Langzeitarbeitslose: Hunderttausende haben keine Chance
Hunderttausende unter der rund einen Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland haben, nach Ansicht von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, keine Chance auf einen Job im ersten Arbeitsmarkt. "Wir müssen uns da ehrlich machen", sagte die SPD-Politikerin in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung". Deshalb wolle sie für die zukünftigen Sonderprogramme für Langzeitarbeitslose daraus Konsequenzen ziehen. "Der Mangel der bisherigen Förderung war, dass die Betreuung der Langzeitarbeitslosen, wenn sie eine Arbeit angenommen haben, zu früh beendet wurde", sagte die Ministerin. Deshalb solle ab jetzt die Begleitung im Job beispielsweise um ein halbes Jahr verlängert und intensiviert werden.
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Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche geht nichts mehr an den deutschen Flughäfen. Geschäftsleute versäumen Konferenzen, Familien streichen ihre Urlaubspläne, Firmen warten auf dringend benötigte Maschinenteile. Mit jedem Flugzeug, das nicht abhebt, steigen die Kosten, nicht nur für die Luftfahrtunternehmen. Die Bilder der menschenleeren Flughäfen gleichen sich, die Hintergründe aber könnten unterschiedlicher kaum sein. In der vergangenen Woche streikten die Angestellten im öffentlichen Dienst, auch bei Flughafenbetreibern wie der Fraport AG. In der Mehrzahl gehören sie zu den Gering- bis Mittelverdienern der Republik, Jahresgehälter von 20.000 bis 50.000 Euro sind hier die Regel. Die Gewerkschaft Ver.di forderte für sie, insgesamt 2,1 Millionen Menschen, 100 Euro mehr pro Monat, dazu ein Lohnplus von 3,5 Prozent. In dieser Woche hingegen streiken die Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings, etwa 5400 Menschen mit einem Jahresgehalt von 60.000 bis 250.000 Euro. Sie fordern zehn Prozent mehr Lohn, außerdem wollen sie wie bisher die Möglichkeit haben, zu günstigen Konditionen bereits mit 55 Jahren in den Ruhestand zu gehen.