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Höhere Strafen für Raser

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat begrüßt den heutigen Beschluss des Deutschen Bundestages zur Strafbarkeit illegaler Straßenrennen. „Die Teilnahme und Veranstaltung illegaler Autorennen von einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat heraufzustufen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dass zukünftig grob verkehrswidrige und rücksichtslose, erhebliche Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit strafbewehrt sind, wird die Verkehrssicherheit erhöhen“, begrüßt der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Dr. Walter Eichendorf den heutigen Beschluss des Deutschen Bundestages. Ursprünglich hatte der Bundesrat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. „Nun sind wieder die Länder gefragt, die Verkehrsüberwachung deutlich zu verbessern“, hofft der DVR-Präsident auf eine konsequente Umsetzung des Gesetzes.

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist Ursache Nummer eins bei den Unfällen mit Todesfolge.

Erst kürzlich hatte eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von DEKRA ergeben, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland härtere Strafen bei Vergehen im Straßenverkehr befürworten würde, wenn dies die Verkehrssicherheit erhöhte. 80 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass bei gefährlichen Verkehrsverstößen schneller als bisher Fahrverbote verhängt oder Führerscheine eingezogen werden sollten.

 

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ACE Auto Club Europa: Die Rettungsgasse hilft Leben retten Sekunden retten Leben Der freie Weg spart Feuerwehr und Rettungsdiensten wertvolle Sekunden

Besonders zur Reisezeit sind viele auf den Straßen unterwegs. Oft kommt es dabei auch vermehrt zu Unfällen. Umso wichtiger ist es dann, dass sofort eine Rettungsgasse gebildet wird:

Urlaubszeit ist Reisezeit: Das Verkehrsaufkommen steigt und leider auch vermehrte Unfälle auf deutschen Autobahnen sind absehbar. Kilometerlange Staus sind die Folge. „Oft genug stehen die Autos in einem Stau eng an eng und viel zu dicht am Vordermann. Für Rettungsfahrzeuge ist dann kein Durchkommen möglich“, analysiert Azime Zeycan, Vorsitzende und Vertrauensanwältin des ACE-Kreis Bochum-Hattingen-Witten. 

 

„Jeder Autofahrer sollte sich einmal vorstellen selbst am Beginn des Staus im Unfallfahrzeug eingeklemmt zu sein und auf dringende medizinische Hilfe oder die Rettungsschere der Feuerwehr zu warten“, fordert die Rechtsanwältin und erklärt: „In der Rettungskette kann jeder helfen. Auch alle im Stau. Durch die vorausschauende Bildung einer Rettungsgasse.“ Der freie Weg spart Feuerwehr und Rettungsdiensten wertvolle Sekunden.

Der ACE Auto Club Europa fordert deshalb die Autofahrer auf, bei jeder Staubildung vorsichtshalber den Weg für Rettungsdienste frei zu machen. Auf einer zweispurigen Straße bedeutet das, am äußersten rechten und linken Fahrbahnrand zu fahren und die Rettungsgasse in der Mitte zu bilden. Hier soll auch der Standstreifen mitbenutzt werden.

 

Pflicht zur Rettungsgasse ist gesetzlich geregelt

Auf drei- oder mehrspurigen Autobahnen wird die Rettungsgasse zwischen der äußersten linken Fahrspur und allen anderen Fahrspuren gebildet. Fahrzeuge auf der äußersten linken Spur fahren ganz nach links. Alle anderen Fahrzeuge auf den anderen Spuren fahren soweit wie möglich nach rechts. Auch hier soll der Standstreifen mitbenutzt werden. Die Bochumer Rechtsanwältin weist darauf hin, dass in der Straßenverkehrsordnung in § 11 Abs. 2 sogar ausdrücklich die Pflicht vorgesehen ist, eine Rettungsgasse zu bilden:

„ Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

 

Bei Verstoß droht Bußgeld

Rechtsanwältin Zeycan warnt: „Nicht nur für die Behinderung von Einsatzfahrzeugen kann ein Bußgeld für ein Fehlverhalten bei der Bildung einer Rettungsgasse verhängt werden. Auch die Missachtung der Pflicht zur Gassenbildung gemäß § 11 StVO kann zu einem Bußgeld führen.“

Und noch ein wichtiger Tipp der ACE-Verkehrsexpertin: „Wenn der Verkehr steht, Krankenwagen, Feuerwehr oder Polizei akustisch wahrnehmbar sind, ist die Bildung der Rettungsgasse oft gar nicht mehr möglich, weil die Fahrzeuge zu dicht aufgefahren sind und keine Rangiermöglichkeit mehr besteht“, erläutert Azime Zeycan. Ihr Rat: „Wenn Sie die Hinterräder des vor Ihnen stehenden Fahrzeuges sehen können, dann reicht der Platz zum Rangieren für die lebensrettende Gasse!“

 

Aufkleber als Erinnerung

Für alle, die sich die Regeln gern ins Auto legen möchten, hat der ACE diesen kleinen Informationsträger entwickelt, der auch einen Aufkleber enthält. An der Heckscheibe angebracht, erinnert er auch den Autofahrer und die Fahrerin hinter einem, wie er oder sie sich zu verhalten hat.

 

Dafür einfach einen frankierten DIN lang Umschlag senden an: ACE Auto Club Europa, Mitglieder-Service, Schmidener Straße 227, 70374 Stuttgart.

 

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Auch schönes Wetter kann gefährlich sein

DVR gibt Tipps zum sicheren Verhalten bei Hitze. Sommer, Sonne, Ferien – das ist der Dreiklang, auf den sich jetzt viele Familien freuen. Das gute Wetter kann aber auch unangenehme Folgen haben, zum Beispiel bei der Anreise zum Urlaubsziel mit dem Pkw. Dies gilt natürlich auch für andere Fahrten, die bei großer Hitze unternommen werden. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist darauf hin, dass hochsommerliche Temperaturen mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden sind. Die Leistungsfähigkeit der meisten Menschen nimmt mit steigenden Temperaturen ab, die Konzentration lässt nach, Reaktionszeiten verlängern sich. Manch einer wird ungeduldig oder sogar aggressiv. Und das hat Folgen: Studien haben ergeben, dass die Zahl der Verkehrsunfälle um elf Prozent steigt, wenn die Temperaturen über 25 Grad Celsius liegen.

 

Belastende Wetterlagen

Insbesondere bestimmte Wetterlagen, wie das sogenannte „Aufgleiten subtropischer Luft“, machen vielen Menschen zu schaffen. Dabei schieben sich warme Luftmassen über kältere Luftschichten, und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Auch schnelle Wetterumschwünge können zu Leistungseinbußen führen. In den Alpenregionen leiden zahlreiche Menschen unter den dort häufig anzutreffenden Föhn-Wetterlagen.

 

Was kann man tun, um auch bei großer Hitze sicher unterwegs zu sein? Sven Rademacher vom DVR hat einige Tipps: „Wenn das Fahrzeug in der Sonne abgestellt war, sollten vor dem Losfahren alle Türen geöffnet werden, um die aufgestaute Luft entweichen zu lassen. Die Klimaanlage sollte nicht zu kühl eingestellt werden, da die Aufmerksamkeit auch durch zu niedrige Temperaturen beeinträchtigt wird.“ Der Verkehrsexperte empfiehlt 21 bis 23 Grad Celsius. Bei extrem hohen Außentemperaturen kann jedoch auch eine etwas höhere Einstellung sinnvoll sein, damit der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen nicht zu groß wird.

 

Die Lüftungsdüsen sollen nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, um Zugluft und trockene Augen zu vermeiden. Wegen der Beeinträchtigung der Konzentration und der Lüftungsgeräusche ist es besonders wichtig, die Verkehrsumgebung aufmerksam zu beobachten und zurückhaltend zu fahren. Bei dieser Wetterlage ist damit zu rechnen, dass auch andere wegen der Hitze ungeduldig sind oder Fehler machen. Und wenn man spürt, dass Ungeduld aufkommt und man zusehends genervt reagiert, helfen bewusstes Atmen und der Vorsatz, sich nicht zu unüberlegtem Handeln hinreißen zu lassen. Bei längeren Fahrten sollten öfters Pausen im Schatten eingelegt werden.

 

Gefahr durch Starkregen

Im Sommer drohen aber noch weitere Gefahren durch das Wetter: Bei starkem Regen, der in dieser Jahreszeit manchmal auftritt, ist die Sicht aus dem Fahrzeug eingeschränkt und die Griffigkeit der Fahrbahn nimmt ab. Dann muss die Geschwindigkeit unbedingt angepasst werden. Insbesondere nach langen Schönwetterperioden und darauf folgenden starken Regenfällen kann die Fahrbahn sehr rutschig werden. Reifenabrieb, Ölrückstände und Blütenpollen bilden einen schmierigen Belag, der erst von der Fahrbahn abgewaschen werden muss, bis die Fahrbahn wieder einigermaßen griffig ist.

 

Wenn ein durchgängiger Wasserfilm auf der Fahrbahn steht, kann Aquaplaning auftreten: Dabei schiebt sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn, was zu einem schlagartigen Verlust der Kraftübertragung führt. Bremsen oder Lenken ist dann nicht mehr möglich. Dann sollte man auskuppeln und das Lenkrad in Fahrtrichtung halten, bis der Fahrbahnkontakt wieder hergestellt ist. Je höher die Geschwindigkeit, desto größer ist die Aquaplaning-Gefahr. Bei großen Wassermengen auf der Fahrbahn sollte daher das Tempo unbedingt reduziert werden. 80 km/h können schon zu viel sein. Wichtig sind bei Regen Reifen mit gutem Profil: mindestens drei Millimeter sollten es sein, besser mehr. Bei vorhandenen Spurrillen kann es helfen, versetzt zu den Rillen zu fahren.

 

Schließlich muss man sich noch vor Seitenwind hüten. Der tritt vor allem in Waldschneisen und auf Brücken auf, ebenso beim Überholen von Lkw und am Ende von Lärmschutzwänden. Auch hier ist angepasste Geschwindigkeit das Mittel der Wahl. Außerdem sollte das Lenkrad stets mit beiden Händen gehalten werden, damit im Bedarfsfall schnell reagieren werden kann.

 

Diese Beispiele zeigen, dass ungünstige Wettereinflüsse nicht automatisch zu einem Unfall führen müssen, wenn man die Gefahren kennt und sich darauf einstellt.

 

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Studie zum automatisierten Fahren: Finale Ergebnisse vorgestellt

In einer User-Experience-Studie untersuchten
Studierende aus dem Studiengang BWL-Industrie: Industrielles
Servicemanagement der DHBW Stuttgart die Einstellung von Konsumentinnen
und Konsumenten zum automatisierten Fahren. Die Präsentation der finalen
Ergebnisse fand am 22. Juni 2017 vor hochrangigen Gästen aus der
Automobilbranche sowie der interessierten Öffentlichkeit statt.

Prof. Dr. Bernd Müllerschön, Dekan der Fakultät Wirtschaft, und Prof. Dr.
Marc Kuhn, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für empirische Forschung
(ZEF) der DHBW Stuttgart, eröffneten die Veranstaltung und stellten die
Studie vor: Rund 200 Probandinnen und Probanden zwischen 19 und 81 Jahren
hatten im Dezember 2016 an einer Testfahrt mit vor- und nachheriger
Befragung teilgenommen. Zum Test standen die Serienfahrzeuge Mercedes-Benz
E-Klasse und das Tesla Model S zur Verfügung. Die Pilotstudie dient als
Basis für vergleichbare Studien, die in verschiedenen europäischen und
nicht-europäischen Ländern geplant sind und soll für alle Teilnehmenden
der Erhebung einen zugänglichen und verwertbaren Datenpool bilden.

In vier Vorträgen präsentierten die Studierenden ihre Forschungsergebnisse
und beantworteten die zentralen Fragen ihrer Untersuchungen: Sind
Konsumentinnen und Konsumenten überhaupt bereit für Fahrautonomie? Wie
wirken sich automatisierte Fahrfunktionen auf das Wohlbefinden von
Autofahrerinnen und Autofahrern aus? Was sind die Treiber für die
Innovationsakzeptanz beim autonomen Fahren? Und wie schneiden
automatisierte Fahrerlebnisse und Marken im Vergleich ab?

Insbesondere für die Automobilindustrie lassen sich aus den Befunden der
Studierenden wichtige Informationen für die Produktentwicklung ableiten.
Auffallend ist beispielsweise, dass sich die Mehrzahl der Probandinnen und
Probanden vorstellen könnte, in Zukunft automatisierte Fahrfunktionen zu
nutzen – bereit Geld dafür auszugeben wären aber nur wenige. Zudem wurde
ersichtlich, dass die Probandinnen und Probanden ihre Fähigkeiten
hinsichtlich der Bedienung der automatisierten Fahrfunktionen insgesamt
nach der Probefahrt positiver einschätzen als zuvor. Von den verschiedenen
Fahrzeugfunktionen wurden insbesondere der Abstands- und
Spurhaltungsassistent als nützlich wahrgenommen. Wahrnehmungsdifferenzen
zwischen den unterschiedlichen Automarken, die testgefahren wurden, wurden
ebenfalls deutlich. Testpersonen, die das Tesla Model S gefahren waren,
zeigten positivere Tendenzen. Zusammenfassend wurde klar: Die Bewertungen
und Einschätzungen der Testpersonen hängen in großem Maße von ihren
Erwartungen an das automatisierte Fahren ab. So hofften viele Probandinnen
und Probanden, durch automatisierte Fahrfunktionen beim Autofahren
entspannen zu können oder von einer erhöhten Sicherheit zu profitieren -
wurden in diesen Punkten jedoch eher enttäuscht. Insgesamt einig sind sich
die Studienteilnehmenden darin, dass die Technologie noch unausgereift ist
und sich erst im Anfangsstudium der Entwicklung befindet. Für führende
Entwickler im Automobilbereich kann daher geschlussfolgert werden, dass
insbesondere eine klare Kommunikation der tatsächlichen Leistungsfähigkeit
entsprechender Fahrzeuge zentral ist, um potentiellen Kundeinnen und
Kunden ein realistisches Bild der aktuellen Fahrautonomie zu vermitteln.
Im abschließenden Praxisvortrag „Automated driving - shaping the future of
mobility“ berichtete Dr. Stephan Hönle von seiner Arbeit als
Bereichsleiter der Business Unit „Automated Driving“ bei der Robert Bosch
GmbH.
Im September folgt die Präsentation der Studienergebnisse vor
Parlamentariern des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Die DHBW Stuttgart:

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart gehört mit rund 8.300
Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen zu den größten
Hochschuleinrichtungen in den Regionen Stuttgart und Oberer Neckar. In
Kooperation mit rund 2.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen
Einrichtungen bietet sie mehr als 40 national und international
anerkannte, berufsintegrierte Bachelor-Studienrichtungen in den Fakultäten
Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an. Die Studierenden wechseln im
dreimonatigen Rhythmus zwischen der Hochschule und dem Ausbildungsbetrieb,
dem Dualen Partner. Auf diese Weise sammeln sie bereits während der
Studienzeit Berufserfahrung. Finanzielle Unabhängigkeit, sichere Chancen
auf dem Arbeitsmarkt durch außergewöhnlich hohe Übernahmequoten, kleine
Kursgruppen und die internationale Ausrichtung bieten den Studierenden
enorme Vorteile.

Weitere Informationen unter: www.dhbw-stuttgart.de

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