sind und sich nur aufgrund von Hungerlöhnen im Geschäft halten, erläuterte Witt gestern bei einem Besuch der OTZ-Hauptredaktion in Gera. Bei größeren Unternehmen und den gut im Markt etablierten Mittelständlern seien die 8,50 Euro Stundenlohn in der Regel "kein Thema".
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